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Die meisten Gefahren entstehen, sobald die Hamster "Freigang" haben, aber auch in der
Behausung können sich diverse Gefahrenquellen auftun. Viele der im Handel angebotenen
Hamsterkäfige haben Zustzebenen aus einem Gitter, solche Konstruktionen führen zu massiven
Verhaltensstörungen bei den Tieren. Ein Hamster ist nicht in der Lage richtig zu greifen und
findet nie wirklich Halt auf solchem Untergund. Diese ständige Unsicherheit bedeutet eine dauerhafte
Stressbelastung für den kleinen Nager, oftmals endet dies mit der Selbstverstümmlung oder im
Kannibalismus! Neben solchen Gitterebenen sollten sich weder scharfe noch spitze Gegenstände
oder parfümierte bzw. bedruckte Papierartikel im Hamsterheim befinden. Auch beim Gebrauch von
Klebstoffen oder Kleister ist äußerste Vorsicht geboten. Denn hier finden meist für die Hamster
extrem giftige Zusatzstoffe Verwendung. Auf jeden Fall ist auch ein zugiger oder zu kalter bzw.
warmer Standort, z. B. direkt am Fenster oder in der Nähe von Heizkörpern, zu vermeiden,
denn Hamster neigen recht leicht zur Überhitzung. Außerdem gibt es auch immer häufiger
gefährliches Spielzeug oder anderes
Zubehör zu kaufen, welches absolut ungeeignet für Hamster ist. Sogar viele der
angebotenen Hamsterlaufräder bringen mehr Gefahren mit sich, als dass sie den
Tieren nutzen. Lesen hierzu auch unseren
Laufradtest. Achten Sie aber auch bei den an sich hamstergerechten Holzspielzeugen
und -häuschen immer darauf, dass diese nicht aus frischen Tannenhölzern gefertigt sind. Denn die
darin enthaltenen Harze und Öle können zu Vergiftungen bei den Hamstern führen.
Wie schon erwähnt, ergeben sich aber die meisten Gefahren für die Tiere, wenn man sie aus
der Behausung lässt. Daher ist es natürlich auch immer unverzichtbar, während der Hamster draußen
ist, auf ihn aufzupassen. Aber selbst wenn eigentlich jegliche Gefahr ausgeschlossen scheint,
ganz und gar hamstersicher wird sich eine Wohnung wohl kaum gestalten lassen, und wir haben
deshalb hier einige der häufigsten Gefahrenquellen und verschiedene Vorsichtsmaßnahmen
aufgeführt, die auf jeden Fall zu beachten sind, um die kleinen Nager vor unnötigen Risiken zu
bewahren.
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| Speedy auf der Hand |
Als erstes steht das Herausnehmen und Tragen. Da es sehr quirlige Tiere
sind (vor allem
Zwerghamster) ist es ratsam, den Hamster auf die eine Hand laufen zu lassen und
ihn mit der anderen Hand von oben zu schützen, damit er nicht in Panik gerät und
von der Hand springt. Ein Absturz wäre sicherlich das Todesurteil. Danach kann man ihn
vorsichtig aus der
Behausung heben. Es bietet sich auch immer an, dem Tier die Möglichkeit zu geben,
von einem höher gelegenen Punkt auf die Hand zu steigen, so fühlt sich der Hamster
wesentlich sicherer.
Beim
Auslauf im Zimmer ist immer darauf zu achten, dass der Kleine nicht versehentlich
zertreten, in eine Tür eingeklemmt oder von einem Gegenstand erschlagen wird. Des weiteren
sollte man darauf achten, dass alle Fenster und Türen (insbesondere Balkontüren) und natürlich
auch Schubladen geschlossen sind. Sind an den Fenstern Gardinen, die bis auf den Boden hängen,
sollten auch diese in eine sichere Höhe gehängt werden, denn rauf kommen die flinken Kletterer
recht schnell, nur beim Abstieg kann es teilweise zu gefährlichen(!)
Stürzen kommen.
Außerdem passen sie auf, dass auch alle Ritzen, Spalten und Fugen abgedichtet werden, denn wo
der Hamster erst Mal sein Köpfchen reingesteckt hat, verschwindet auch meist der Rest von ihm.
