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Ein zu kalter Standort (Raumtemperatur unter 15°), kann auch bei einem
Hamster in seinem Heim eine Winterstarre auslösen. Wenn ein Hamster mal etwas
lustloser ist, dann sollte man erst einmal die Raumtemperatur überprüfen und
evtl. erhöhen.
Das Hamsterheim sollte niemals auf der Erde stehen. Besser ist es die
Behausung auf einen kleine Schrank in einer Höhe von ca. 65 cm zu stellen, so fühlt sich der
Hamster nicht so bedroht und der Mensch kann ihn viel besser beobachten.
Beim Kauf der
Behausung und auch beim
Zubehör ist immer darauf zu achten, dass man keine Gegenstände aus Plastik kauft (auch wenn
sie immer häufiger im Handel zu finden sind), da Hamster eigentlich alles annagen und der Verzehr von
Plastik bekanntlich nicht gerade sehr gesund für die kleinen Nager ist. Außerdem sollte
man sich immer vergewissern, dass die Dinge auch für Hamster geeignet sind und
das sich der Hamster daran nicht
verletzen kann.
Wenn man sich bei der Wahl der Behausung für ein
Terrarium oder Aquarium entschieden hat, dies ist vor allem bei den kleineren
Zwerghamstern die bessere Alternative, ist es ratsam eine Höhe von mind. 40 cm nicht zu
unterschreiten, da diese kleinen Tierchen doch recht hohe Sprünge vollbringen. Eine Abdeckung, die man mit
etwas Geschick selbst machen kann, ist hier zur Sicherung allerdings auch bei
ausreichender Höhe immer ratsam (Hamster finden fast immer einen Weg nach oben!).
Eine sehr gute Möglichkeit die Grundfläche der
Hamsterbehausung zu vergrößern, ist der Einsatz von ein bis zwei zusätzlichen Ebenen, je nach
Höhe des Hamsterheims. Hierfür eignet sich z. B. eine Spanplatte (Dicke: 8 mm),
die man dann auf einige
Häuschen oder dicke Äste legt. Natürlich müssen die zusätzlichen Ebenen auch wieder mit
Einstreu bedeckt werden.
Mit etwas Geschick lässt sich auch ein Terrarium für die Zimmerecke
selbst bauen, wobei man aber den spitzen Winkel des Dreiecks etwas kappen sollte. Tut
man dies nicht, verlockt man den Hamster dazu, diesen "Eingang" zu erweitern
(alles was trichterförmig ist, ist in den Augen eines Hamsters ein
Höhleneingang). Das Ergebnis: der Hamster sitzt stundenlang in der Ecke,
scharrt und nagt unentwegt. Natürlich, sollte man dies lieber vermeiden.
Nistmaterial wie Hamsterwatte, Papiertaschentücher, Heu usw. sollte immer in
kleinen Stücken im Hamsterheim verteilt werden, so kann der Hamster das Material
selbst einsammeln und dort hinbringen wo er es gerne hätte, dies macht er in
freier Natur genauso.
Bei der Verwendung von Vogelsand muss man darauf achten, dass dieser feinkörnig
ist und keine großen Muschelstückchen enthält (können evtl. herausgesiebt
werden), denn diese können die feinen Hamsterpfötchen verletzen.
Sehr beliebt - bei
Zwerghamstern beispielsweise - sind die sogenannte Toniglus. Diese haben
auch den Vorteil, dass sie nicht angenagt werden können. Bei
Mittelhamstern werden diese für ausgewachsenen Tiere aber leider meist zu klein. Hier kann man aber mit
einem Eigenbau aus einem Tonblumentopf Abhilfe schaffen, diese gibt es ja in den verschiedensten Größen.
Natürlich braucht der Blumentopf auch einen "Eingang", dazu wird der Tontopf ordentlich nass gemacht
(verringert die Oberflächenspannung) und mit einem scharfen Gegenstand (Schraubendreher, grosser
Nagel o. ä.) das Loch vorgezeichnet, sprich ziemlich tief reingekratzt. Dann kann man mit einer geeigneten
Zange (ideal sind Knippelzangen vom Fliesenlegen), vorsichtig Stück für Stück herausbrechen. Die
vorgeritzte Fuge hilft ein wenig, das Loch nicht zu gross werden zu lassen. Danach wird der Rand noch
ordentlich mit Schleifpapier geglättet und fertig ist das selbstgebaute Tonhaus. Bei extrem dicken Tontöpfen
(gerade der Rand ist oftmals zusätzlich verstärkt) kommt es bei dieser Methode allerdings immer mal wieder zu
Scherbensalat. Hier sollte man dann auf eine etwas professionellere Art ausweichen und sich der Hilfe eines
Lochkreisschneiders bedienen. Den gibt es für Holz, Metall und Beton (Beton ist in diesem Falle die richtige
Wahl, ein sogenannter VideaBohrer), in verschiedenen Durchmessern, angefangen von 5 bis zu 20 cm, im
Baumarkt. Im Prinzip ein normaler Bohrer (Führungsloch) mit einem Kreisschneider außen rum. Auch hier
wird wieder die Spannung vom Ton genommen, indem der Topf nass gemacht oder auch mit Speiseöl beschmiert wird.
