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Übersicht - Anatomie- und Sinnesleistungen - Hamsterkopf
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Der Hamsterkopf im Überblick
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Bei
allen Arten der
Mittelhamster sind die Ohren zwei große Trichter, umgeben von sehr feinen Haaren.
Dsungarische-Zwerghamster haben zwar wesentlich kleinere, nicht so rundliche, eher
etwas zugespitzte, aber ebenfalls behaarte Ohren. Die Gehörorgane der
Roborowski-Zwerghamster sind auch sehr klein und zierlich, allerdings rund und
innen nicht behaart.
Chinesische-Streifenhamster haben die größten Ohren der
Zwerghamster, diese sind oval, mit einen schwarzen Rand.
Die kleinen Nager können ihre Ohren aufstellen, zusammenfalten und sie wie einen Radarschirm in alle
Richtungen drehen. Das Gehör an sich ist sehr gut und in der Lage feinste Töne und schwache
Geräusche wahrzunehmen, wahrscheinlich sogar im Ultraschallbereich. Dies nimmt man
an, weil die Babys teilweise
Fieptöne in diesen Frequenzen ausstoßen und das wäre ja wohl sinnlos, wenn sie die
Mutter nicht hören würde. Außerdem zucken die Tiere bei hohen oder quietschenden Tönen
zusammen und diese enthalten eigentlich immer Ultraschallanteile. Daneben besitzt das
Gehör der Hamster die Fähigkeit sehr differenziert Geräusche wahrzunehmen, daher sind
die Tiere dann auch in der Lage die Stimme der Pflegeperson immer wieder zu erkennen.
Um tagsüber ungestört schlafen zu können, falten die kleinen Nager einfach ihre
Ohrmuscheln zusammen.
Die meist schwarzen Augen der Hamster, bei einigen Arten sind sie auch dunkel rot
und bei Albinos nur rot (Hamster mit rötlichen Augen sind noch lichtempfindlicher,
als ihre Verwandten mit den schwarzen Augen), stehen etwas hervor und sehen
knopfartig aus. Die seitliche Lage ermöglicht den Tieren einen Rundumblick (110°).
Dies dient, ebenso wie die Fähigkeit Bewegungen auf eine gewisse Entfernung
wahrzunehmen, der frühzeitigen Erkennung von Feinden.
Grundsätzlich aber haben die Tiere eine sehr schwache Sehleistung, sie können auch
nicht besonders scharf sehen. Konturen verschwimmen bei einem Abstand von mehr als
einem Meter. Außerdem sind Hamster extrem weitsichtig und auch die Fähigkeit Farben
und Formen zu erkennen ist wahrscheinlich nicht sehr stark ausgeprägt. Hinzu kommt, dass
die kleinen Nager, im Gegensatz zu uns Menschen und anderen Tieren, keine Höhen und
Entfernungen abschätzen können, ihnen fehlt räumliches Vorstellungsvermögen. Das ist auch der
Grund dafür, dass sich Hamster im Prinzip aus jeder Höhe einfach fallen lassen. Das kann
mitunter zu schlimmen
Verletzungen führen. Alles in allem und eigentlich auch am zweckmäßigsten, aufgrund
ihrer Nachtaktivität, ist das Sehvermögen, eines Hamsters, bei Dämmerlicht am besten.
Die kleinen, zierlichen Nasen der Hamster mit zwei Nasenlöchern sind beweglich und
können selbst extrem schwache Gerüche auffangen. So sind die Nager dann auch in der
Lage,
Nahrung über sehr weite Entfernungen auszumachen und aufzuspüren. Außerdem wird mit
ihr, ebenso wie mit dem
Maul, natürlich auch die Luft eingeatmet und zu den Atemorganen weitergeleitet.
Diese bestehen, bei allen Hamstern, aus einem Kehlkopf, einer Luftröhre, den Bronchien
und einer Lunge mit zwei Flügeln, dort findet dann auch der Sauerstoffaustausch statt.
