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Übersicht - Grundsätzliches - Der Hamster wird alt
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Wenn der Hamster in die Jahre kommt ...
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Leider haben Hamster eine nicht sehr hohe Lebenserwartung,
Mittelhamster erreichen im Durchschnitt ein Alter von ca. 2 bis 3 Jahren,
Zwerghamster hingegen meist nur 1,5 bis 2 Jahre. somit beginnen sie auch früher zu altern als andere
Haustier. Dies bedeutet, dass der Alterungsprozess bereits mit 1 bzw. 1,5 Jahren beginnt (je nach
Art und Tier) und so ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass man in freier Wildbahn kaum ältere Tiere
antrifft, denn mit nachlassender Behändigkeit und Aufmerksamkeit gegenüber der Umwelt werden sie leicht
zur Beute eines Greifvogels oder eines anderen Fressfeindes. So genießt ein Hamster in der Heimtierhaltung
doch schon einige Vorteile. Für sein leibliches Wohl und für seine Ansprüche als Ruheständler ist bis
zuletzt gesorgt.
Alterserscheinungen beim Hamster
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| Krummer Rücken, struppiges Fell - typische Altererscheinungen beim Hamster |
Die ersten Alterserscheinungen erkennt man daran, dass das Fell lichter, struppiger und matter wird, weil dem
Hamster zur ausgiebigen
Fellpflege jetzt offensichtlich die nötige Kraft fehlt. Die Bewegungen werden zunehmend tapsig und
unsicher. Der Bauch wirkt aufgezogen und das Rückrad krümmt sich,
gerade bei den kleinen Zwerghamstern ist dies meist sehr ausgeprägt. Der rundlicher
Kopf nimmt eine eher spitze Form an. Außerdem schläft der kleine Nager jetzt mehr, kommt abends später
aus seinem
Häuschen und ist auch nicht mehr so lebhaft wie in seiner Jugend. Dinge wie das Laufen in seinem
Rad machen ihm nicht mehr so viel Freude. Die Futteraufnahme wird geringer und das Anlegen von Vorräte
entfällt oft völlig. Dafür kann man sehr häufig beobachten, dass die Tiere im Alter wesentlich mehr
trinken, als noch in ihrer Jugend. Das liegt daran, dass Nieren und Blase nun nicht mehr so perfekt
funktionieren und gerade die kleinen
Campbell-Zwerghamster neigen außerdem verstärkt zu einer Altersdiabetes. Meist verlieren die
Tiere auch an Gewicht und werden sichtlich dünner, das kann mitunter soweit gehen, dass der
Hamster mehr oder weniger fast nur noch aus Haut und Knochen besteht.
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| Im Extremfall verliert ein alter Hamster beinahe das ganze Fell |
Hinzu kommt, dass das Hamsterfell im Alter nicht mehr so dicht ist und
oft auch einige Stellen (vor allem am Hinterteil) ziemlich kahl werden kann, so wirkt
das Tier dann noch mal ein wenig dünner. Bei alternden
Mittelhamstern kann man dann auch ab und zu dunkle Pigmentflecke auf der Haut erkennen,
diese sollten im Auge behalten und bei starker Veränderung muss ein kompetenter Tierarzt zu Rate
gezogen werden. Natürlich sind die Tiere im Alter auch krankheitsanfälliger und so kommt es vermehrt zu
Infektionen, Geschwüren und/oder Tumoren. Auch die
Augen sind jetzt anfälliger und es kommt nicht selten vor, dass diese einen grauen Schleier bekommen,
das beeinträchtigt den Hamster aber nicht. Allerdings sollte darauf geachtet werden, dass das Auge nicht
anfängt auszutrocknen, denn dann müsste es ggf. operativ entfernt werden. Hier sollte dann schon mit
speziellen Augentropfen vorgebeugt werden. Was Geschwüre und/oder Tumoren angeht, haben gerade die kleinen
und zierlichen
Zwerghamster im Alter häufig Probleme damit, manchmal können sie noch operativ entfernt oder durch
diverse Medikamente behandelt werden, oft aber kann man gar nichts tun, was aber nicht zwangsläufig eine
Einschläferung bedeuten muss. Denn solange der Hamster keine Schmerzen hat, weiterhin frisst, trinkt und
für sein Alter entsprechend aktiv ist, braucht man ihn auch noch nicht zu "erlösen". In den meisten Fällen
sterben auch diese Tiere an einem völlig normalen Alterstod, das Herz bleibt dann einfach stehen. Das
bedeutet natürlich nicht, dass man bei Anzeichen auf eine
Krankheit mit einem älteren Tier nicht mehr zum Tierarzt gehen muss, denn zum einen sollte schließlich
immer gewährleistet sein, dass sich der Hamster nicht quält und außerdem ist schnelle und kompetente Hilfe
ebenso wichtig wie bei einem jüngeren Artgenossen. Denn egal ob jung oder alt, Hamster haben grundsätzlich
nicht viel Abwehrkräfte und ein, im Vergleich zu größeren Tieren, recht schwaches Immunsystem daher
brauchen sie immer schnelle Hilfe, wenn sie mit einer Krankheit zu kämpfen haben.
