|
Obwohl Hamster eigentlich nur noch als Haustier bekannt sind, gibt es einige Vertreter unter
ihnen, deren Arten vom Aussterben bedroht und daher unter Artenschutz gestellt worden sind. Im
einzelnen sind das die drei europäischen Hamsterarten, der
Feld- bzw. Großhamster, der Rumänische-
Goldhamster und der
Balkan-Zwerghamster. Dies ist auch einer der Gründe dafür, dass diese Tiere
weder im Handel, noch bei irgendeinem Züchter zu erhalten sind. Daher kommen sie
als Heimtiere auch nicht vor.
|  |
 |
|
| Gehört auch zu den geschützten Arten - der Feldhamster |
Dass man von den Feld- oder auch Schwarzbauchhamstern heute mehr in alten Fabeln und
Kinderbüchern hört bzw. liest, als das man sie zu sehen bekommt, hängt auch mit ihrem nicht
gerade guten Ruf als Schädling zusammen. Diesen haben ihnen ihre "räuberischen Beutezüge" gegen
bäuerliche Felder und Scheunen eingebracht, wobei meist vergessen wird, dass ein Hamster neben
den verschiedenen Feldfrüchten meist auch genauso viele der sogenannten Schadinsekten vertilgt.
Außerdem reichen die von den kleinen Nager "entwendeten" Nahrungsvorräte wohl kaum aus, um
einen landwirtschaftlichen Betrieb in den Ruin stürzen. Daher ist der Artenschutz hier leider
unumgänglich.
Einer der Hauptgründe für die Artenschutzbestimmungen beim Rumänischen-Goldhamster und auch bei
den sogenannten Balkan-Zwerghamstern, liegt wahrscheinlich in der Herkunft der beiden Arten.
Denn in Europa ist aufgrund der extrem hohen Bevölkerungsdichte und ständig steigenden
Industrialisierung nicht genug freier bzw. geschützter Lebensraum für die kleinen Nager
vorhanden und so ist ihr Bestand auf ein Minimum zurückgegangen.
Der in den Wohn- und Kinderzimmern heimische
Syrische-Goldhamster und selbst seine Unterarten sind mittlerweile so weit
domestiziert, dass keinerlei Artenschutzbestimmungen mehr nötig sind, obwohl der
eigentliche Lebensraum der freilebenden Exemplare auch immer weiter durch den
Menschen eingeschränkt wird.
Die eigentlich in Asien heimischen
Zwerghamsterarten, die auch bei uns, immer häufiger, in den Zoogeschäften,
angeboten werden, stammen heute alle ausnahmslos aus
Zuchten. Da hierbei so gute Erfolge erzielt wurden und werden, ist ein Import von
Wildfängen schon seit Jahren nicht mehr notwendig.
|