Natürlich ist auch der Geruchssinn der Hamster sehr differenziert, denn die kleinen
Nager leben ja in einer sogenannten Geruchswelt. D. h. sie merken sich ihre gesamte
Umgebung, Feinde oder auch Partner, nur anhand ihres jeweiligen Geruchs. Daher ist
auch sehr verständlich, dass Hamster ihr Revier mit
Duftmarken, Kot und auch Urin markieren, denn so weiß ein Eindringling gleich: Halt,
hier ist fremdes Gebiet!
Tasthaare an der Schnauze
Die langen schwarzen Tasthaare (Vibrissen) spüren
Gefahren rund ums Gesicht auf und dienen zum Erkennen von Hindernissen. Außerdem
wägt der Hamster damit ab, ob eine Öffnung groß genug ist, um hindurch zu schlüpfen. Aber auch
Bewegungen in unmittelbarer Nähe kann ein Hamster mit ihnen wahrnehmen, selbst wenn es absolut dunkel
ist. Diese feinen Sensoren befinden sich bei den Tieren allerdings nicht nur an der
Schnauze, sondern auch über den
Augen, an den Flanken und
Extremitäten.
Die winzigen
Roborowski-Zwerghamstern haben im übrigen keine schwarzen Tasthaare, bei ihnen sind
sie silberfarben.
Hamster haben, im Gegensatz zu ihrer Körpergröße, doch recht große und breite
Mäuler, diese dienen zur Atmung, Nahrungsaufnahme und zum Ausstoßen verschiedener
Laute. Das darin befindliche, extrem scharfe, Hamstergebiss besteht aus insgesamt
16 Zähnen. Zum einen vier, ständig nachwachsende, (offener Wurzelkanal), lange,
paarige Schneidezähne im Ober- und Unterkiefer. Diese werden durch den Nagetrieb
kurz gehalten. Daher ist es auch sehr wichtig, dem Hamster verschiedene
Nagemöglichkeiten, in Form von
Futter oder diversen
Einrichtungsgegenständen, zu bieten. Daneben besitzen die Tiere noch je 6 Kau- oder
auch Molarzähne im Ober- und Unterkiefer. Diese wachsen nicht nach und besitzen jeweils
zwei Reihen kleiner Kauhöcker, die zur Zerkleinerung der Nahrung dienen. Die Lücke
zwischen den Molar- und Schneidezähnen wird als Diastema bezeichnet und ermöglicht das
Einziehen der Backen, so sind die kleinen Nager in der Lage, nur extra ausgewählte
Futterteilchen mit Speichel zu vermischen, zu zerkauen und zu verschlucken.
Das Hamstergebiss
Das wohl typischste Merkmal eines Hamsters sind die faszinierenden Backentaschen,
diese können sich aufgrund der sehr flexiblen und lockeren Halshaut stark ausdehnen
und zwar von den Lippen, bis zu den hinteren
Extremitäten. Diese geräumigen Taschen dienen den Tieren vorrangig zum Hamstern und
Transport von
Futter, jedoch kann eine Hamstermama auch ihre Babys bei
Gefahr hinein stecken und somit besser flüchten. Damit die Nahrungsvorräte nicht
immer wieder zurück in die Mundhöhle rutschen, bestehen die Backentaschen aus einer sehr
derben, trockenen Haut mit kleinen Borsten. Ein ausgewachsener
Goldie ist in der Lage bis zu ca. 20 gr. in seinen Backen zu verstauen. Zum Entleeren
massieren sich die Tiere den Inhalt mit den Vorderpfoten von hinten nach vorne.
Ganz hilfreich ist die extreme Dehnbarkeit auch, wenn ein Hamster seinem Gegner
imponieren will. Dann werden die Backentaschen mit Luft aufgeplustert, so erreichen
die Tiere teilweise einen doppelten Kopfumfang und der ein oder andere Widersacher - aber
auch Fressfeinde - werden so in die Flucht geschlagen.
Ganz interessant ist noch die Tatsache, dass der
Mausartige-Zwerghamster als einziger Hamster keine Backentaschen besitzt.
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