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Informationen zu Farb- und Fellvarietäten bei Hamstern

Die ganze Vielfalt von Mutter Natur

Aufgrund der noch nicht vorhandenen Rassestandards für Hamster in Deutschland, ist es natürlich recht schwierig alle Farb- und Fellvarietäten zu bekommen. Aber selbst bei uns werden die Tiere immer häufiger nach ihren Farben und dem Fell eingeordnet bzw. unterschieden. Da es durchaus einige Kreuzungen gibt, bei denen die Nachkommen durch genetische Kombinationen zu Schaden kommen können, ist eine gewisse Zuchtkontrolle auch nicht unbedingt verkehrt (siehe auch: Qualzuchten und die Folgen).

Um aber überhaupt Mal einen Überblick über die existierenden Varietäten zu bekommen, haben wir hier eine Vielzahl an bekannten Farb- und Fellvarianten sowohl der Syrischen-Goldhamster, als auch der Zwerghamsterarten aufgeführt. Die hier genannten Farben sind allerdings auch nur die, die mittlerweile schon häufiger vorkommen und somit als gefestigt gelten. Es werden natürlich noch wesentliche mehr Farbvarianten existieren. Denn durch Mutationen, Kreuzungen zwischen Goldhamstern mit verschiedenen Fellfarben und durch Zuchtwahl kommen ja immer wieder neue Farben und Zeichnungen hinzu.

Prämierter Hamster
In Ländern in denen Rassestandards gelten, werden auch Hamster ausgezeichnet.

Es wird zwar auch bei uns wahrscheinlich annähernd jede Varietät vertreten sein, aber wie gesagt, bedenken Sie, dass Sie in Deutschland wohl kaum einen Zoofachmarkt finden, der über die gesamte Palette verfügt. Selbst von professionellen Züchtern werden meist nur einige ausgewählte Typen angeboten.

Farb- und Fellwechsel bei Hamstern

Fell und Farbe eines Hamsters ändern sich mehrmals im Laufe seines Lebens, das ist ein ganz natürlicher Vorgang. In der Regel hängen solche Veränderungen mit dem Wechsel der Jahreszeiten zusammen, denn Hamster haben wie viele Tiere ein Sommer- und ein Winterfell, bei den meisten bleibt hierbei allerdings die Fellfarbe erhalten, einzig die Felldichte und -länge variiert dann etwas. Aber gerade bei Dsungarischen-Zwerghamstern kann man selbst bei der Heimtierhaltung immer wieder auch mal den Farbwechsel miterleben, wenn auch nicht ganz so extrem wie in freier Natur. Dort werden sie in den Wintermonaten beinahe ganz weiß, in den heimischen Wohnstuben wird die eigentliche Farbe ein wenig heller, für mehr liegt in den meisten Wohnungen einfach zu wenig Schnee und auch die Temperaturen sollten ja nicht unter 18° fallen. Die Veränderungen in der Felldichte bleibt dem menschlichen Auge oftmals verborgen, egal bei welchem Hamster. Einzig die langhaarigen Arten wirken im Winter teilweise erheblich "flauschiger". Aber wenn man genau hinsieht, kann man in den ersten Frühlingswochen, die Reste des Winterfells an den Innenwänden des Häuschens entdecken.

Dsungarischer-Zwerghamster mit Winterfell
Ein Dsungare in der Heimtierhaltung im Sommer- und Winterfell.

Neben diesen jahreszeitlich bedingten Farb- bzw. Fellwechseln, treten aber auch altersbedingte Veränderungen auf. D. h. vor allem vom Jungtier zum ausgewachsenen Hamster muss sich die eigentliche Fellfarbe erst mal entwickeln und so kommt es oftmals vor, dass ein 3 Monate altes Tier, völlig anders aussieht, als kurz nach der Geburt. Das hängt damit zusammen, dass sich in den ersten Tagen und Wochen erst mal nur die spätere Unterwolle bildet, das eigentlich Fell (Deckhaar) wächst dann später nach. Da Unterwolle und Deckhaar nicht zwangsläufig die selben Farben haben müssen, sind hier Veränderungen im Erscheinungsbild vorprogrammiert. Außerdem können auch bestimmte genetische Einflüsse erst nach einem gewissen Zeitraum sichtbar werden und so nachträglich auch wieder für einen Farbwechsel sorgen. Das ist ähnlich wie bei uns Menschen auch, blonde Kinder können mit fortschreitendem Alter auf einmal schwarze Haare bekommen. Tja und wie bei uns, verblassen auch beim Hamster im Alter die Farbpigmente der Haare und sie fallen schließlich aus. Das führt mitunter auch noch mal zu erstaunlichen Veränderungen. Klar, durch das Verblassen der Farbpigmente, wird das Fell grundsätzlich mal etwas heller/grauer, aber dadurch, dass mit der Zeit das Deckhaar auch lichter wird, kommt die Unterwolle wieder zum Vorschein und so kann dann im Alter aus einem Hellen, plötzlich auch wieder ein dunklerer Hamster werden, zumindest solange, bis dann auch die Unterwolle nach und nach verschwindet.

Natürlich sind solche Veränderungen von Farbe und Fell nicht bei jedem Hamster gleichmäßig stark oder häufig und in der Heimtierhaltung, aufgrund der veränderten natürlichen Bedingungen, oftmals auch nicht so extrem, wie das teilweise in freier Natur der Fall ist. So kommt es vor, dass man bei einigen Tieren eigentlich nichts davon mitbekommt und bei anderen Exemplaren doch erhebliche Unterschiede erkennen kann. In beiden Fällen kein Grund zur Besorgnis, Hamster sind, wie jedes andere Lebewesen auch, ziemlich individuelle Typen und innerhalb der natürlichen Grenzen einer Art, völlig unterschiedlich in ihrer Entwicklung.