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Übersicht - Hamsternachwuchs
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Vom nackten, blinden Baby zum ausgewachsenen Hamster
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Feine, sehr hohe und leise
Fieptöne verraten es, das trächtige Hamsterweibchen hat eine erfolgreiche Geburt
hinter sich gebracht. Je nach Art haben unterschiedlich viele (siehe auch:
Tragezeit und Geburt), völlig nackte und blinde Hamsterbabys den Weg in ein
neues Leben gefunden. Auf die Entwicklung bzw. Erziehung der Jungtiere hat man als Mensch eigentlich keinerlei
Einfluss, allerdings muss jetzt enorme Rücksicht auf die säugende Hamstermama genommen
werden. Die Schar kleiner "Nervensägen" bereitet ihr schon jede Menge Stress. Daher sind
einige Verhaltensregeln unerlässlich, um den kleinen Hamsterkindern und ihrer Mutter
einen sicheren Weg in die Zukunft zu bereiten. Denn wenn die Babys bzw. Jungtiere nicht
ausreichend von der Mutter versorgt wurden, kann es sein, dass sich die Organe oder das
eh nicht sehr stabile Immunsystem der Tiere nicht richtig entwickelt. Dann ist das junge
Hamsterleben meist sehr schnell wieder beendet! Achten Sie auch darauf, dass sie zur
Aufzucht am besten keinen herkömmlichen
Gitterkäfig verwenden, denn selbst durch Gitterstäbe die einen geringeren Abstand
als 10 mm haben, sind schon junge Hamsterbabys entwichen und wurden dann leider häufig
erst zu spät, einige Meter vom Käfig entfernt, verhungert oder erfroren von ihren
Besitzern gefunden. Um einem solchen Szenario vorzubeugen, bietet sich ein sogenanntes
Cricetinarium an oder man sichert die unteren 15-20 cm des Käfigs mit dünnen
Sperrholzplatten ab, die von innen ans Gitter geklemmt werden.
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| Hamsterbabys mit 11 Tagen |
Hamsterjunge sind typische Nesthocker. Die ewig hungrigen
Mäuler schreien mit einem sehr hohen
Fiepen ständig nach mütterlicher Nahrung, selbst wenn die Mutter nur kurz das Nest
verlassen hat. Daher braucht die stillende Hamstermama natürlich auch weiterhin eine
eiweißreiche und mineralstoffhaltige
Nahrung und ausreichend Wasser, um den Flüssigkeitshaushalt zu decken. Die Neugierde
die man verspürt, weil man die Jungen auch mal gerne sehen möchte, sollte man zügeln und mind.
eine Woche abwarten, da die Mutter wenig Verständnis für eine solche Störung zeigt. Denn hier geht
die Mutterliebe vor Vertrauen zum Pfleger und ein Biss kann ein Denkzettel für diese Neugierde sein.
Jedoch bietet es sich schon an, täglich einmal eine kurze Nestkontrolle durchzuführen,
um ggf. tote Jungtiere zu entfernen. Dies sollte am besten immer dann geschehen, wenn die
Mutter außerhalb des Nesthäuschens ist - benutzen Sie z. B. ein stumpfes Stöckchen oder
auch Essstäbchen, um damit vorsichtig das
Nistmaterial beiseite zu schieben. Es bietet sich auch an, das Stöckchen schon frühzeitig einfach
mit ins Hamsterheim zu legen, so hat es immer einen bekannten Geruch.
Nach ca. 10 Tagen, wenn die Kleinen schon anfangen durch die
Behausung zu purzeln, ist es Zeit für eine gründliche
Reinigung. Hierzu hebt man am Besten die Babys, komplett mit ihrer Schlafecke (zu
feuchtes Nistmaterial vorsichtig entfernen) aus der Behausung und setzt sie so lange
mit der Hamstermama in eine
Transportbox. In dieser sollte dann wieder ein
Häuschen über die Schlafstelle gestellt werden. Wenn die Babys auch dazu verlocken,
sie einzeln hochzunehmen und zu streicheln, ist es ratsam hiermit doch noch einige Zeit
zu warten. Sobald die Kleinen dann regelmäßig neugierige Streifzüge in ihrem Terrain
unternehmen, kann man versuchen sie vorsichtig an sich selber zu gewöhnen. Dies
funktioniert genauso wie bei älteren Hamstern
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| Hamsterbabys mit 18 Tagen |
Obwohl sich die Babys sehr schnell entwickeln, öffnen sie ihre
Augen erst sehr spät, meist erst nach ca. 13 bis 15 Tagen. Im Verhältnis zu
größeren Säugetieren, wie beispielsweise dem Hund, ist dies eine sehr langsame
Entwicklung der Sehorgane.
