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Der Hamsterkäfig - Gitterkäfig oder Glasbehausung?

Vor- und Nachteile der einzelnen Behausungstypen

Für ein artgerechtes und geeignetes Hamsterheim stehen an sich nur zwei Möglichkeiten zur Auswahl, zum einen der herkömmliche Gitterkäfig oder ein Aquarium bzw. Terrarium o. ä.. Wir stellen Ihnen hier beide Varianten vor, erläutern die jeweiligen Vor- und Nachteile und erklären, worauf beim jeweiligen Behausungstyp zu achten ist.

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In welchem Behausungstyp lebt Ihr Hamster?
In welchem Behausungstyp lebt Ihr Hamster?*
Gitterkäfig

Bei einem "normalen" Hamsterkäfig, ist auf jeden Fall darauf zu achten, dass die Gitterstäbe eng und auch quer verdrahtet sind, damit der Hamster daran herumklettern kann. Daher ist gerade für die Gold- bzw. Mittelhamster ein Gitterkäfig zu empfehlen, da diese Arten, im Gegensatz zu den kleineren Zwerghamstern, einen wesentlich stärkeren Drang zum ausgiebigen Klettern entwickeln.Eine Ausnahme unter den Zwergen sind die Chinesischen-Streifenhamster. Auch diese sind begeisterte Kletterkünstler. Achten Sie aber auf einen max. Gitterabstand von ca. 8-10 mm bei den Verstrebungen (bei Zwerghamstern höchstens 5-6 mm), damit sich auch kleinere Tiere nicht den Kopf einklemmen können und vor allem auch, damit die kleinen Nager nicht ausbüchsen können. Gerade wenn sich Nachwuchs eingestellt hat, ist es daher besser die Mutter mit den Jungtieren in einem Aquarium unterzubringen. Außerdem ist es ratsam eine dunkle Gitterfarbe zu wählen, da bei diesen Stäben das Licht nicht so sehr reflektiert wird, wie z. B. bei silbernen oder vergoldeten. Dadurch ist der Blick ins Innere wesentlich einfacher und man kann den Hamster viel besser beobachten. Achten Sie aber bitte immer darauf, dass das Gitter weder lackiert, noch beschichtet ist. Da Hamster ja nun mal Nagetiere sind, lässt es sich nicht vermeiden, dass sie teilweise eben auch den Gitterstäben nagen. Dann können derartige Lacke o. ä. schnell zur Gefahr werden.

Zwei verbundene Gitterkäfige
Da viele der angebotenen Hamsterkäfige zu klein sind, ist es eine gute Idee mehrere Käfige zu verbinden.

Daneben ist es auch sehr sinnvoll einen von vorne oder oben zu öffnenden Käfig auszusuchen, da die Reinigung dadurch erheblich vereinfacht wird und man den Hamster besser herausheben kann. Achten sie beim Reingreifen aber immer darauf, dass der Hamster Ihre Hand nicht direkt von oben kommen sieht, da es dann zu panikartigen Reaktionen kommen kann - die meisten Fressfeinde kommen eben auch von oben. Allerdings muss der Deckel gut schließen, denn die kleinen Klettermaxe versuchen, überall auszubüchsen und wo erst mal der Kopf durchpasst, da geht auch der Rest durch (ähnlich wie bei Katzen).

Ganz wichtig ist, dass weder der Käfigboden, noch evtl. vorhandene Zusatzebenen, aus einem Gittergeflecht bestehen. Eine derartige Konstruktion für Hamster ist absolute Tierquälerei, da sich die kleinen Nager darin sehr leicht verfangen und verletzen können. Denn Hamster finden auf einem Gitter keinen richtigen Halt, da ihre Zehen nicht dazu in der Lage sind, etwas richtig zu umgreifen, wie z. B. ein Vogel. Das führt zu einer ständigen Unsicherheit und Stressbelastung für das Tier, die Folge sind schwere Verhaltensstörungen (z. B. Kannibalismus oder Selbstverstümmlung). Des weiteren sollte sich auch der untere Plastikteil - er kann ruhig eine Höhe von 10-15 cm haben (bei aufgerichteter Körperhaltung sollte der Hamster aber über den Rand schauen können), da beim Herumwühlen doch das ein oder andere Einstreuteilchen aufgewirbelt wird - abnehmen lassen (bei der Reinigung von Vorteil).

