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Infos zu den Farb- und Fellvarietäten bei Zwerghamster

Eigentlich gibt es bei den Zwerghamstern bisher nur verschiedene Farbvarietäten und auch diese nicht bei allen Arten. Roborowski-Zwerghamster beispielsweise kommen nur in der eigentlichen Wildfarbe vor - sandfarben mit einem leichten Stich ins Rötliche - und werden hier daher auch nicht weiter erwähnt. Allerdings ist bei den Campbells sogar schon eine Form mit dem sogenannten Satin-Faktor im Fell aufgetreten.

Fellfarben bei Dsungarischen-Zwerghamstern

Wildfarben

Dsungarischer-Zwerghamster - WildfarbeDie Wildfarbe ist die Urform und der am häufigsten vorkommende Farbschlag bei den Dsungaren. Typisch ist bei diesen Tieren ein graubraunes Fell mit schwarzem Aalstrich sowie ein grauweiß gefärbter Bauch. Augen und Ohren sind dunkel. Auf beiden Körperseiten verlaufen die sogenannten Dreibogenlinien. Sie bilden die Grenze zwischen Bauch- und Rückenfarbe.

Blauwildfarben (engl. "saphir")

Dsungarischer-Zwerghamster - Blauwildfarbene (engl. 1988 wurden in Großbritannien die ersten saphirfarbene Dsungaren geboren. Dieser Farbenschlag hat ein blaugraues Fell. Außerdem sind der Aalstrich sowie andere dunkle Abzeichen nicht schwarz, sondern dunkelblau gefärbt. Die Augen der Tiere sind genau wie die Ohren dunkel.

Dieser Farbenschlag vererbt sich rezessiv gegenüber der Wildfarbe und ist daher noch nicht ganz so häufig.

Perlmutt (engl. "pearl")

Dsungarischer-Zwerghamster - Perlmutt (engl. 1989 kamen in Großbritannien die ersten Exemplare zur Welt. Dieser bei uns noch sehr seltene Farbenschlag zeichnet sich durch ein reinweißes Fell mit gleichmäßigen, schwarzgrauen Unterfell aus. Die Ohren der Tiere sind hellgrau gefärbt, die Augen sind schwarz. Aalstrich und Dreibogenlinie sind ebenfalls schwarz, meist aber nicht so deutlich gezeichnet - fast gar nicht zu sehen.

Perlmutt vererbt sich dominant gegenüber den Farbschlägen Blauwildfarben und Wildfarben, daher werden diese Tiere wahrscheinlich immer mehr den Weg in die Wohnstuben finden.

Hinweis: Diese Tiere sind nicht mit den Dsungaren zu verwechseln, die ein Winterfell haben. Bei diesen ist die Tönung dann doch eher ein helles grau. Außerdem sind der Aalstrich und auch die Dreibogenlinie deutlicher zu erkennen.


Fell- und Farbvarietäten bei Campbell-Zwerghamstern

Wildfarben

Campbell-Zwerghamster - WildfarbenDie ursprünglich auch wildfarbenen Campbell-Zwerghamster, haben einem fahlweißen Bauch und einem braungelben Rücken. Der Übergang zwischen Bauch- und Rückenfarbe wir durch die Dreibogenlinie angezeigt. Der Aalstrich ist braun und die Augen sind schwarz. Im Gegensatz zu den ähnlichen Dsungaren ist hier das Nackenfell etwas struppiger.

Hinweis: Campbells werden häufig mit den Dsungaren verwechselt. Dies kann in sofern von Nachteil sein, da die Kreuzung dieser Arten meist die Unfruchtbarkeit der Nachkommen zur Folge hat!

Blau (engl. "opal")

Campbell-Zwerghamster - Blau (engl. Die blaue Farbmutation ähnelt sehr der Wildfarbe, nur sind bei dieser Farbvariante alle dunklen Farbpigmente zu einem blaugrauen Schimmer verblichen.

Argente (gelbwildfarben / falbe)

Campbell-Zwerghamster - Argente (gelbwildfarben / falbe)Das Fell dieser auch bei uns sehr beliebten Zwerge ist beigegelb mit einem fahlweiß Bauch und über den Rücken verläuft ein brauner Aalstrich. Außerdem haben diese Campbells immer rote Augen.

Albino

Campbell-Zwerghamster - AlbinoAlbinos haben ein vollkommen weißes Fell. Auch die Augen dieser Tiere sind rot.

Gescheckt

Gescheckte Campbells können alle Fellfarben haben, z. B. Wildfarben oder Argente. Die Flecken sind auf keine exakte Körperstelle beschränkt, auch kann ein Tier wesentlich mehr Farbflecken aufweisen als ein anderes.

Hinweis: Kreuzungen zwischen Campbell-Schecken können dazu führen, dass ein Teil der Nachkommen ohne oder mit extrem kleinen Augen geboren wird. Viele Tiere sterben sehr früh, man sollte deshalb auf das Kreuzen von gescheckten Campbells verzichten!

Campbell-Zwerghamster mit Satinfell

Campbell-Zwerghamster - SatinfellCampbell-Zwerghamster mit dem Satin-Faktor haben einen starken Seidenglanz im Fell. Diese Varietät kann in Kombination mit verschiedenen Farben auftreten. Besonders begehrt ist sie allerdings nicht, denn der Satin-Faktor ruft hier, im Gegensatz zu anderen Hamsterarten, keinen herrlichen Glanz hervor, sondern verursacht bei den Campbells ein fettig und eher ungepflegt aussehendes Fell.


Fellfarben bei Chinesischen-Zwerg- oder Streifenhamster

Wildfarben

Chinesischer-Streifenhamster - WildfarbenAuch hier ist die Wildfarbe der ursprüngliche Farbenschlag; - Braungraues Fell mit schwarzen Haarspitzen (Schattierung) und einem dunkelbraunem Aalstrich. Der Bauch ist fahlweiß mit einer dunkleren Unterfarbe.

Gescheckt

Chinesischer-Streifenhamster - GeschecktDie erste gescheckten Mutationen kamen 1981 in England auf die Welt. Diese Varietät ist durch unregelmäßig über den ganzen Körper verteilte Flecken - bei dem einen Tier mehr, bei anderen weniger - gekennzeichnet. Der Bauch ist leuchtend weiß, ohne eine dunklere Unterfarbe.

Gescheckt vererbt sich zwar dominant, allerdings ist die Kreuzung gescheckter Tiere nicht zu empfehlen, denn es ergeben sich meist nur kleine Würfe. Da viele Jungen noch im Mutterleib absterben und vom Körper resorbiert werden!

Weiß

Die ersten weißen Chinesischen-Zwerghamster kamen aus der Schweiz. Erst ging man davon aus, dass es sich hierbei um eine dominante Mutation handelte. Da aber auch bei zwei gescheckten Tieren ein vollkommen weißes Junges vorkommt, ist es gut möglich, dass zwei verschiedene Typen von weißer Tiere existieren, von denen der eine dominant, der andere rezessiv vererbt wird. Mit Ausnahme des dunklen Aalstrichs und der dunklen Augen sind diese Tiere völlig weiß.

Hinweis: Ein Nachteil ist allerdings die Unfruchtbarkeit der Männchen, daher hat sich diese Varietät auch bisher noch nicht durchgesetzt. Grundsätzlich sollte daher auch besser auf das Züchten dieser Farbvarianten verzichten werden!