Für die Mutter beginnt jetzt eine sehr unruhige Zeit, denn ständig muss
sie die Babys einsammeln und zurück ins Nest befördern. Ihre Sorge, es könnte etwas
passieren, ist sehr groß. Die Hamsterbabys sind dagegen sehr neugierig. Sie müssen, wenn
auch noch auf sehr wackeligen
Beinen, das ganze Revier erkunden. Sie balgen sich, klettern und laufen ständig umher. Ohne müde
zu werden können sie in der Tages- und auch in der Nachtzeit aktiv sein. Man bekommt den Eindruck,
dass die kleinen Hamsterkinder kaum müde zu kriegen sind. Ihr Schlafverhalten scheint
kürzer und intensiver zu sein, denn schnell haben sie sich wieder erholt, toben und balgen.
Auch wenn sie im Alter von 10-14 Tagen noch Muttermilch trinken, knabbern sie
schon selbständig
Körnerfutter, welches von der Mutter herangeschafft wird. Wenn die Jungen mit der Aufnahme
festen Futters beginnen, kann man ihnen diese, zunächst durch eine reichliche Beimischung feiner
Sämereien (Wellensittichfutter), etwas erleichtern.
Saft- bzw. Frischfutter und auch Wasser dürfen die jungen Hamsterkinder erst im Alter von 6-8
Wochen zu sich nehmen, erst dann ist das Magen-/Darmsystem der Kleinen vollkommen ausgereift. Man
kann den kleinen Rackern allerdings schon ein wenig Vollkornbrot in Milch (Milch abschütten!)
aufweichen und in einem flachen Schälchen in die Behausung stellen, so wird ihnen
zusätzlich die Umstellung auf feste Nahrung erleichtert. Die für die Mutter absolut notwendige
Wasserflasche sollte in dieser Zeit entweder auf einer Ebene postiert werden, die von den Kleinen
noch nicht erreicht wird oder sie wird einfach ein Stück höher am Gitter befestigt, wobei im Prinzip
ein
Gitterkäfig, wie schon erwähnt, nicht unbedingt die ideale Behausung für die Aufzucht ist.
Hinweis: Gerade bei den jüngeren Tieren kommt es vor, dass sie den Kot der Mutter oder auch ihren
eigenen fressen. Dies ist nicht weiter beunruhigend, da ein
Hamstermagen in den ersten Wochen noch nicht in der Lage ist alle Nährstoffe aus dem
Futter zu holen. Daher wird dann zum Aufbau der eigenen Darmflora der Kot gefressen.
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| Hamsterbabys mit 31 Tagen |
Die Hamstermama braucht in dieser turbulenten und anstrengenden Zeit etwas mehr
Ruhe und verringert schon nach drei Wochen (bei
Zwerghamstern ca. nach 4-5 Wochen) ihre Fürsorge. Die Hamsterkinder können nun
nach Herzenslust kämpfen, spielen und fressen. Dadurch lernen sie frühzeitig auf eigenen
Beinen zu stehen und ermitteln spielerisch die
Rangordnung. Wenn in dieser Zeit die Milchquelle allmählich versiegt, werden die kleinen
Hamsterkinder langsam reinlich und suchen wie die Mutter die Urinecken auf. Aus hygienischen Gründen
müssen in dieser Zeit die Ecken täglich gesäubert werden. Wenn die Jungtiere nach der 4.-5.
