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Bei der sogenannten "passiven Zähmung" wird weitestgehend auf die lockenden
Futtergaben verzichtet, daher muss natürlich auch immer noch mehr Geduld
aufgebracht werden, als bei der Zähmung mit der Gabe von Futter, denn Hamster sind nun
mal Einzelgänger und dementsprechend lange dauert es auch, bis die kleinen Nager
freiwillig den Kontakt zum Menschen suchen.
Grundsätzlich unterscheidet sich diese Art der Annäherung allerdings nicht von der vorher
Beschriebenen. Auch bei der passiven Zähmung muss man dem neuen Hausgenossen erst mal
eine ganze Zeit in Ruhe lassen, damit er sich nach dem Einzug an die neue Umgebung und
das neue Zuhause gewöhnen kann. Sobald der Hamster dann "aufgetaut" ist, sich heimisch
fühlt und auch die Stimme der Pflegeperson einordnen kann, beginnt man damit, seine
Hand, ganz vorsichtig, einfach mit dem Handrücken nach unten, in die
Behausung zu legen und wartet ab, bis sich der Hamster von ganz alleine dafür
interessiert. Natürlich sollte dies zu den Aktivitätszeiten des Tieres passieren, also
in der Regel abends bzw. mit Einbruch der Dunkelheit. Um beim Rendezvous "sympathisch zu duften" bietet es sich an ein wenig von
der
Einstreu zwischen den Händen zu zerreiben. Er wird nach einiger Zeit, wenn er gemerkt hat, dass keinerlei
Bedrohung von der Hand ausgeht, anfangen, sie zu untersuchen. D. h. der Hamster wird
versuchen, unter ihr her zu kriechen, an ihr herumschnuppern und vielleicht nagt er auch
mal ein Wenig (keine Angst, es gibt Schlimmeres). Dabei sollten weder schreckhafte
Bewegungen, noch laute Äußerungen gemacht werden. Die Finger kann man nach einiger Zeit sachte
bewegen. Wenn der Hamster dann keine Furcht mehr zeigt und auf die Hand klettert, kann man sie
leicht anheben und ihn etwas später auch greifen und aus der Behausung holen.
Der Vorteil bei dieser Methode ist klar, bei der Zähmung mit Futter, sieht der Hamster eine
Notwendigkeit in einer Beziehung zu seinem Menschen erst Mal nur aus "materiellen Dingen". Bei
dieser zweiten Art der Zähmung wird der Hamster die Beziehung als eine Art zweckfremde Kumpanei
anerkennen.
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