|
Daher bedarf es einer gewissen Pflege, damit sich der kleine Freund richtig wohlfühlen kann.
Wie alle anderen Tierarten auch nimmt der Hamster die Pflege an sich selbst natürlich in erster
Linie selber vor. Doch sowohl bei der
Reinhaltung ihrer Behausung als auch bei einigen Pflegetätigkeiten an ihrer Person
sollte und muss den Hamstern geholfen werden, denn bei Vernachlässigung der Pflege
können die kleinen Nager leicht
krank werden oder sogar sterben. Wobei sich die Hilfestellung hier auf die
Fellpflege beschränkt. Die
Zahn- und Krallenpflege erledigt sich bei der richtiger Haltung und
Ernährung von selber.
Wie schon erwähnt, sind Hamster von Natur aus sehr reinliche Tiere und nehmen die Fellpflege
daher - ähnlich einer Katze - mehrere Male am Tag an sich selbst vor. Mit der Zunge belecken sich die
Tiere ausgiebig das
Fell und putzen sich zusätzlich mit den
Vorderpfötchen. Besonders nach dem Schlafen, dem Entleeren der
Backentaschen und nach den Mahlzeiten wird das Fell einer gründlichen Reinigung unterzogen und
auf Hochglanz gebracht. Deshalb ist es, außer bei den langhaarigen Arten,
nicht von Nöten dabei nachzuhelfen. Es ist sogar sehr
gefährlich, wenn ein Hamster z. B. gebadet oder sein Fell nass abgewaschen wird. Dies
kann sehr leicht eine Erkältung oder eine Lungenentzündung zur Folge haben - und das
wäre für die meisten Tiere das Todesurteil. Auch der ganze Stress, den das Tier durch
diese Tortur mitmachen muss, hat sehr negative Auswirkungen und bedeutet eine verkürzte
Lebenserwartung. Shampoo oder Seife sind zusätzlich eine Quälerei für den kleinen Nager, denn die nehmen dem Fell
seine Fettschicht und reizen unnötig die Haut des Tieres. Wenn dann noch Schaum in die
Augen kommt, ist es ganz vorbei, denn
Hamsteraugen sind sehr empfindlich. Um dem Fell etwas mehr Glanz zu verleihen, kann
man dem Tier etwas Zierfischfutter zur
Nahrung beimengen.
Teddy- oder
Angora-Hamstern sollte man ab und zu eine Fellreinigung mit einer Zahnbürste,
Babybürste oder einem groben Kamm zukommen lassen, ansonsten kann das Fell dieser langhaarigen
Hamsterarten verfilzen oder verknoten. Sollte es doch einmal zu solch einer Verfilzung oder einem
Knoten kommen, muss diese Stelle vorsichtig mit einer stumpfen Schere (Babyschere) entfernt
werden. Daher bietet es sich an, langhaarige Hamster auf HUGRO-Naturstreu oder Maisgranulat/-streu
zu halten, denn diese bleiben in der Regel kaum oder gar nicht im Fell der Tiere hängen. Auch das
Frisch- bzw. Saftfutter sollte in einem separaten Schälchen nicht direkt auf die
Einstreu gestellt, sondern sicher auf einem
Häuschen zu platziert werden, so verkleben sich die Tiere das Fell nicht unnötig bei ihren
Streifzügen durch die
Behausung.
Auch ein Sandbad kann dem Hamster die Pflege des Fells erleichtern und die überflüssigen Öle
herausziehen. Man gibt zusätzlich in eine Ecke der Behausung etwas feinen Vogel- oder Chinchillasand,
in dem sich der Hamster wälzen kann. Man kann auch einen größeren Tonuntersetzer o. ä. nehmen, das
erleichtert die Reinigung. Gerade die kleinen
Zwerghamster lieben es sich zu sandeln. Manchmal werden solche Sandbäder zusätzlich
auch als Klo genutzt, dies ist aber im Allgemeinen bei regelmäßiger Reinigung kein
Problem, außerdem dienen sie auch noch der
Krallenpflege.
Hat das Tier trotz guter Pflege ein mattes oder gar feucht, verklebt wirkendes Fell, kann das an
verschiedenen
Mangelerscheinungen liegen -
Ernährung beachten!
|