Achten Sie auch auf diverse Fallen, die sich aus tiefen, hohlen Gegenständen (z.B.: Vasen)
ergeben können, denn meist kommen die gewandten Kletterkünstler zwar überall hinein, aber
teilweise nicht wieder hinaus.
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| !VORSICHT - Hochspannung! |
Da es sich ja um einen Nager als Untermieter handelt, der neugierig ist, gerne nagt und dies
natürlich auch bei jeder Gelegenheit versucht, ist äußerste Vorsicht geboten, sollten sich
Kabel oder sonstige Stromleitungen im Zimmer befinden, wenn der Hamster unterwegs ist. Neben
Kabeln, bieten auch Fußleisten, Wäsche, Sitzmöbel oder Pflanzen hervorragende Nagerziele.
Hierbei ist immer auf giftige Stoffe zu achten, bzw. darauf, dass das Tier nicht an ihnen
rumnagen kann.
Unfälle dieser Art sind leider keine Seltenheit und man kann nur immer wieder sagen: Vorsicht
ist die Mutter der Porzellankiste, also immer aufpassen, wenn der Hamster nicht in seinem Käfig
ist. Außerdem ist natürlich von sämtlichen gefährdenden Spielzeugen abzusehen, diese sind meist
als Hamsterball oder -auto im Handel erhältlich und eine absolute Gefahrenquelle für die
kleinen Nager!
Abschließend sollte man noch erwähnen, dass man dem Hamster niemals unter freien
Himmel Auslauf gewähren sollte. Draußen können sich Hamster
Krankheiten holen, die jedem Tierarzt Rätsel aufgeben. Das fängt bei Würmern an und
hört bei anderen Parasiten (Zecken, Milben usw.) noch lange nicht auf. Davon abgesehen ist das Klima bei uns
in Mitteleuropa nicht hamstergerecht, selbst im Hochsommer nicht, es ist meist zu kalt
draußen. Denn Hamster sind nachtaktiv und wollen tagsüber in keinem Fall draußen an der
Sonne sein, sondern in ihrem schönen dunkeln
Häuschen und bei Dämmerung bzw. in der Nacht ist es eben in unseren Breiten viel zu
kühl. Selbst wenn das Thermometer 20° oder mehr anzeigt, ist der Boden, auf dem das Tier
läuft, wesentlich kälter. In kürzester Zeit hat sich der Hamster außerdem in der neuen Umgebung zurechtgefunden
und das angeborene Wildverhalten (Hamster sind sogenannte Fluchtiere) gewinnt die
Oberhand. Ganz schnell hat er Schlumpfwinkel entdeckt und ist verschwunden.
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| Solche Begegnungen können tödlich enden! |
Falls noch andere Haustiere im Haushalt sind, sollten diese in der Zeit des Freilaufens immer
an einem anderen Ort sein, da eine Katze beispielsweise den Kleinen gerne fangen und als
"Liebesbeweis" töten würde. Aber auch Hunde oder größere Vögel (Papageien) sind
eigentlich immer eine Gefahrenquelle für die kleinen Nager und bei kleineren Vögel, wie einem
Wellensittich beispielsweise, kann es sogar vorkommen, dass ein
Goldie als Sieger vom Platz geht. Auch mit Meerschweinchen oder Mäusen, wie man es teilweise in
Büchern liest, kann man Hamster nicht zusammen in einer
Behausung halten. Sowohl das Sozialverhalten der Tiere - Hamster sind Einzelgänger,
Meerschweinchen und Mäuse lieben es gesellig - als auch die unterschiedlichen Zeiten an denen sie
aktiv sind, sprechen nicht wirklich für solche Experimente. Ein Hamster der ständig während seinen
Schlafphasen geweckt bzw. gestört wird, reagiert schnell aggressiv, außerdem ist er anfälliger und
auch die Lebenserwartung sinkt drastisch. Davon abgesehen, haben Mäuse, Gebrils oder Streifenhörnchen
beispielsweise einen starken Eigengeruch, der keinerlei Ähnlichkeiten mit denen eines Hamster hat und
das füht innerhalb kürzester Zeit zu folgenschweren Beißereien.
Sicherlich gibt es einige Fälle, bei denen sich Hamster mit anderen Haustieren angefreundet
haben und auch gut vertragen, man sollte es aber nie darauf ankommen lassen.
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