Lebenswoche (Zwerghamster nach ca. 6-8 Wochen) in extra Behausungen gesetzt und
nach Geschlechtern getrennt werden, ist es an der Zeit, das ursprüngliche
Hamsterheim gründlich zu
reinigen und dann braucht die Hamstermama erst mal ihre Ruhe. Der
muntere Nachwuchs kann jetzt abgegeben werden, denn in ihrem Verhalten sind die Jungtiere schon recht
selbständig geworden. Optimal wäre eine Trennung/Abgabe zwar erst nach ca. 8-12 Wochen. Doch gerade bei
Mittelhamstern kommt es meist schon früher zu heftigen Streitereien unter den Geschwistern und eine
Gruppenhaltung ist bei den wenigsten länger als ca. 4 Wochen möglich. Zwerghamster verstehen sich
oftmals wesentlich länger in einer Gruppe und sind, im Gegensatz zu ihren größeren Verwandten, mit 4
Wochen auch noch auf die Nestwärme und Zuwendungen der Mutter angewiesen. Gerade die winzigen
Roborowski-Babys sollten mindestens 10-12 Wochen bei der Mutter gelassen werden! Grundsätzlich
gilt, je länger die Jungtiere friedlich im Familienverbund zusammenleben können, umso besser für ihre
Entwicklung und das weitere Leben. Mit ca. 6 Wochen setzt die Geschlechtsreife bei den
Tieren ein, das hängt natürlich auch immer mit der Art und auch der Wurfgröße bzw. dem allgemeinen
Entwicklungsstand der Jungtiere ab.
Mittelhamster sind in der Regel nach ca. 4-6 Wochen zeugungsfähig,
Zwerghamster an sich erst mit ca. 6-8 Wochen und auch dann brauchen die meisten Zwerge noch eine
ganze Weile (ca. mit 10-15 Wochen), bis sie sich zum wirklich ausgewachsenen Hamster entwickeln und auch ihrem
Geschlechtstrieb nachgehen, sofern möglich. Goldhamster sind da etwas schneller, hier kommt es
oftmals vor, dass die Tiere bereits im Alter von ca. 4-6 Wochen, also direkt mit Einsetzen der
Geschlechtsreife, erneut für Nachwuchs sorgen. Ihre maximale Körpergröße erreichen die Tiere
kurze Zeit später, mit ca. 8-12 Wochen ist ein Mittelhamster ausgewachsen, Zwerghamster haben
dann zwar auch ihre eigentliche Größe erreicht, allerdings wachsen sie immer noch um einige
Millimeter bis zu ihrem Lebensende weiter.
Bereits kurze Zeit nach dem Absetzen der Jungen wird das Hamsterweibchen wieder brünstig.
Professionelle Züchter nützen diese Gelegenheit aus, doch als fürsorglicher Liebhaberzüchter nimmt
man auf jeden Fall darauf Rücksicht und gönnt dem Weibchen noch etwas mehr Zeit, um sich zu erholen.
Zwischen den Würfen sollte eine Pause von mindesten 6 Wochen liegen, und es sollten einem
Hamsterweibchen auch nie mehr als vier Würfe zugemutet werden.
Biogramm der körperlichen Entwicklung bei Jungtieren
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1. Tag
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Die Haut ist völlig unbehaart und rötlich, die
Augen sind geschlossen, die
Gliedmaße sind schwach und noch recht unterentwickelt, die Bewegungen
unkoordiniert und der Kot- und Harnabsatz kann immer nur nach einer Bauchmassage
durch die Mutter erfolgen.
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2. Tag
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Die Haut beginnt sich zu pigmentieren.
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5. Tag
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Die Behaarung beginnt, erstmals Aufnahme von fester
Nahrung (diese wird durch die Mutter ins Nest geschafft),
Putzbewegungen setzen ein.
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10. Tag
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Die Kleinen füllen und entleeren die
Backentaschen, putzen sich alleine und können selbständig Kot bzw. Harn
absetzen ohne die Hilfe der Mutter.
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13. Tag
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Die
Augen der Jungtiere öffnen sich.
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14. Tag
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Die jungen Hamster verlassen regelmäßig das Nest und spielen mit ihren Geschwistern.
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21. Tag
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Aus kleinen Hamsterbabys sind völlig selbständige Junghamster geworden.
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