Während des Bohrens sollten die Bohrstelle und der Schneider weiter mit Öl gekühlt werden, ansonsten läuft man
Gefahr, dass Werkzeug oder Topf zu heiß werden und kaputt gehen. Abschließend wird dann nur noch der Rand
abgeschliffen, der Topf ordentlich gereinigt und der Hamster kann einziehen.
Aus Terrakotta (lufthärtend, gibt es im Kaufhaus in der Bastelabteilung) lassen sich jede Menge
Einrichtungsgegestände oder praktische Kleinigkeiten für das
Hamsterheim selber herstellen. Ob
Futternapf, Höhle, eine Schale für das
Hamsterklo oder eine Halterung für die
Trinkflasche, hier sind dem begabten Hobbybastler kaum
Grenzen gesetzt. Die Masse lässt sich recht einfach modellieren und härtet dann ganz von alleine an der Luft aus.
Als
Schlafhäuschen kann man auch Wellensittichnistkästen benutzen. Diese bieten
reichlich Platz und haben einen weiteren großen Vorteil. Denn man kann ihr Dach
aufklappen, um zu kontrollieren, ob der Hamster verderbliche
Futtermittel eingelagert hat. Zusätzlich verfügen diese Häuschen über einen Boden. Damit kann
man den Hamster dann mit samt dem
Nistmaterial herausheben, um die Behausung zu reinigen. Das relativ große Dach erfüllt weiterhin den
Zweck, ein guter Stellplatz für einen
Futternapf zu sein, der somit nicht unter der Einstreu verschüttet wird.
Hamster wechseln öfter mal ihren Schlafplatz, von daher sollte man dem Tier auch immer
mehrere Unterschlupfmöglichkeiten zur Verfügung stellen. Es kommt auch immer wieder vor,
dass der Hamster sein Nest außerhalb eines
Häuschens baut. Dies ist nicht schlimm, sondern eher ein Zeichen von Vertrauen und
Sicherheit, denn so "ungeschützt" liefert sich der Hamster nicht jedem aus.
Da der Hamster sich zum Fressen gern in den Napf setzt und ihn auf diese Weise
für Artgenossen blockieren könnte, sollte man, falls mehrere Hamster zusammen
gehalten werden oder man
züchten möchte, ein Gefäß nehmen, das groß genug ist, so dass es vom größten Hamster nicht ganz
ausgefüllt wird, damit auch die anderen Tiere noch eine Chance haben, an das Futter zu kommen.
Als Fressnapf kann man auch Blätter von Buche- oder Haselnussbäumen benutzen,
diese werden dann als
Saftfutter zusätzlich verzehrt. Eine weitere sehr gute und auch günstige Alternative zum herkömmlichen
Fressnapf ist ein glasierter Blumenuntertopf (aus Ton oder Stein, kein Plastik!).
Vorsicht vor sogenannten Food-Balls oder Futterkugeln, diese Drahtkostruktionen
sind schon etlichen Hamstern zum Verhängnis geworden. Schnell sind sie mit dem Köpfchen durch die
Zwischenräume geschlüpft, kommen dann aber oftmals nicht wieder raus und geraten in Panik.
Verstörte Tiere, schwere Verletzungen und sogar Todesfälle hat es schon gegeben. Damit das
Frisch- bzw. Saftfutter nicht direkt in der Einstreu oder auf einem Häuschen liegt, ist es besser
einen eigenen kleinen Napf dafür zur Verfügung zu stellen. Reste die vom Hamster zu seinen
Vorräten geschafft werden, sollten täglich entfernt werden.
Hamster sind neugierige kleine Lebewesen die auch mal gerne mit Kinderspielzeug
spielen. Z. B. sich in einem Spielzeugauto verstecken oder durch eine
Spielzeugburg streifen (auch hier sollte es sich immer um naturbelassenes
Holzspielzeug handeln!). Wichtig ist hierbei nur, dass die Tiere nie dazu
gezwungen werden, wenn sie Lust darauf haben, tun die Hamster das von ganz
alleine.
Die Flasche mit dem
Trinkwasser sollte man nicht oberhalb des Futternapfes anbringen, da immer mal wieder ein
Tröpfchen daneben gehen kann und somit das
Körnerfutter verdirbt. Gerade in Aquarien bieten sich
Trinkflaschen an, die z. B. in Holz eingefasst sind und einen dicken und breiten Fuß für einen sicheren Stand haben. Denn diverse
Saugnapf-Konstruktionen landen meist nach einiger Zeit in der
Einstreu und laufen aus, hier kann man sich aber auch mit doppelseitigem Klebeband behlefen, so
hält an sich jeder Saugnapf, auch eine selbstgebaute Halterung ausd Terrakotta (siehe oben) kann hier sehr hilfreich
sein. Auf keinen Fall sollte die Wahl auf ein Trinkschälchen fallen, da dies nur die Einstreu einnässt und für unhygienische
Zustände sorgt.