Es gibt natürlich in fast jedem Zoofachgeschäft auch zwei- oder mehretagige Käfige, in denen die Tiere dann auf mehreren Ebenen ihrem Treiben nachgehen können. Dies vergrößert zwar die Grundfläche, allerdings ist hierbei auch immer darauf zu achten, dass es sich tatsächlich um einen Hamsterkäfig handelt, denn sowohl Meerschweinchen- oder Hasenkäfige (zu breite Querverdrahtung), als auch Vogelkäfige (meist viel zu kleine Öffnungen und Gitterboden) sind nicht für die Heimhaltung eines Hamsters geeignet. Da aber auch die, mit Plastikebenen ausgestatteten, Hamsterkäfige meist wesentlich teurer sind, als ein einfacher, bietet es sich auf jeden Fall an, einen solchen durch eine oder mehrere Holzplatten (diese können recht einfach am Gitter fest geklemmt werden), zu einem mehretagigen umzugestalten.

Was natürlich immer bei der Anschaffung eines Gitterkäfigs beachtet werden muss, ist die Tatsache, dass Hamster sind Nagetiere und von daher ist es völlig normal, dass sie an sämtlichen Dingen nagen, das können auch die Gitterstäbe der Behausung sein. Solange der Hamster eine geräumige Behausung hat, im Falle eines Mittelhamsters, genügend Auslauf bekommt und auch noch andere Möglichkeiten zum Nagen hat, wie Hundekekse, Nagestangen oder Obstbaumäste, besteht auch kein Grund zur Sorge. Manche Nager sind allerdings sehr hartnäckig und obwohl artgerecht gehalten, lassen sie sich nicht vom ständigen Gitternagen abbringen, teilweise hat es hierbei auch schon die ein oder andere blutige Nase gegeben, hier muss dann natürlich eingeschritten werden und evtl. kann man die Gitterstäbe mit Pappröhren verkleiden (z. B. von Klopapier oder Küchenrolle). Hilft auch dies nicht, bleibt an sich nur noch den Gitterkäfig durch eine Glasbehausung zu ersetzten. Aber wie gesagt, solche Extremfälle sind eher selten und in den meisten Fällen liegt verstärktes Gitternagen, an falschen Haltungsbedingungen (zu kleine Behausung, keine natürlichen Nagemöglichkeiten o. ä.).

Glasbehausung

Neben der Variante eines herkömmlichen Käfigs, bietet sich bei Hamstern auch die Möglichkeit sie in einem Aquarium oder auch in einem Glasterrarium unterzubringen. Diese Behausungen gibt es auch in fast jedem Zoofachgeschäft zu kaufen, zum einen mit Schiebetüren an der Frontseite (dient zur besseren Reinigung) und Gitterabdeckung oben, dies sind die sogenannten Cricetinarien oder nur mit einer solchen Gitter- bzw. Plastikabdeckung oben. Eine günstigere Alternative wäre ein einfaches Aquarium mit einer, selbst gebauten, engmaschigen, Abdeckung. Es ist allerdings sehr wichtig in einem Hamsterheim aus Glas daran zu denken, den Hamstern genug anderweitiges Kletterspielzeug bzw. andere diverse Spiel- und Wühlmöglichkeiten bereitzustellen, da die kleinen Nager hier natürlich nicht unbedingt die Möglichkeiten zum Klettern haben, wie in einem Gitterkäfig.

Aquarium für einen Zwerghamster
Glasbehausungen sind gerade für Zwerghamster gut geeignet.
Glasbausung mit Gitterabdeckung
Aquarium mit Gitterabdeckung und ein paar zusätzlichen Ebenen.

