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Eingewöhnung & Annäherung - der Hamster wird handzahm

Vertrauen ist die Basis zum Erfolg

Ist die erste Zeit der Eingewöhnung vergangen, die wie schon erwähnt recht unterschiedlich lang sein kann, kann man vorsichtig und mit viel Geduld anfangen den Hamster handzahm zu machen. Es lässt sich ganz gut abwägen, wann dem Hamster sowohl die neue Umgebung und auch man selbst, vertraut ist. Das Tier wird dann regelmäßig, zu den selben Zeiten (diese sind natürlich von Art zu Art recht unterschiedlich), durch sein Revier streunen und sich auch nicht mehr direkt erschrecken, wenn man den Raum betritt oder mit ihm spricht. Bei den zutraulichsten Exemplaren kommt es sogar vor, dass sie ganz ungeduldig an der, dem Raum zugewandten, Seite der Behausung herumtanzen, so als würden sie direkt darauf warten, heraus zu dürfen, wenn man in ihre Reichweite gelangt.

Ist der neue Freund erst mal so weit aufgetaut, kann man beginnen, ihn an die Hand und das Aufnehmen, zu gewöhnen. Da auch bei den kleinen Nagern die Liebe durch den Magen geht, ist es möglich, die neugierigen Racker mit Leckerbissen (z. B. Mehlwürmern) zu locken und zu versuchen, ob der neue Freund aus der Hand frisst. Dies kann auch schon vorher ab und zu mal passieren, wenn der Hamster schon nicht mehr ganz so schreckhaft ist, aber natürlich immer nur zu den Aktivitätszeiten des Tieres, also in der Regel abends bzw. mit Einbruch der Dunkelheit. Anfangs wird der Hamster zwar wahrscheinlich mit samt dem Leckerbissen in seinem Häuschen verschwinden, aber schon nach einiger Zeit kann man die Delikatesse einfach ein wenig länger festhalten und der kleine Nager wird sie Stück für Stück aus der Hand fressen. So lernt er neben der Stimme auch direkt den Geruch des Pflegers kennen.

Goldhamster bekommt einen Drops
Bei kleinen Leckereien können die Hamster kaum wiederstehen.

Achten Sie darauf, dass die eigenen Hände nicht nach Seife, Parfüm oder Pizza riechen, denn dann hat der Hamster kaum eine Chance den Eigengeruch seines Menschen kennen zu lernen. Daher sollten die Hände vor der Kontaktaufnahme immer erst mal mit klarem Wasser gewaschen werden. Auch ein unparfümiertes Papiertaschentuch, welches man für einige Stunden am Körper getragen hat, kann man dem Hamster als Nistmaterial in die Behausung geben und ihn so mit dem eigenen Geruch vertraut machen.

Falls der Hamster bei den ersten Annäherungen versehentlich beißen sollte, auf keinen Fall anschreien oder gar versuchen ihn zu schlagen bzw. abzuschütteln, es würde das Vertrauen unnötig strapazieren und kann auch den Tod des Tieres zur Folge haben.

Ist der neue Hausgenosse soweit, dass er nach einiger Zeit aus der Hand frisst, sprich ihm der Geruch vertraut ist und er weiß, dass von ihr keine Gefahr ausgeht, kann man versuchen Körner auf die Handinnenfläche zu nehmen und zu warten, bis der Hamster von alleine auf die Hand geht. Tut er dies, lässt er sich sicherlich auch nach einigen Versuchen streicheln, jedoch immer erst an den Flanken, nie von oben oder von hinten an den Hamster herangreifen, da er sich so erschrecken könnte. Wenn dies all abendlich einige Zeit probiert wird, hat der Hamster auch keine Angst mehr, da er sich an den Geruch und auch an die Stimme des Menschen komplett gewöhnt hat (natürlich gilt auch weiterhin, in ruhigem Ton mit dem Tierchen zu reden).

Nun kann man den Kleinen auch das erste Mal herausholen, indem man ihn auf eine Handfläche laufen lässt und mit der anderen Hand darüber greift, so fühlt er sich geschützt und es verhindert, dass er von der Hand springt (aber nicht zudrücken oder den Hamster einengen!). Hier bietet sich an, das Tier von einem erhöhten Punkt auf die Hand steigen zu lassen (z. B. von einem Stein oder Ast), da ihm so zusätzlich die nötige Sicherheit vermittelt wird. Jetzt hat man das Vertrauen des Hamsters, und man kann ihn auch mal in der Wohnung bzw. in einem hamstersicheren Zimmer oder abgeteilten Bereich, zu Anfang am besten auf einem Tisch oder dem Bett, laufen lassen (Vorsicht, Absturz vermeiden! - siehe auch: Auslauf für Hamster).

Wir möchten hier aber auch direkt darauf hinweisen, dass es immer mal wieder vorkommt, dass ein Tier sich wirklich nicht richtig zähmen lässt und ständig eine gewisse Scheu zeigt. Gerade die Schecken-Goldhamster und auch Robos sind hierfür bekannt. Dann sollte man auch nicht versuchen den Hamster zu irgend etwas zu zwingen. Es ist immer wichtig, sich auch mit der Körpersprache der kleinen Nager vertraut zu machen. Hat der Hamster Angst, weil er sich evtl. bedrängt fühlt, zeigt er dies beispielsweise durch seine Körperhaltung.

Tipps & Tricks

Ein unparfümiertes Papiertaschentuch für einige Stunden am Körper getragen und dem Hamster dann als Nistmaterial zur Verfügung gestellt, hilft dem Tier sich an Ihren Geruch zu gewöhnen.

Nach dem Aufstehen möchte auch ein Hamster erst mal in Ruhe seine Klo-Ecke aufsuchen und ein wenig fressen, dann kann man sich dem kleinen Racker widmen und mit ihm beschäftigen.

Am Besten lässt man den Hamster von oben auf die Hand klettern, viele Tier finden das sicherer.

Weitere Hinweise, Tipps und Tricks