Wie soll man mit einem alten Hamster umgehen?
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| Auch im Alter nutzen Hamter noch ein Laufrad |
Im Prinzip genauso wie immer, denn die Bedürfnisse ändern sich im Alter keineswegs. Allerdings kann es
sein, dass die kleinen Nager mit fortschreitendem Alter nicht mehr ganz so agil und aktiv sind. Die ehemals
heißgeliebten Kletterpartien innnerhalb der
Behausung werden seltener, darauf sollte auch bei der Inneneinrichtung Rücksicht genommen werden. Zuviele Ebenen
und vor allem auch zu steile Treppen oder Rampen, können im Alter dem ein oder anderen Hamster Probleme
bereiten.
Napf und
Trinkflasche sollten immer gut erreichbar für den kleinen Nager platziert werden. Auf regelmäßigen
Auslauf sind viele ältere Hamster auch nicht mehr unbedingt so scharf. Wenn man also merkt, dem Kleinen ist
es zu viel bzw. es macht ihm keinen Spaß mehr, sollte man den Auslauf entweder verkürzen oder sich nur noch
darauf beschränken, den Hamster ab und zu aus seiner Behausung zu holen und auf sich selbst herumkrabbeln zu
lassen und einige Streicheleinheiten verteilen. Natürlich nur, wenn das Tier für solche Zuwendungen auch in
jungen Tagen schon empfänglich war. Wobei man sagen muss, dass manchmal sogar eigentlich als scheu geltende
Hamster im Alter ein wenig zutraulicher werden. Aber im Grunde genommen gilt hier natürlich wie immer, der
Hamster bestimmt den Rhythmus und Ablauf, und sollte unter keinen Umständen zu irgendetwas gezwungen
werden. Was sich aber im Bezug auf ältere Hamster ein wenig vom
grundsätzlichen Umgang unterscheidet, ist der Verwöhnfaktor. Hier kann jetzt doch schon mal das ein
oder andere Auge zugedrückt werden, z. B. was das
Futter angeht, sprich dem kleinen Nager können auch ruhig mal ein paar Sonnenblumenkerne, Mehlwürmer
oder andere Leckereien mehr gegeben werden. Das gilt vor allem dann, wenn der Hamster anfängt abzumagern.
Über das Zuviel an Fett und Eiweiß braucht man sich jetzt keine Gedanken mehr zu machen, denn es ist eher
unwahrscheinlich, dass der Hamster noch an Gicht erkrankt oder verfettet.
Der Hamster ist tot, jetzt heißt es Abschied nehmen
Alte Hamster sterben meistens völlig unspektakulär und unbemerkt an Altersschwäche. Eines Tages findet man den kleinen
Körper leblos in seinem Schlafnest oder eingerollt in einer Ecke der
Behausung. Das Herz hört einfach auf zu schlagen und der Hamster erlebt einen schmerzlosen Tod.
Allerdings muss dies nicht unbedingt immer während des Schlafens passieren, es kann auch mitten während
der Futteraufnahme oder beim Herumturnen in der Behausung passieren. Der Hamster selbst merkt es vorher
nicht, er fällt einfach nur um und steht nicht mehr auf. Nun heißt es Abschied nehmen, dies fällt vor
allem Kinder oft schwer. Eltern müssen hier viel Feingefühl aufbringen und dem Kind helfen, den Schmerz zu
verarbeiten. Völlig falsch ist es, ein neues Tier als Ersatz zu versprechen. Dies wird weder dem Empfinden
des Kindes gerecht noch der Persönlichkeit des Tieres, es wird damit zu einem beliebig austauschbaren
Objekt degradiert und dem Kind eine sehr bedenkliche Wertvorstellung von einem Mitgeschöpf vermittelt.
Viel hilfreicher ist es auf die Realität der Kurzlebigkeit von Hamstern einzugehen und das Sterben aus
biologischer Sicht zu erklären. Außerdem bietet es sich an, eine Beerdigung des kleinen Leichnams an einer
geeigneten Stelle im Garten vorzunehmen. Dies ist vom
Gesetz her erlaubt und lässt sich leichter mit dem Empfinden vereinbaren als die übrigen Möglichkeiten
des so genannten "Entsorgens". Außerdem kann die Grabstelle wie bei verstorbenen Familienmitgliedern
besucht und gepflegt werden, so dass die Verbindung mit dem Tier noch eine Zeitlang bestehen bleibt. Das
Grab lässt sich beispielsweise mit einem kleinen Busch, einer Blumenstaude oder einem kleinen Grabstein
markieren.
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Gerade Zwerghamster neigen im Alter zu Tumoren, dies muss dann aber nicht unbedingt einen
schnellen Tod nach sich ziehen, meist sterben auch diese Tiere einen normalen Alterstod.
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