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| Genug harte Nahrungsbestandteile erledigen die Zahn- und Krallenpflege |
Die Zahnpflege ist - ebenso wie bei uns Menschen - auch bei Hamstern von großer Bedeutung. Aus
diesem Grund sollten den Tieren natürlich weder menschliche Süßigkeiten, noch irgendwelche
Tischabfälle, angeboten werden. Aber auch mit zuckerhaltigen Nagerdrops und anderen Leckereien
sollte man nicht ganz so großzügig sein, wie beim Menschen auch, ist zuviel Süß nicht sehr gesund für
die Zähne.
Aufgrund ihrer offenen Wurzelkanäle wachsen die
Schneidezähne bei Hamstern ständig nach. Daher muss hier auch immer darauf geachtet werden, dass sich diese
abnutzen können und man sollte bei der
Ernährung verstärkt auf verschiedene harte Nahrungsbestandteile achten. Hier bieten sich, neben
den Nagerstangen und anderen typischen Hamstersnacks, teilweise auch Hundekekse oder Trockenfutter
für Katzen an. Diese beliebten Leckereien sind nicht nur gut für die Zähne, in den meisten Fällen
enthalten sie auch noch
tierische Eiweiße. Allerdings ist immer darauf zu achten, dass keine Melasse enthalten ist.
Diese zähflüssige, braunschwarze Masse mit 45-50% Zuckergehalt ist dann nicht mehr ganz so gesund für
die Hamsterzähne.
Aber selbst bei idealer Versorgung, kann es schon mal vorkommen, dass die Zähne
doch etwas zu weit aus dem
Schnäutzchen herausragen, z. B. weil sie nach einem Sturz o. ä. ein wenig schief aus dem Kiefer
kommen und sich nicht mehr richtig abnutzen können. Spätestens wenn das Tier anfängt zu sabbern, wird
es Zeit zu handeln, dann müssen die Zähne unbedingt vom Tierarzt gekürzt werden (nie selbst
machen - unnötige
Verletzungsgefahr), da der Hamster sich sonst
verletzen kann und letztendlich keine Nahrung mehr zu sich nimmt.
Ebenso wie mit den Zähnen verhält es sich beim Hamster auch mit der Pflege seiner Krallen.
Normalerweise nutzen sich diese, durch das Klettern und Wühlen, von alleine ab.
Grundvoraussetzung hierfür ist natürlich die richtige
Einrichtung des Hamsterheims. Äste und das Laubwerk von Fruchtbäumen, Erlen,
Eschen, Buchen, Pappeln, Linden, Birken, Weiden oder Haselnuss sind sehr begehrt bei den
kleinen Nagern und dienen zusätzlich der Zahn- und Krallenpflege (nie Tannen- bzw. Nadelhölzer
nehmen, deren Harze und Öle sind giftig für Hamster!). Achten Sie aber bitte
immer darauf, dass diese Äste dann gut mit heißem Wasser und einer Bürste
abgeschrubbt werden. Auch eine umgedrehte Fliese unter der
Eintreu oder ein Sandbad (einfache Tonschale mit ein feinem Vogel- oder Chinchillasand
füllen) dienen der Krallenpflege und sorgen für regelmäßige Abnutzung. Doch es kann ab und zu
mal vorkommen, dass die Krallen trotz alledem zu lang werden (z. B. durch eine Fehlstellung
der Zehen). Damit das Tier in solchen Fällen nicht an Kleidungsstücken, im Heu/Stroh oder der
Hamsterwatte beispielsweise hängen bleiben kann und sich dabei womöglich den Nagel oder sogar den
ganzen Zeh ausreißt, müssen diese gekürzt werden.
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oben: richtige Schnittfläche unten: falsche Schnittfläche |
Auch die Kürzung der Krallen muss auf alle Fälle von
einem Tierarzt durchgeführt werden (nie ohne Anleitung selbst machen - unnötige
Verletzungsgefahr). Dieser weiß auf jeden Fall, wie weit er schneiden kann, ohne
den kleinen Nager zu verletzen. Hat man einige Male beim Tierarzt zugeschaut, wie es gemacht wird,
kann man ein Kürzung der Krallen evtl. auch selbst durchführen. Helle Krallen lassen sich recht gut
schneiden, da man bei ihnen sieht, wo das lebende Gewebe beginnt. Dunkle Krallen lässt man
vorsichtshalber etwas länger. Ganz wichtig, die Krallen werden nicht gerade geschnitten, sondern so,
dass eine längliche Auftrittsstelle am Boden entsteht, waagerecht zum Pfotenballen.
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