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Hamster dürfen niemals gebadet oder das Fell nass abgewaschen werden, das kann sehr
leicht eine Erkältung oder eine Lungenentzündung zur Folge haben - und
das wäre für die meisten Tiere das Todesurteil. Auch der ganze Streß, den das
Tier durch diese Tortur mitmachen muss, hat sehr negative Auswirkungen und bedeutet eine
verkürzte Lebenserwartung.
Ist das Fell eines langhaarigen Hamsters stark zerzaust oder haben sich
Einstreuteile darin verfangen kann man dieses mit einer alten Zahnbürste oder einem
groben Kamm hervorragend wieder in Form bringen. Ist es zu einer Verfilzung oder einem
Knoten kommen, muss diese Stelle vorsichtig mit einer stumpfen Schere (Babyschere)
entfernt werden.
Um dem Fell etwas mehr Glanz zu verleihen, kann man dem Tier etwas Zierfischfutter zur
Nahrung beimengen. Auch ein Sandbad (z. B. größerer Tonuntersetzer gefüllt mit
feinem Vogelsand) zur Fellreinigung ist sehr beliebt bei Hamstern und sorgt für
schönes Fell.
Neben der
Fellpfelge, dient ein Sandbad aber ebenso wie z. B. eine umgedrehte Fliese unter der
Eintreu, der
Krallenpflege. Auch Äste und das Laubwerk von unebahndelten Fruchtbäumen, Erlen,
Eschen, Buchen, Pappeln, Linden, Birken, Weiden oder Haselnuss (nie Tannen- bzw. Nadelhölzer
nehmen, deren Harze und Öle sind giftig für Hamster!) sind zum Einen sehr begehrt bei den
kleinen Nagern und dienen ebenfalls der Zahn- und Krallenpflege und sorgen für die regelmäßige
Abnutzung. Achten Sie aber bitte immer darauf, dass diese Äste dann gut mit heißem Wasser und
einer Bürste abgeschrubbt werden.
Das
Hamsterheim muss regelmäßig
gereinigt werden, denn ein unsauberes, feuchtes Hamsterheim führt nicht nur zur Geruchsbelästigung
für den Menschen sonder kann auch beim Hamster zu schlimmen Atemwegserkrankungen führen.
Achten sie darauf, dass sich verderbliche Nahrung nicht zu lange in der Behausung
befindet, dies führt dann leicht zu Schimmel- und Pilzbefall. Außerdem sollte gerade bei
den langhaarigen Arten (z. B.:
Teddy- oder
Angora-Hamster) das
Saft- bzw. Frischfutter in einem kleinen Schälchen und nicht direkt auf der
Einstreu deponiert werden. Es bietet sich an, dieses dann noch, auf ein
Häuschen o. ä. zu stellen (aber immer auf einen sicheren Stand achten!).
Das hat den Vorteil, dass sich die kleinen Racker bei ihren Streifzügen durchs
Revier nicht direkt immer das Fell verkleben.
Nach der Reinigung der Behausung das Nistmaterial nicht gleich in sein
Schlafhäuschen legen, denn ansonsten entgeht dem Hamster das Vergnügen
geschäftig zu sammeln und dem Besitzer der Spaß des Zuschauens.
Gerade bei den ersten Reinigungen sollte man auch ein wenig der alten Einstreu
und ein bisschen des gebrauchten
Nistmaterials wieder mit in die gereinigte Behausung geben. So wird es für das Tier schneller seine
gewohnte Umgebung.
Häuschen oder Spielsachen aus Holz können sehr gut mit Essig gereinigt werden.
Hinterher einfach ein wenig auslüften lassen. So sind die meisten Holzsachen
eine ganze Zeit zu verwenden, ohne dass sich gefährlich Bakterien bilden.
Auch eine 15 minütiges Kaliumpermanganatbad (eine Messerspitze in 10 Liter
Wasser, Häuschen einweichen - schön lila!) lässt Holzhäuschen länger leben.
Zur
Reinigung der Behausung bei starkem Uringeruch, sollte man keine
handelsüblichen Reinigungssprays benutzen, da der Hamster auf diesen Geruch
nicht mit Freude reagiert, sondern ganz einfach nur Essig. Dieser ist günstig
und stört den Geruchssinn des Hamsters nicht.
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