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Übersicht - Tragezeit/Geburt
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Der Weg von der Eizelle bis zum Baby
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Ist eine Paarung erfolgreich verlaufen, wird sich sowohl für die Hamster, als auch für den
Menschen einiges ändern. Damit die Schwangerschaft und auch die anschließenden Geburt
problemlos und sorgenfrei verlaufen, findet man hier einige Hinweise und Hilfestellungen, die
während dieser Zeit auf jeden Fall beachtet werden sollten, um die Hamstermutter so gut es geht
zu unterstützen und sie nicht unnötig zu strapazieren. So ist dann evtl. der gesamte Wurf
gefährdet. Denn werdende oder auch säugende Hamsterweibchen sind extrem stressanfällig und
neigen recht schnell dazu ihre Babys zu töten oder die Föten sterben schon im Mutterleib und
werden dort resorbiert. Selbst wenn einige der Babys durchkommen, ist die Gefahr sehr hoch,
dass sich der Stress auf ihr Immunsystem oder auch den Organismus niederschlägt. Auch dies kann
nicht im Sinne einer erfolgreichen Zucht sein!
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| Die Babys sind bei ihrer Geburt kaum größer als ein Daumennagel |
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| Hamstermütter lecken ihre Neugeborenen nach der Geburt sauber |
Am zunehmenden Leibesumfang des Weibchens ist es dann möglich, die Trächtigkeit zu erkennen,
wie lange sie dauert ist von Rasse zu Rasse unterschiedlich (siehe
unten). Auf jeden Fall zählt sie zu den kürzesten Tragezeiten von allen auf der
Welt lebenden Säugetierarten.
Wenige Tage vor der Geburt ändert die Hamstermutter ganz deutlich ihr Verhalten. Emsig buddelt
und wühlt sie in der
Behausung und
Schlafhaus herum, nichts gefällt ihr noch, alles wird nun umgebaut
und neu hergerichtet. Die
Nistmaterialien werden fleißig bearbeitet und eingebaut. Daher muss
man in dieser Zeit auch darauf achten, dass immer frisches und sauberes Nistmaterial zur
Verfügung gestellt wird. Mit Hilfe von Heu, Stroh, Hamsterwatte, aber auch mit Papier und
Einstreu wird eine wahre Nestburg erbaut, damit das Kinderzimmer warm und weich ausgepolstert
ist. Hier zahlt es sich aus, wenn man ein geräumiges Schlafhaus mit aufklappbarem Deckel
besorgt hat. Bei einem zu kleinen Häuschen besteht nämlich die Gefahr, dass das Wurfnest außerhalb
angelegt wird und das kann bei nervösen Weibchen zu Problemen führen (z. B.
Kannibalismus). Allerdings ist nicht nur das Weibchen mit der Einrichtung beschäftigt, wenn der
Hamstervater noch in der selben Behausung wohnt - dies ist natürlich nur bei
Zwerghamstern möglich - hilft auch er fleißig mit beim Nestbau. Einige Tage vor der Geburt wird
er dann aus dem gemeinsamen Häuschen ausziehen und sich in ein eigenes Schlafnest zurückziehen.
Spätestens einen Tag vor der Geburt, sollte das Männchen allerdings entgültig in ein komplett eigenes
Hamsterheim umgesiedelt werden, denn Hamsterweibchen sind direkt nach der Niederkunft, wieder
paarungsbereit und es kommt eigentlich immer zur sofortigen Paarung und einer erneuten
Schwangerschaft. Eine solche Doppelschwangerschaft sollte jedoch keinem Hamsterweibchen zugemutet
werden.
Weiterhin fällt vor allem in dieser Zeit der Hamstertrieb,
Nahrung zu sammeln und zu horten, auf. Obwohl ja nun eigentlich täglich gefüttert
wird, braucht die Hamstermutter Sicherheit und sammelt jedes, noch so kleine, Körnchen für die
schweren Tage. Für Spielereien oder ausgiebigen Freilauf bleibt der werdenden Hamstermama keine
Zeit mehr und sie möchte in Ruhe gelassen werden. Aus diesem Grund fällt dann meist auch die
regelmäßige
Hauptreinigung des Nagerheims, während dieser Phase der Schwangerschaft, aus. Jetzt
zahlt es sich evtl. aus, wenn ein Toilettenhäuschen benutzt wird, denn dieses kann man dann so
oft wie nötig säubern (das letzte Mal einen Tag vor dem voraussichtlichen Geburtstermin).
In der Tragezeit ist außerdem besonders darauf zu achten, für eine ausreichende Menge
Saftfutter und genug an diversen
tierischen Nahrungsprodukten zu sorgen (erhöhter Eiweißbedarf!), aber
auch mineralstoffhaltige Nahrung ist jetzt unumgänglich. Einige Liebhaberzüchter haben
beispielsweise gute Erfahrung mit der täglichen Gabe von etwas lauwarmer Milch gemacht, die
sehr gern genommen wird (ein Teelöffel pro Tag genügt völlig). Wichtig ist auf jeden
Fall, dass der werdenden Mutter immer genug Eiweiß zur Milchproduktion zukommt. Außerdem
sollte immer auf eine ausreichend gefüllte
Wasserflasche geachtet werden.
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| Hamstermama mit ihren Babys |
Die Geburt an sich werden wir kaum erleben können, es sei denn, der Zufall spielt eine Rolle.
Insgesamt dauert sie ca. eine halbe Stunde, die Wehen kommen fast unbemerkt, und die Babys werden in
kurzen Abständen hintereinander geboren. Sie findet meistens in den frühen Morgenstunden statt, alles
verläuft ruhig und problemlos im sicheren und warmen
Schlafhäuschen der Mutter. Erst die ganz feinen und hohen
Fieptöne der Jungen verraten dem Pfleger eine erfolgreiche Geburt.
Geboren wird in sitzender Haltung. Nach jeder Geburt wird dann mit den
Schneidezähnen die Fruchthülle aufgerissen und sofort verzehrt. Ebenso die Nabelschnur, gesunde
Hamsterbabys stoßen dabei einen Schrei aus, sobald die Mutter die Nabelpforte erreicht hat. Dieser
Hemmschrei bewirkt, dass die Mutter aufhört zu fressen. Bleibt das akustische Signal aus, weil das
Baby zu schwach oder bereits tot ist, frisst die Mutter einfach weiter. Gesunde Hamsterbaby,
sind etwa 20-40 mm klein und nur ca. 2 gr. schwer und werden direkt nach der Geburt
peinlichst genau saubergeleckt. Sie kommen nackt und mit geschlossenen
Augen auf die Welt und sind darauf angewiesen, dass ihr Kreislauf durch dieses
Ablecken aktiviert und ihr Körper sofort gewärmt wird. Dann verzehrt die Mutter die
Nachgeburt. Dies dient, ebenso wie der Verzehr der Fruchthülle, zum absolut natürlichen
Aufbau der Milchproduktion. Abschließend reinigt sich die völlig geschaffte Hamstermama
noch den Vaginalbereich. Zum Ausruhen bleibt aber keine Zeit, denn bereits nach einigen Minuten
werden die Neugeborenen das erste Mal gesäugt.
Tragezeiten und Wurfgrößen der einzelnen Arten
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