Achten Sie bei den immer beliebter werdenden
Hamsterklos - Katzenklo in Miniatur - darauf, dass das mitgelieferte, klumpige Katzenstreu nicht mit
verwendet wird. Dieses ist für Hamster absolut ungeeignet und kann, wenn es
verschluckt wird zum Tode führen. Verwenden Sie hier einfach feinen Vogelsand.
Sehr beliebt als stilles Örtchen sind auch ganz normale Papprollen. Diese haben
den Vorteil, dass sie recht schnell ausgetauscht und dadurch die
Reinigung der gesamten Behausung erheblich vereinfacht wird. Aber egal was Sie sich als Klo
vorstellen, im Endeffekt wird sich immer der Hamster selber seine Stelle
auswählen.
Eine besonders attraktive Tummelmöglichkeit bieten Langlochziegel, die zwei
parallele Röhren haben, in denen kann der Hamster gut "Verstecken" spielen.
Weitere günstige und gute Versteckmöglichkeit bieten Tonblumentöpfe oder
Pappröhren (z. B. von Toilettenpapier oder Papiertüchern) die man dem
Hamster in die
Behausung legt. Beim Durchmesser immer darauf achten, dass der
Hamster nicht stecken bleiben kann! Auch Steine als Aussichtsplattformen werden
gerne angenommen und dienen gleichzeitig noch der
Krallenpflege ebenso wie dicke Äste oder Wurzeln. Diese sollten aber immer gründlich mit heißem Wasser
und einer Bürste geschrubbt werden.
Auch Buddel- und Wühlkisten werden von vielen Hamstern sehr geschätzt. Diese
kann man ganz einfach selbst machen, indem man einen größeren Karton oder eine
Plastikbadewanne nimmt und sie mit Einstreu oder Sand füllt (z. B. Vogel- oder
feinem Sandkastensand), der Hamster hat sicherlich seinen Spaß darin.
Daneben dient ein solches Sandbad auch noch der
Fellpflege. Gerade für
Zwerghamster bietet es sich auch an, ca. ein Drittel der Grundfläche der
Behausung mit Vogelsand zu bedecken (2-3 cm hoch). Eine besondere Freude
kann man den Zwergen auch mit einer Sanddecke machen, da sich die kleinen Nager
gerne darin wälzen (ähnlich wie Hunde).
Es ist auch möglich dem Hamster ein richtiges Buddelparadies zu schaffen.
Teilweise werden solche Buddelkisten in Büchern gezeigt, allerdings wird dort
auch der Einsatz von Torf empfohlen. Dieser kann aber lebensgefährlich(!)
für die kleinen Nager sein, da er viel zu staubig ist und teilweise bis in die
Atemwege der Tiere vordringt. Daher ist von derartigen Füllungen auf alle Fälle
abzuraten ebenso wie von ein wenig Erde aus dem eigenen Garten. Grundsätzlich
ist es aber möglich, ein Aquarium voll mit trockener und keimfreier Erde zur
Verfügung zu stellen. Darauf wird dann beispielsweise der obere Teil des
Gitterkäfigs gesetzt. Ganz wichtig hierbei ist eben nur das richtige Material,
denn neben der Gefährdung, bietet Torf - ähnlich wie Sand - auch gar keine
Möglichkeit in trockenem Zustand Tunnel zu graben (aber bloß keine nassen
Füllungen verwenden!), da er immer wieder zusammenfällt. Auch Blumenerde
sollte unter keinen Umständen benutzt werden. Geeignet ist ungedüngte und nichtbehandelte Gartenerde
(aus dem Gartenmarkt), die kann man dann bei 200° im Backofen (einfach
eine lockere Schicht pro Blech) ca. 20 Min. richtig trocknen und
gleichzeitig damit (das ist im übrigen noch viel wichtiger und der eigentliche
Sinn) sämtliche Keime abtöten. Es ist auch möglich, Terrariumerde zu
verwenden. Diese gibt es meist in großen Terraristikfachgeschäften, aber auch
hier muss auf die nicht zu feinstaubige Konsistenz geachtet werden, denn es gibt
verschiedene Varianten. Wenn also mit dem richtigen Material gearbeitet wird,
ist nichts gegen derartige Buddelparadiese einzuwenden, denn in freier Natur
bauen sich die Hamster ja schließlich auch ihre Höhlen in 2 m Tiefe.
Natürlich ist so etwas nicht als Dauerbehausung zu verwenden, sondern lediglich
mal ab und an, um den Freilauf ein wenig angenehmer zu gestalten.
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