Aber gerade für die kleinen Zwerghamster ist ein Cricetinarium meist die bessere Alternative, zumal diese von Natur aus auch eher am Wühlen und Graben Interesse haben als am Klettern. Trotzdem muss natürlich auch bei den kleinen, flinken Zwergen an jede Menge Spiel- und Erkundungsmöglichkeiten gedacht werden und am besten sollte auch hier, mit ein bzw. zwei zusätzlichen Ebenen, die Grundfläche vergrößert werden. Ganz wichtig ist, dass diese Zusatzebenen, nicht aus einem Gittergeflecht bestehen. Eine derartige Konstruktion für Hamster ist absolute Tierquälerei, da sich die kleinen Nager darin sehr leicht verfangen und verletzen können. Denn Hamster finden auf einem Gitter keinen richtigen Halt, da ihre Zehen nicht dazu in der Lage sind, etwas richtig zu umgreifen, wie z. B. ein Vogel. Das führt zu einer ständigen Unsicherheit und Stressbelastung für das Tier, die Folge sind schwere Verhaltensstörungen (z. B. Kannibalismus oder Selbstverstümmlung).

Außerdem ist bei einem Terrarium bzw. Aquarium oder Cricetinarium darauf zu achten, dass eine solche Behausung etwas größer sein muss und vor allem weder die Höhe, noch die Breite, die Länge überschreiten sollte, damit eine gute Luftzirkulation gewährleistet ist (z. B. 100x40x40). Auch ist es meist ganz sinnvoll, das überstehende Silikon im inneren des Aquariums (sofern vorhanden) mit einem scharfen Messer (Teppichbodenmesser) zu entfernen, damit der Hamster es nicht abnagen kann. Obwohl es mittlerweile schon tiergerechtes, ungiftiges Silikon gibt, sollte man hier auf Nummer sicher gehen, denn bis vor einigen Jahren wurden Aquarien bzw. Terrarien noch mit Fensterkitt verklebt, dieser enthält Blei und das kann für den Hamster gefährlich werden.

Die größten Vorteile einer Glasbehausung im Gegensatz zu einem Gitterkäfig sind wohl zum einen der Schutz vor Lärm und Zugluft und zum anderen bleibt die Einstreu und auch das Futter immer innerhalb des Hamsterreiches. Zu bedenken ist natürlich, dass Glas zerbrechlicher, schwerer und unhandlicher ist, als ein Gitterkäfig, somit kommt bei der Reinigung ein gewisser Mehraufwand auf Sie zu und auch die Scheiben sollten regelmäßig geputzt werden.

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Wichtige Hinweise

Die Gitterstäbe müssen eng und quer verdrahtet sein, achten Sie auf einen max. Abstand von ca. 8-10 mm.

Weder der Käfigboden, noch evtl. Zusatzebenen, dürfen aus einem Gittergeflecht bestehen, das führt bei Hamstern zu Kannibalismus.

Unverzichtbar bei einem einfachen Aquarium ist eine Gitterabdeckung, damit der Hamster nicht ausbrechen kann.

Bei einer Behausung aus Glas ist darauf zu achten, dass die Höhe nicht die Breite überschreitet, damit eine gute Luftzirkulation gewährleistet ist.

Solche Gerätschaften gehören verboten und abgeschafft!Es gibt immer häufiger, die fast wie eine Raumstation anmutenden, Vollplastikkäfige und Röhrensysteme für Hamster (HabiTrail). Hiervon kann nur abgeraten werden, in fast keinem Fall, für eine ausreichende Luftzirkulation gesorgt. Ganz zu schweigen von dem hervorragenden Klima zur Pilz- und Keimentwicklung, dass in einer solchen Gerätschaft herrscht.

Tipps & Tricks

Bei einem Käfig ist es ratsam eine dunkle Gitterfarbe zu wählen, dadurch ist der Blick ins Innere einfacher und man kann den Hamster viel besser beobachten.

Weitere Hinweise, Tipps und Tricks