Bei einem "normalen" Hamsterkäfig, ist auf jeden Fall darauf zu achten, dass die Gitterstäbe
eng und auch quer verdrahtet sind, damit der Hamster daran herumklettern kann. Daher ist gerade
für die
Gold- bzw. Mittelhamster ein Gitterkäfig zu empfehlen, da diese Arten, im Gegensatz zu
den kleineren
Zwerghamstern, einen wesentlich stärkeren Drang zum ausgiebigen Klettern entwickeln.
|  |
 |
|
| Ein herkömmlicher Gitterkäfig für Hamster |
Eine Ausnahme unter den Zwergen sind die
Chinesischen-Streifenhamster. Auch diese sind begeisterte Kletterkünstler. Achten Sie aber auf einen
max. Gitterabstand von ca. 8-10 mm bei den Verstrebungen (bei Zwerghamstern höchstens 5-6 mm),
damit sich auch kleinere Tiere nicht den Kopf einklemmen können und vor allem auch, damit die kleinen
Nager nicht ausbüchsen können. Gerade wenn sich
Nachwuchs eingestellt hat, ist es daher besser die Mutter mit den Jungtieren in einem Aquarium
unterzubringen. Außerdem ist es ratsam eine dunkle Gitterfarbe zu wählen, da bei diesen Stäben das
Licht nicht so sehr reflektiert wird, wie z. B. bei silbernen oder vergoldeten. Dadurch ist der Blick ins
Innere wesentlich einfacher und man kann den Hamster viel besser beobachten. Achten Sie aber bitte immer
darauf, dass das Gitter weder lackiert, noch beschichtet ist. Da Hamster ja nun mal Nagetiere sind,
lässt es sich nicht vermeiden, dass sie teilweise eben auch den Gitterstäben nagen. Dann können derartige
Lacke o. ä. schnell zur
Gefahr werden. Daneben ist es auch sehr sinnvoll einen von vorne oder oben zu
öffnenden Käfig auszusuchen, da die
Reinigung dadurch erheblich vereinfacht wird und man den Hamster besser herausheben kann. Achten sie
beim Reingreifen aber immer darauf, dass der Hamster Ihre Hand nicht direkt von oben kommen sieht, da es
dann zu panikartigen Reaktionen kommen kann - die meisten Fressfeinde kommen eben auch von oben.
Allerdings muss der Deckel gut schließen, denn die kleinen Klettermaxe versuchen, überall
auszubüchsen und wo erst mal der Kopf durchpasst, da geht auch der Rest durch (ähnlich wie bei
Katzen).
Ganz wichtig ist, dass weder der Käfigboden, noch evtl. vorhandene Zusatzebenen, aus einem
Gittergeflecht bestehen. Eine derartige Konstruktion für Hamster ist absolute Tierquälerei, da
sich die kleinen Nager darin sehr leicht verfangen und
verletzen können. Denn Hamster finden auf einem Gitter keinen richtigen Halt, da ihre
Zehen nicht dazu in der Lage sind, etwas richtig zu umgreifen, wie z. B. ein Vogel. Das führt zu
einer ständigen Unsicherheit und Stressbelastung für das Tier, die Folge sind schwere
Verhaltensstörungen (z. B.
Kannibalismus oder Selbstverstümmlung). Des weiteren sollte sich auch der
untere Plastikteil - er kann ruhig eine Höhe von 10-15 cm haben (bei
aufgerichteter Körperhaltung sollte der Hamster aber über den Rand schauen können), da beim
Herumwühlen doch das ein oder andere
Einstreuteilchen aufgewirbelt wird - abnehmen lassen (bei der
Reinigung von Vorteil).
Es gibt natürlich in fast jedem Zoofachgeschäft auch zwei- oder mehretagige Käfige, in denen die
Tiere dann auf mehreren Ebenen ihrem Treiben nachgehen können. Dies vergrößert zwar die
Grundfläche, allerdings ist hierbei auch immer darauf zu achten, dass es sich tatsächlich um
einen Hamsterkäfig handelt, denn sowohl Meerschweinchen- oder Hasenkäfige (zu breite
Querverdrahtung), als auch Vogelkäfige (meist viel zu kleine Öffnungen und Gitterboden)
sind nicht für die Heimhaltung eines Hamsters geeignet. Da aber auch die, mit Plastikebenen
ausgestatteten, Hamsterkäfige meist wesentlich teurer sind, als ein einfacher, bietet es sich
auf jeden Fall an, einen solchen durch eine oder mehrere Holzplatten (diese können recht
einfach am Gitter fest geklemmt werden), zu einem mehretagigen umzugestalten.
