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Informationen zu Fell- und Hautschäden bei Hamstern

Falls kahle Stellen am Fell auftreten, ist das meist ein Zeichen von zu einseitiger Ernährung - Speiseplan erweitern und Vitamine hinzugeben. Aber gerade auch ältere Tiere bekommen ein etwas lichteres Fell.

Kratzt sich das Tier oder hat es Hautstörungen, ist das ein Zeichen für unsaubere Haltung bzw. schlechte Pflege oder der Hamster hat sich evtl. bei einem anderen Haustier angesteckt. Solchen Hautpilzen oder Ungeziefern ist mit einer gründlichen Reinigung der gesamten Behausung und auch noch einer zusätzlichen Behandlung des Tierarztes entgegenzuwirken.

Hamster mit Kahlstellen im Fell
Hamster mit Kahlstellen im Fell

Ist eindeutig ein Parasit im Fell auszumachen, kann dieser mit einem Spray - solches gibt es speziell für Kleinnager im Zoofachgeschäft - besprüht werden (bitte das Köpfchen abdecken und bloß nicht mitbehandeln!). Vorbeugend kann man auch eine halbe Knoblauchzehe pro Woche ins Futter mischen. Auch Hanffutteröl kann als unterstützende Therapie mit unter das Futter gemischt werden. Einen halben Teelöffel pro kg Tiergewicht.

Rötungen der Haut, starker Juckreiz und vielleicht im späteren Verlauf Bildung kleiner Bläschen und Krusten, sowie auch rundliche Kahlstellen infolge abbrechender Haare weisen auf Trichophytie hin (häufige Hautpilzerkrankung). Diese Krankheit entsteht durch einen Kontakt mit Pilzsporen, die Ansteckung erfolgt beim Hamster häufig über Torfstreu. Allerdings können auch andere Heimtiere ohne sichtbare Hautveränderungen den Pilz übertragen. Behandeln kann diesen Fall nur der Tierarzt.

Hinweis: Kinder infizieren sich besonders leicht an den Händen und im Gesicht. Aus diesem Grund sollten sich diese nach dem Berühren des Hamsters immer die Hände waschen und beim Spielen das Küßchengeben unterlassen. Treten juckende Hautrötungen auf, muss auf jeden Fall ein Hautarzt aufgesucht werden.

Fellschäden, Juckreiz, gerötete und borkige Haut können auch ein Zeichen für Räudemilbenbefall sein, dies ist eine hartnäckige Hautkrankheit. Hier muss man beim Hamster zunächst an eine Unterversorgung mit Vitamin-A und -E denken, in deren Verlauf sich sehr leicht eine Räude entwickeln kann. Neben der wohl am häufigsten auftretenden Demodikose, werden auch noch Sarkoptesräuden und Notoedresräuden festgestellt. Auch hier muss das Tier sofort(!) zu einem Tierarzt. Da sich die Räudemilben fast ausschließlich in geschwächten Organismen mit einer nicht ausreichenden Immunabwehr vermehren, genügt hier meist eine bloße Behandlung mit Räudemitteln nicht. Eine Überprüfung und Verbesserung der gesamten Haltungsumstände sind Voraussetzung für einen Therapieerfolg.