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Übersicht - Ernährung
Hinweise, Tipps und Tricks zur Ernährung
Bei der Gabe von Frisch- bzw. Saftfutter ist es gerade bei den langhaarigen Arten (z. B.: Teddy- oder Angora-Hamster) ratsam, dieses in einem kleinen Schälchen nicht direkt auf der Einstreu zu deponieren, sondern es auf ein Häuschen o. ä. zu stellen (aber immer auf einen sicheren Stand achten!). Dies hat den Vorteil, dass sich die kleinen Racker bei ihren Streifzügen durchs Revier nicht direkt immer das Fell verkleben.

Vorsicht vor sogenannten Food-Balls oder Futterkugeln, diese Drahtkostruktionen sind schon etlichen Hamstern zum Verhängnis geworden. Schnell sind sie mit dem Köpfchen durch die Zwischenräume geschlüpft, kommen dann aber oftmals nicht wieder raus und geraten in Panik. Verstörte Tiere, schwere Verletzungen und sogar Todesfälle hat es schon gegeben.

Frischfutter das verderben kann, muss täglich aus dem Hamsterheim und auch aus den Häuschen entfernt werden, die Trockenfuttervorräte sollten im Häuschen bleiben und möglichst nicht zerstört werden. Außerdem sollte das Saftfutter auch nicht zusammen mit dem Trockenfutter in einem Napf angeboten werden, so kommt es schnell zu Schimmel- und Pilzbefall.

Frischfutter kann man auch ohne Probleme selber anbauen. Samen gibt es in jedem Gartenmarkt, dies ist günstiger und frischer als Gekauftes. Da Hamster von Natur aus gerne Kräuter essen, bietet sich natürlich auch bei der Heimtierhaltung die Gabe von diversen Kräutern an. Dies dient dann zum einen der Vorsorge vor bösen Infektionen oder Krankheiten und zum anderen hat es den Vorteil, dass man meist nur einem Hamster, der an die Gabe von Kräutern gewöhnt ist, auch bei einer bestehenden Krankheit damit Linderung verschaffen kann.

Die Ernährung eines Hamster ist sehr wichtig, vor allem darf nicht auf Vitaminreiches Futter verzichtet werden, viele Vitamine enthalten z. B. auch Löwenzahn und Weizenkeime, dies werden von jedem Hamster als ganz besonderes und gesundes Leckerlie angesehen. Zusätzliche Vitamine, z. B. in Form von Tropfen, wie sie der Fachhandel häufig anbietet, sind dagegen bei einer ansonsten ausgewogenen und abwechslungsreichen Kost nicht nötig. Im Falle einer Krankheit können natürlich zusätzliche Vitamine oder Mineralstoffpräparate zur Unterstützung eingesetzt werden, das sollte dann aber immer mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.

Ein ausgewogener Speiseplan sieht auf alle Fälle auch einen gewissen Teil tierischer Nahrung vor. Sollten Sie einen Ekel bei der Handgabe von Mehlwürmern entwickeln, kann hier auch eine kleine Pinzette benutz werden. Auch ganz frisches Rinderhack wird sehr gerne genommen (niemals vom Schwein - zu fettig!), aber hier ist ganz besonders wichtig, darauf zu achten, dass der Hamster die angebotenen Menge direkt verputzt (am besten ein wenig auf der Fingerspitze anbieten) und nicht in irgend ein Futterversteck schleppt, da sich dann sehr leicht Salmonellen bilden können.

Eine große Freude kann man einem Zwerghamster mit Kolbenhirse, Apfelbaum- und Löwenzahnblüten oder deren Wurzeln machen. Aber auch Äste von Obstbäumen, Weiden, Haselnuss, Birken, Pappeln, Buchen, Linden, Eschen oder Erlen sind sowohl als Kletter- als auch Nagegerätschaft beliebt - dies gilt für alle Hamster. Gleichzeitig dient es neben der Zahn- auch noch der Krallenpflege. Auch das Laub kann, wenn es sich um ungespritzte und -behandelte Zweige handelt, dran gelassen werden. Allerdings sollten die Äste gründlich mit heißem Wasser und einer Bürste abgeschrubbt werden.

Leckerlis sollten nur in geringen Mengen verfüttert werden, denn der Hamster wird durch seine normales Futter ausreichend mit den für ihn Notwendigen Bestandteilen versorgt. Ein zu große Gabe von zusätzlicher Nahrung wie eben Leckerlis kann dann zur Verfettung des Tieres führen.

Leckerbissen können dem Hamster sowohl in Form von pflanzlicher- oder auch tierischer Nahrung angeboten werden. Wenn man ihm gelegentlich ein Grasbüschel mit Wurzel und anhaftender Erde oder ein Moospolster gibt, freut er sich sicherlich darüber (allerdings sollte es von einer sauberen Wiese kommen). Solche Schätze werden eingehend untersucht und angeknabbert und lassen sich hinterher sogar noch als Nistmaterial benutzen. Da in solchen Pflanzengewirren kleine Tiere leben, werden diese ebenso mit Vorliebe gefressen. Achten Sie hierbei aber immer auf das sehr gefährliche Mutterkorn!

Achten Sie bitte immer auf die Qualität Ihres Trinkwassers (Kupfer, Chlor, Nitrat, ...). Diese ist von Region zu Region sehr unterschiedlich und daher sollte das Wasser, um unnötigen Infektionen vorzubeugen evtl. abgekocht, gefiltert oder gleich durch einen sogenannten Nagertrunk ersetzt werden (im Zoohandel erhältlich). Aber auch Baby-Wasser ist geeignet (gibt es z. B. von Humana). Vorsicht(!) - handelsübliches Mineralwasser unterliegt noch geringeren Kontrollen als unser Trinkwasser und gerade Kohlensäure ist auf keinen Fall für Hamster geeignet. Anstelle von Trinkwasser ist es aber auch möglich, dem Hamster nur Saftfutter (Grünfutter), zur Regulierung des Flüssigkeitsbedarf, anbieten. Damit man weiß ob er genug davon gefressen hat, gibt man ihm soviel, dass am nächsten Tag noch ein kleiner Rest davon übrig ist. Dieser muss dann natürlich entfernt werden. Allerdings ist es, gerade in der warmen Sommerzeit und auch, um teilweise einige Aufbaupräparate oder Vitamintropfen mit unterzumischen, eigentlich nicht schlecht eine Trinkflasche zur Verfügung zu stellen.

Abwechslungsreiche Nahrung die man selbst zusammenstellen sollte, ist für den Hamster immer eine Freude in seinem relativ langweiligen Käfigleben. Zusätzlich kann man auch ab und zu Zierfischfutter unter die Nahrung mischen. Dadurch bekommt er ein besonders schönes und glänzendes Fell.

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