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Übersicht - Grundsätzliches
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Zwei Hamster bleiben selten allein
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Neben der eigentlichen Freude an der Hamsterhaltung erwacht in einem oft auch noch der Wunsch,
einen Zuchtversuch zu unternehmen. Aus solchen Interessen wird dann oft eine Liebhaberzucht,
die durch die Vermehrungsfreudigkeit der Hamster belohnt wird. Jedoch ist hier Vorsicht
geboten, denn ein Hamster kann - rein theoretisch - im Laufe eines Jahres, einige hundert
Nachkommen hervorbringen (rein rechnerisch sogar tausend). Darüber sollte man sich im
Vorfeld im klaren sein. Hamster gehören nun mal zu den fruchtbarsten Säugetieren überhaupt.
Außerdem kommt es nicht selten vor, dass sie mit dem Erwerb eines Hamsterweibchens, nach ein
paar Tagen schon, überraschender Weise, Pfleger einer ganzen Hamsterfamilie werden. Dies liegt
dann einfach an der
Gruppenhaltung in den Zoohandlungen. Sollte ein derartig überraschender
Nachwuchs allerdings nicht erwünscht sein oder es ist gar nicht genug Platz für mehrere Tiere
gegeben, dann kann ein solcher Wurf normalerweise immer, wenn er entwöhnt ist, zurück zum
Händler gebracht werden. Besser ist es natürlich immer, wenn Sie die Jungtiere in
liebevolle Privathände abgeben können. Bei Bedarf können Sie ein Anzeige an
Speedy´s schwarzes Brett anhängen.
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| Hamstermama mit ihren Babys |
Weiterhin sei noch darauf hingewiesen, dass Groß- oder Erwerbszuchten den Rahmen der
allgemeinen Heimtierhaltung sprengen, denn der Aufwand ist dann so gewaltig, dass im Interesse
der Hamster die
Pflege nicht mehr nebenbei betrieben werden kann. Aus dem Grund beschränkt man
sich besser auf eine Liebhaberzucht, die dann bei guten Zuchterfolgen mit mehreren Weibchen,
eventuell das Futtergeld einbringen kann. Jedoch ist bei jeder Zucht als erstes immer an die
Tiere und niemals an das Geld zu denken, denn reich werden kann man damit nicht. Außerdem muss
natürlich immer beachtet werden, dass nach einigen Wochen für jeden Hamster ein eigenes, ausreichend
großes,
Hamsterheim zur Verfügung steht, denn Hamster sind nun mal Einzelgänger. Das können dann bei
einmaligem Nachwuchs einer Mittelhamsterdame schnell mal 10-12 Behausungen werden, darüber sollte man
sich im Klaren sein.
Eine gewerbliche Zucht von Hamstern in Mietwohnungen ist eh nicht gestattet. Außerdem ist in
einem solchen Falle auch eine Erlaubnis nach §11 des Tierschutzgesetzes, zur gewerblichen Zucht
von Wirbeltieren nötig. Diese kann beim zuständigen Kreis- oder Stadtveterinäramt beantragt
werden.
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| Hamstermütter trans- portieren die Babys im Maul |
Bevor man nun mit der Zucht beginnt, muss natürlich auch an die Unterbringung bzw. die Abgabe
der
Jungtiere gedacht werden, man kann ja meist nicht jedes der kleinen, süßen
Hamsterkinder behalten, denn wie schon erwähnt braucht nach einigen Wochen jeder Hamster ein
eigenes, ausreichend großes, Hamsterheim. Es ist daher ratsam sich schon vorher mal im Freundes- und
Bekanntenkreis oder auch in guten Zoofachgeschäften, die häufig an Privatzuchten interessiert
sind, über die Abnahme der Jungtiere zu erkundigen. Auch am
schwarzen Brett der Hamsterseiten haben Sie die Möglichkeit für den
Nachwuchs ein neues Zuhause zu finden. Die Erfahrung zeigt allerdings, dass der stolze Züchter oftmals
mit dem Nachwuchs allein dasteht. Außerdem möchte jeder Hamsterinteressent ein möglichst junges Tier
und mit zunehmendem Alter werden die Absatzschwierigkeiten immer größer, so hat man schnell die ganze
Wohnung voller Hamsterheime.
Erst wenn alle Fragen geklärt und alle Eventualitäten mit einkalkuliert sind, kann mit der
Hamsterzucht begonnen werden. Insgesamt sind anfangs mindestens drei ausreichend große
Behausungen nötig. Eins für das Männchen, eines für das Weibchen und die Babys und ein weiteres, großes
Hamsterheim (mind. 80 cm Fläche, 40 cm Breite und 40 cm Höhe) mit einem Trenngitter muss
zur Verfügung stehen, wenn die Jungtiere dann nach
Geschlechtern getrennt werden müssen.
Ganz wichtig ist darauf zu achten, dass das Hamsterweibchen bei der ersten
Paarung nicht älter als 10-12 Monate ist, denn durch fehlende Dehnung in der
Beckenregion, kommt es sonst häufig zu Problemen bei der
Geburt. Diese sind zwar nicht unbedingt tödlich, weil die Hamstermama die Babys im
Mutterleib resorbieren kann, jedoch ist der Stress für Tier und Pfleger sehr hoch. Aber
auch zu junge Hamstermütter haben meist doch Probleme mit der Geburt und Aufzucht ihrer
Babys. Selbst wenn eigentlich sämtliche Hamsterarten doch recht früh geschlechtsreif
werden, sollte man mindestens drei Monate warten, bis einem Hamsterweibchen die
Strapazen einer Schwangerschaft zugemutet werden.
Außerdem noch der Hinweis, dass zum einen von Paarungsversuchen zwischen
Campbells und
Dsungaren abzusehen ist, da dies mit Sicherheit zur Unfruchtbarkeit führt und zum anderen
dürfen werdende Mütter keinesfalls auf einem Gitterboden gehalten werden (natürlich auch sonst
kein Hamster!), dies zieht zwangsläufig den
Kannibalismus nach sich.
Für Informationen zu Kreuzungen die evtl. Probleme mit sich bringen können siehe auch:
Qualzuchten und die Folgen
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