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Informationen zur Käfigreinigung bei Hamstern

Hier muss der Mensch mithelfen

Der wichtigste Punkt der Pflege ist zweifellos die richtige und ordnungsgemäße Reinhaltung der Behausung, denn da ist der Hamster voll auf die Hilfe des Menschen angewiesen, und nur in einer sauberen bzw. keimfreien Umgebung ist ein langes, gesundes Hamsterleben möglich. Die kleinen Nager lieben es nicht nur sauber und ordentlich, sie haben auch ganz eigene Vorstellungen davon, wie ihre Behausung auszusehen hat. Neben einem Schlafplatz und einer Vorratskammer (häufig dort, wo sie auch schlafen), benötigen sie vor allem auch eine oder mehrere Stellen, an denen sie Urin absetzen können. Der trockene Kot wird meist großzügig im Revier verteilt.

So sammeln sich mit der Zeit Urin und Kot im Hamsterheim an und es bildet sich u. a. Ammoniak, die Behausung fängt an zu riechen. Um unnötige Geruchsbelästigungen und Keimentwicklungen zu unterbinden, die nicht nur für Hamster, sondern auch für Menschen unangenehm und krankheitserregend sein können (Ammoniak reizt die Atemwege der Tiere), sollte die Behausung 1 mal pro Woche komplett gereinigt werden. Wenn der Hamster extra von ihm angelegte, separate Kloecken hat, reicht es aus, wenn diese 2-3 mal die Woche gereinigt werden und das gesamte Hamsterheim einmal pro Monat einer Komplettreinigung zu unterziehen. Das hängt natürlich auch immer mit der Größe der Behausung und der Anzahl der darin befindlichen Tiere zusammen. Je kleiner das Revier bzw. je mehr Tiere dort leben, um so häufiger muss man natürlich sauber machen. Unabhängig davon, müssen verderbliches Futter täglich entsorgt bzw. erneuert wird. Hier sollte man auch in dem/den Häuschen nachsehen, dort sind manchmal auch Frischfutterreste eingelagert. Das sollten natürlich passieren, wenn der Hamster wach ist.

Außerdem ist es wichtig, auch den Fressnapf und vor allem die Wassertränke regelmäßig mit heißem Wasser auszuspülen, um gefährliche Keime abzutöten. Letztere sollte auch immer noch mal kontrolliert werden, ist noch eine Luftblase im Röhrchen, spendet die Tränke nämlich kein Wasser. Man kann auch kurz mit dem Finger von unten ans Röhrchen tippen, um zu testen, ob tatsächlich Wasser herauskommt. Ganz wichtig, egal ob bei der Reinigung der Gegenstände im oder auch beim Hamsterheim selber, ist zu beachten, dass kein Spülmittel verwendet wird.

Neueinrichtung des Hamsterheims
Hamster-Behausung bei der Komplettreinigung und anschließender Neueinrichtung.

Das Hamsterheim an sich kann man dann noch, ungefähr alle drei Monate, mit heißem Wasser und einer Essigessenz gründlich ausspülen hinterher auslüften und trocknen lassen. Häuschen oder Spielgeräte - sofern sie aus Plastik sind - muss man auch regelmäßig mit klarem, heißen Wasser abwaschen. Wobei hier direkt noch mal angemerkt sei, dass diese Plastikgegenstände dadurch, dass sie sehr leicht angenagt werden können, nicht sehr gesundheitsfördernd sind und auch die Keimentwicklung aufgrund der nicht vorhandenen Atmungsaktivität in den Plastikhäuschen wesentlich höher ist, als bei denen aus Holz. Bei dieser - auf jeden Fall besseren und zu empfehlenden - Lösung, bleibt allerdings nur die Möglichkeit sie einige Male, mit einem Stück Schmirgelpapier, zu behandeln und letztlich durch Neue zu ersetzen, da sich hier der Urin im Holz festsetzt und dann auch zu Krankheiten führen kann. Wobei aber auch bei Holzhäuschen oder -gerätschaften eine Reinigung mit Essig möglich ist, anschließend natürlich auch hier wieder gut auslüften und trocknen lassen. So lassen sich div. Dinge aus Holz teilweise erstaunliche lange Zeit auch immer wieder verwenden. Auch eine 15-minütige Behandlung mit Kaliumpermanganat (eine Messerspitze in 10 Liter Wasser, Häuschen einweichen - schön lila!) lässt Holzhäuschen länger leben, allerdings bekommen die behandelten Objekte eine dunkelbraunen Farbe, dies sollte aber kaum einen Hamster stören.

Hat der Hamster Durchfall gehabt, muss die Behausung mit einem Desinfektionsspray (speziell für diesen Zweck in Zoofachgeschäften erhältlich) eingesprüht und hinterher mit heißem Wasser sorgfältig nachgespült werden (am besten zusätzlich auslüften lassen). Hierzu verwenden Sie bitte ausschließlich Nagerdesinfektionsmittel, solche Mittel werden nämlich auch für Hunde oder Katzen angeboten und diese sind für Hamster ungeeignet. Die im Handel angebotenen Hamstersprays gegen den Uringeruch sind dagegen, wegen der relativ geringen Geruchsentwicklung, nicht nur absolut überflüssig, sondern irritieren den Hamster auch erheblich und sorgen so für unnötigen Stress.

Abschließend noch der Hinweis, dass der Hamster während einer Komplettreinigung natürlich aus der Behausung genommen werden muss. Allerdings sollte er in der Zeit nicht unbedingt frei herumlaufen, die kleinen Nager sind einem schnell zwischen die Füße geraten, werden vom Staubsauer überrollt oder huschen ungesehen in die Mülltüte mit der alten Einstreu. Besser ist es in jedem Fall das Tier in einer stabilen Transportbox unterzubringen. Außerdem sollte ein Teil der gehamsterten Trockenfuttervorräte, sofern noch nicht vergammelt, aufgehoben und nach der Komplettreinigung wieder zur Verfügung gestellt werden. Daneben bietet es sich an, ein paar der Spielzeuge auszuwechseln und so ein wenig Abwechslung zu schaffen. Das ist gut gegen Langeweile und animiert das Tier immer wieder neu zu weiteren Erkundungen.

Wichtige Hinweise

Frischfutter das verderben kann, muss täglich entsorgt werden. Vorräte an Trockenfutter sollten wenn möglich im Häuschen bleiben.

Hat der Hamster Durchfall gehabt, muss die Behausung mit einem Desinfektionsspray eingesprüht und hinterher mit heißem Wasser sorgfältig nachgespült werden. Achten Sie bitte auf ausgewiesenes Nagerdesinfektionsmittel, solche Mittel werden nämlich auch für Hunde oder Katzen angeboten und diese sind für Hamster ungeeignet.

Weitere Hinweise, Tipps und Tricks zur Hamsterpflege

Tipps & Tricks

Teilweise werden einfache Pappröhren von Hamstern als Klo genutzt, das erleichtert die Reinigung und spart Einstreu und Sand.

Eine 15 minütiges Tauchbad mit Kaliumpermanganat (eine Messerspitze in 10 Liter Wasser) lässt Holzhäuschen länger leben.