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Infos zur richtigen und gesunden Hamsternahrung

Liebe geht durch den Magen

Die richtige Ernährung ist Grundlage für ein langes und gesundes Leben der kleinen Nager. Da Hamster von Natur aus keine großen Nahrungsspezialisten sind, fressen sie praktisch alles, was ihnen angeboten wird. Neben den hauptsächlich vegetarischen Bestandteilen stehen auch kleine Insektenarten, Larven, Würmer und sogar bodenbrütende Vögel auf ihrem Speiseplan. Deshalb ist es sehr wichtig, dass auch bei der Heimhaltung auf die Ausgewogenheit und den Abwechslungsreichtum des Futters geachtet wird.

Hamster am FutternapfIm Wochenschnitt nimmt ein ausgewachsener Goldhamster

Für Zwerghamster reicht je nach Größe etwa die Hälfte der angegebenen Mengen. Aber gerade bei den tierischen Eiweißen ist zu beachten, dass sich Zwerghamster beispielsweise in der Natur teilweise von bis zu 50% Lebendfutter ernähren. Eine so große Menge ist zwar bei der Heimtierhaltung und bei einer ansonsten ausgewogenen Ernährung nicht nötig, allerdings sollte auch nicht völlig darauf verzichtet werden, weder bei einem Zwerg- noch bei einem Mittelhamster. Denn durch eine Unterversorgung mit tierischen Eiweißen, sinkt die Lebenserwartung dramatisch, das Tier ist wesentlich anfälliger und verfügt über eine extrem schwache Immunabwehr. Zusätzliche Vitamine, z. B. in Form von Tropfen, wie sie der Fachhandel häufig anbietet, sind dagegen bei einer ansonsten ausgewogenen und abwechslungsreichen Kost nicht nötig. Im Falle einer Krankheit können natürlich zusätzliche Vitamine oder Mineralstoffpräparate zur Unterstützung eingesetzt werden, das sollte dann aber immer mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.

Ganz wichtig für den Hamster ist auch eine regelmäßige Gabe von Heu/Stroh, denn neben dem Nestbau, dient dies hauptsächlich der Rohfaserversorgung. Außerdem gehört auch noch ein sogenannter Salzleckstein in jedes gut ausgestattete Hamsterheim, so kann sich der Hamster ggf. mit fehlenden Mineralien versorgen.

Denken Sie auch immer daran, dass Hamster ebenso wie wir Menschen individuelle Geschmäcker haben. Daher sollte man sich auch bei der Zusammenstellung des Futters neben den gesundheitlichen Aspekten nach dem Geschmack des kleinen Lieblings richten. Nach einiger Zeit hat man schnell heraus gefunden, welches die Lieblingsspeisen des neuen Familienmitgliedes sind. Ganz wichtig ist natürlich auch, dass den Tieren keinerlei Reste vom Tisch zukommen, denn im Gegensatz zur weitläufig verbreiteten Meinung, dass Tiere immer wüssten was gut für sie ist, trifft dies nicht immer zu und Hamster würden grundsätzlich erst Mal alles fressen, egal ob es ihnen schadet oder nicht. Von daher sind sie also voll und ganz auf das Verantwortungsbewusstsein ihrer Menschen angewiesen.

Trinkt ein Hamster?

Ja, die Gabe von Wasser ist schon ratsam, dann natürlich haben auch Hamster zwischendurch mal Durst, um genau zu sein hat ein Hamster einen Flüssigkeitsbedarf am Tag von ca. 20ml/100g Körpergewicht. Trinkt der Hamster wesentlich mehr, könnte es sein, dass er Probleme mit Blase oder Nieren hat, auch Diabetes kommt bei Hamstern vor, hier sollte dann ein erfahrener Tierarzt zu Rate gezogen werden. Aber auch schwangeren Weibchen trinken meist wesentlich mehr während der Trage- und Säugezeit.

Wenn der Hamster mal weniger trinkt besteht eigentlich kein Grund zur Sorge, denn bei einer artgerechten Ernährung steht ja auch regelmäßig Frisch-/Saftfutter auf dem Speiseplan, über welches der Flüssigkeitsbedarf zusätzlich gedeckt wird. Auch wenn es rein theoretisch möglich ist einen Hamster nur durch die Gabe von Frischfutter mit der nötigen Flüssigkeit zu versorgen, ist dies aber grundsätzlich nicht zu empfehlen, denn zuviel Frisches schadet dem empfindlichen Magen-Darm System und wenn der Hamster einmal krank werden sollte, ist es oft nötig Medizin in Form von Tropfen zu verabreichen. Hier ist es dann wesentlich besser diese mit dem Trinkwasser zu vermischen, als sie über das Futter zu träufeln. Von daher gehört eine Wasserflasche in jedes Hamsterheim.