Was natürlich immer bei der Anschaffung eines Gitterkäfigs beachtet werden muss, ist die
Tatsache, dass Hamster sind Nagetiere und von daher ist es völlig normal, dass sie an
sämtlichen Dingen nagen, das können auch die Gitterstäbe der
Behausung sein. Solange der Hamster eine geräumige Behausung hat, im Falle eines
Mittelhamsters, genügend
Auslauf bekommt und auch noch andere Möglichkeiten zum Nagen hat, wie Hundekekse,
Nagestangen oder Obstbaumäste, besteht auch kein Grund zur Sorge. Manche Nager sind
allerdings sehr hartnäckig und obwohl artgerecht gehalten, lassen sie sich nicht vom
ständigen Gitternagen abbringen, teilweise hat es hierbei auch schon die ein oder
andere blutige
Nase gegeben, hier muss dann natürlich eingeschritten werden und evtl. kann man die
Gitterstäbe mit Pappröhren verkleiden (z. B. von Klopapier oder Küchenrolle).
Hilft auch dies nicht, bleibt an sich nur noch den Gitterkäfig durch eine Glasbehausung
zu ersetzten. Aber wie gesagt, solche Extremfälle sind eher selten und in den meisten
Fällen liegt verstärktes Gitternagen, an falschen Haltungsbedingungen (zu kleine
Behausung, keine natürlichen Nagemöglichkeiten o. ä.).
Neben der Variante eines herkömmlichen Käfigs, bietet sich bei Hamstern auch die Möglichkeit
sie in einem Aquarium oder auch in einem Glasterrarium unterzubringen.
|  |
 |
|
| Glasbehausungen sind gerade für Zwerghamster gut geeignet |
Diese Behausungen gibt
es auch in fast jedem Zoofachgeschäft zu kaufen, zum einen mit Schiebetüren an der Frontseite
(dient zur besseren
Reinigung) und Gitterabdeckung oben, dies sind die sogenannten
Cricetinarien oder nur mit einer solchen Gitter- bzw. Plastikabdeckung oben. Eine günstigere
Alternative wäre ein einfaches Aquarium mit einer, selbst gebauten, engmaschigen, Abdeckung. Es
ist allerdings sehr wichtig in einem Hamsterheim aus Glas daran zu denken, den Hamstern genug
anderweitiges
Kletterspielzeug bzw. andere diverse Spiel- und Wühlmöglichkeiten bereitzustellen,
da die kleinen Nager hier natürlich nicht unbedingt die Möglichkeiten zum Klettern haben, wie
in einem Gitterkäfig. Aber gerade für die kleinen
Zwerghamster ist ein Cricetinarium meist die bessere Alternative, zumal diese von Natur aus auch eher
am Wühlen und Graben Interesse haben als am Klettern. Trotzdem muss natürlich auch bei den kleinen,
flinken Zwergen an jede Menge Spiel- und Erkundungsmöglichkeiten gedacht werden und am besten sollte auch
hier, mit ein bzw. zwei zusätzlichen Ebenen, die Grundfläche vergrößert werden. Ganz wichtig ist, dass
diese Zusatzebenen, nicht aus einem Gittergeflecht bestehen. Eine derartige Konstruktion für Hamster ist absolute Tierquälerei, da
sich die kleinen Nager darin sehr leicht verfangen und
verletzen können. Denn Hamster finden auf einem Gitter keinen richtigen Halt, da ihre
Zehen nicht dazu in der Lage sind, etwas richtig zu umgreifen, wie z. B. ein Vogel. Das führt zu
einer ständigen Unsicherheit und Stressbelastung für das Tier, die Folge sind schwere
Verhaltensstörungen (z. B.
Kannibalismus oder Selbstverstümmlung). Außerdem ist bei einem Terrarium bzw.
Aquarium oder Cricetinarium darauf zu achten, dass eine solche Behausung etwas größer sein muss und
vor allem weder die Höhe, noch die Breite, die Länge überschreiten sollte, damit eine gute
Luftzirkulation gewährleistet ist (z. B. 100x40x40). Auch ist es meist ganz sinnvoll,
das überstehende Silikon im inneren des Aquariums (sofern vorhanden) mit einem scharfen
Messer (Teppichbodenmesser) zu entfernen, damit der Hamster es nicht abnagen kann. Obwohl es
mittlerweile schon tiergerechtes, ungiftiges Silikon gibt, sollte man hier auf Nummer sicher gehen,
denn bis vor einigen Jahren wurden Aquarien bzw. Terrarien noch mit Fensterkitt verklebt, dieser
enthält Blei und das kann für den Hamster gefährlich werden.
Die größten Vorteile einer Glasbehausung im Gegensatz zu einem Gitterkäfig sind wohl zum einen
der Schutz vor Lärm und Zugluft und zum anderen bleibt die
Einstreu und auch das
Futter immer innerhalb des Hamsterreiches. Zu bedenken ist natürlich, dass Glas zerbrechlicher,
schwerer und unhandlicher ist, als ein Gitterkäfig, somit kommt bei der
Reinigung ein gewisser Mehraufwand auf Sie zu und auch die Scheiben sollten regelmäßig geputzt werden.
|