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| Hamster im Trockenfutter-Paradies |
Das Trockenfutter ist Hauptbestandteil einer gesunden und ausgewogenen
Hamsternahrung, pro Woche nimmt ein ausgewachsener
Mittelhamster davon ca. 120 gr. zu sich, das entspricht in etwa einem gehäuften Esslöffel
täglich.
Zwerghamster kommen mit ungefähr der Hälfte hin. Natürlich werden in fast allen
Zoofachgeschäften auch diverse Körnermischungen angeboten. Allerdings ist hierbei darauf
zu achten, dass die meisten dieser Mischungen für Zwerghamster nicht geeignet sind, da sie für die
kleinen Nager zu grobkörnig sind. Hier eignen sich eher feinere Sämereien, z. B. Wellensittichfutter
oder Kolbenhirse. Außerdem ist bei fast allen angebotenen Fertigmischungen darauf zu achten, dass nicht zu viele
fetthaltige Bestandteile darin enthalten sind (sämtliche Nüsse, Sonnenblumenkerne,
usw.), ggf. sollten diese herausgesucht und in kleineren Mengen angeboten werden, darauf
verzichten sollte man natürlich nicht, denn sowohl Nüsse, als auch Sonnenblumenkerne enthalten viel
Vitamin E und andere wichtige Nährstoffe. Zu viele solcher fetthaltigen Nahrungsbestandteile führen
aber recht schnell zu
Verfettung, die Folge sind Leberschäden, Diabetes und eine kürzere Lebenserwartung. Die
grundsätzlich bessere Lösung, im Vergleich zu einer Fertigmischung (nicht nur für die kleinen
Nager, oft auch günstiger) und meist auch die gesündere ist es, wenn die Mischung des
Trockenfutters individuell zusammengestellt wird. Man kann in guten Futterfachhandlungen verschiedene
Bestandteile selbst abpacken und abwiegen. So kann man diese dann auch täglich wechseln, damit
der Hamster nicht nur wenige bevorzugte Dinge frisst und es zu keinen Mangelerscheinungen kommt.
Beim Kauf von abgepackten Futtermischungen ist es ratsam, immer auf das Verfallsdatum achten, fehlt es
oder ist nicht richtig zu lesen, ist Vorsicht geboten. Zur Sicherheit sollte das Verkaufspersonal
befragt und vor allem das Futter nach Aussehen und Geruch überprüft werden. Es darf weder schmutzig
oder staubig sein, noch darf es muffig oder ranzig riechen. Hersteller mit Qualitätsbewusstsein geben
neben dem Verfallsdatum auch eine Gehaltsanalyse und Dosierungsrichtlinie auf der Packung mit an.
Folgende Inhaltsstoffe sollten idealerweise zu finden sein: 60-65% Kohlenhydrate (= Zuckerbausteine), 16-24% Rohprotein (= Eiweißkörper),
3-10% Rohfett (= Fett und fettähnliche Substanzen), 8% Rohasche (= Mineralstoffe und
sonstige anorganische Substanzen) sowie Rohfaser (= Zellulose und zelluloseähnliche
Substanzen) und Rohwasser (= Feuchtigkeitsgehalt). Unter dem Begriff EWG Zusatzstoffe
versteht man im Übrigen ungefährliche Farbzusätze.
Ganz wichtig für den Hamster ist auch eine regelmäßige Gabe von Heu/Stroh, denn neben dem
Nestbau, dient dies hauptsächlich der Rohfaserversorgung. Viele Fertigmischungen enthalten hierfür
grüne Pellets (gepresstes Heu), die werden allerdings von kaum einem Hamster gefressen und
selbst wenn, ist eine ausreichende Rohfaserversorgung, allein dadurch, nicht gewährleistet, dies gilt
im Übrigen auch für sogenannte Nager- oder Heuglocken. Ein Rohfasermangel erkennt man z. B. daran,
dass der Hamster seine
Einstreu frisst, das führt dann auf Dauer zu einer schweren Vergiftung und
mitunter zum Tode des Tieres. Neben einfachem Heu und Stroh, können zusätzlich auch noch getrockneter
grünen Hafer, Weizen, Löwenzahn, Pfefferminz oder andere getrocknete Wiesenkräuter für die
Rohfaserversorgung angeboten werden.
Hier nun eine Liste der möglichen Bestandteile im Trockenfutter:
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Wellensittichfutter und Kolbenhirse( sehr beliebt bei Zwerghamstern) |
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Sonnenblumenkerne (nie mehr als 3-4 pro Tag, sehr fetthaltig) |
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geschälte Erdnüsse (nie mehr als 1-2 pro Tag, sehr fetthaltig) |
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Gerste, Weizen, Buchweizen, Hirse |
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Reis |
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Mais(ganz oder als Bruchmais) |
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Corn-Flakes (nicht gezuckert) |
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Haselnüsse(1x pro Woche, sehr fetthaltig) |
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Hundeflocken (auf Fettgehalt achten) |
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Johannisbrot (ab und zu) |
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Rosinen (ungeschwefelt) |
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Wallnüsse(nicht zu oft, sehr fetthaltig) |
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Kürbiskerne (ohne Salz) |
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*) Knäckebrot, trockene Brotkrusten oder Zwieback sollten nur in sehr kleinen Mengen angeboten
werden, da das Verdauungssystem der Hamster nämlich nicht sehr gut mit Konservierungsstoffen
(sind in fast jeden Lebensmittel vorhanden), Zucker und Hefe zurecht kommt. Daher sollten
solche Dinge wenn dann nur ab und zu als zusätzliche Nagemöglichkeit zur Verfügung gestellt
werden.
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