Hierbei sei allerdings darauf hingewiesen, dass die kleinen Nager in den ersten Lebenswochen vereinzelt mit Durchfall (führt schnell zum Tod) auf die Gabe von Wasser oder auch Früchten reagieren. Deshalb sollte man in den ersten 6-8 Wochen auch ganz darauf verzichten und statt dessen nur Möhren und Trockenfutter verfüttern. Außerdem sollten Sie später immer auf die Qualität Ihres Trinkwassers achten (Kupfer, Chlor, Nitrat, ...). Diese ist teilweise, von Region zu Region, sehr unterschiedlich und daher sollte das Wasser, um unnötigen Infektionen vorzubeugen, eventuell abgekocht, gefiltert oder gleich durch einen sogenannten Nagertrunk ersetzt werden (ist im Zoofachhandel erhältlich). Aber auch Baby-Wasser ist geeignet (z.B. von Humana).

Hinweis: Handelsübliches Mineralwasser unterliegt noch geringeren Kontrollen als unser Trinkwasser und gerade Kohlensäure ist auf keinen Fall für Hamster geeignet.

Die Kunst der Vorratshaltung

Die wohl typischste Eigenart des Hamsters, für schlechte Zeiten Vorräte anzulegen, hat sich sogar in unserem Sprachgebrauch niedergeschlagen. Von "hamstern" oder "Hamsterkäufen" spricht man, wenn große Mengen von Nahrungsmitteln (oder auch andere Dinge des täglichen Lebens) zur Vermeidung von Notsituationen angeschafft werden. Ebenso legt der Hamster in seinem unterirdischen Bau sogenannte Blindstollen an, in diesen Vorratskammern kann er mehreren Kilogramm Futtervorrat einlagern. So kann sich das Tier ohne Probleme zwischen 6 und 9 Monaten davon ernähren. Dieses angeborene Verhalten ist auch noch bei den meisten Hamstern in der Heimtierhaltung zu beobachten.

Hamster stopft sich die Backentaschen voll
Erst wird das Futter in den Backentaschen verstaut, um es so sicher zur Vorratskammer zu schaffen.

Vor allem Mittelhamster sind dafür bekannt, das angebotene Futter bis auf einige sofort verzehrte Leckerbissen in ihre Backentaschen stopfen und in ihr Schlafhäuschen oder in ein eigens angelegtes Versteck in der Behausung zu bringen. Dort wird es sortiert und sorgfältig aufgeschichtet. Eingehamstert wird grundsätzlich solange, bis nichts mehr da ist. Dies kann soweit gehen, dass manche Hamster auf einmal außerhalb des Häuschens schlafen, weil es ihnen wegen der angesammelten Vorräte im Innern zu eng wird. Allerdings muss man dazu sagen, dass Hamster auch einfach mal ohne Grund außerhalb ihres Häuschens schlafen, manchmal ist aber in der Tat nicht mehr ausreichend Platz für Hamster und Vorräte. Daher sollte das Häuschen einerseits nicht zu klein sein, andererseits muss sparsam gefüttert werden. Besonders bei verderblichem Frischfutter ist Zurückhaltung geboten. Von Vorteil sind hier dann Hamsterhäuschen mit Deckel, solche Konstruktionen gestatten eine recht einfache Kontrolle der eingehamsterten Vorräte auf verdorbene Futterreste, ohne die vom Hamster geschaffene Ordnung der einzelnen Nahrungsmittel zu zerstören.

Zwerghamster sind nicht ganz so extrem damit beschäftigt, Vorräte anzulegen. Zwar lagern auch sie Futtermittel ein, aber in den seltensten Fälle in den Dimensionen wie Mittelhamster. Das liegt mitunter daran, dass sie keinen Winterschlaf halten und so eigentlich jeden Tag auf Nahrungssuche gehen. Auch wenn das Angebot im Winter eher dürftig ist, kommen Zwerghamster daher mit wesentlich weniger Vorräten aus.

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Wichtige Hinweise

Hamster dürfen keinerlei Reste vom Tisch bekommen und auch für den Menschen gemachte Süssigkeiten sind absolut schädlich für die kleinen Nager.

Vor allem auf vitaminreiches Futter achten, viele Vitamine enthalten z. B. Löwenzahn oder Weizenkeime.

In den ersten 6-8 Wochen sollten Hamsterjunge noch kein Wasser oder Saftfutter bekommen, dies kann zu Durchfall führen und den Tod für das Tier bedeuten.

Mineralwasser unterliegt noch geringeren Kontrollen als unser Trinkwasser und gerade Kohlensäure ist auf keinen Fall für Hamster geeignet.

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Tipps & Tricks

Leckerlies oder spezielles Nagerfutter kann in guten Futterfachhandlungen selbst abgepackt und abgewogen werden.