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Schon bei der Anschaffung eines Hamsters müssen Sie auch immer mit einkalkulieren, dass im Falle einer
Krankheit mal ein Tierarztbesuch auf den kleinen Freund zukommen kann. Hier können dann evtl. zusätzliche
und teilweise nicht unerhebliche Kosten auf Sie zukommen. Hier bietet es sich an, eine Spardose
anzulegen und monatlich für den Tierarzt zu sparen.
Hamster reagieren während der Ruhephase empfindlich auf Störungen und Lärm.
Diese verursachen Stress und setzen die Wiederstandskräfte gegenüber
Infektionen herab, dadurch werden die Hamster öfter krank und sterben meist auch
früher. Außerdem fördert der Stress auch die Aggressivität.
Ist ein Hamster sehr geschwächt, kann man versuchen ein wenig Honig in Milch zu
erwärmen und dieses stärkende Gebräu dann körperwarm und tropfenweise dem
Tierchen zu verabreichen (z. B. mit Hilfe eines Taschentuches, welches mit einer
Ecke eingetränkt wird).
Vor der Anschaffung sollten alle im Haushalt lebenden Personen auf jeden Fall
beim Arzt einen Allergietest machen lassen - viele Menschen haben eine
Tierhaarallergie.
Da ein Hamster meist nicht älter als 2 Jahre wird, sollte man sich über jeden
Tag des Zusammenseins freuen. Durch die Gabe von Heilkräutern - diese werden
auch in der Natur gerne gefressen - kann man das Immunsystem der kleinen Freunde
zusätzlich stärken und so auch schon mal das Tier an diese Kräuter gewöhnen.
Denn dann ist es teilweise möglich, diverse Krankheiten, durch die Anwendung
dieser Kräuter, zu lindern. Aber denken Sie immer daran, bevor sie lange
herumdoktern, dass die Hamster meist nicht lange durchhalten und somit
eigentlich immer auch ein Tierarzt zu Rate zu ziehen ist.
Schwangeren muss von der Haltung junger Hamster abgeraten werden, da einige
junge
Goldhamster (Zwerghamster
nicht) von der LCM-Seuche (Hirnhautentzündung) befallen sind. Diese ist auf Menschen
übertragbar und kann bei Schwangeren zu Frühgeburten oder Missbildungen beim Kind führen.
Bei einem älteren Hamster ab ca. 6 Monaten besteht jedoch keine Gefahr mehr.
Ganz wichtig ist auch, dass gerade bei Behandlungen mit Antibiotika, aber auch
bei der Verabreichung anderer Medikamente, zusätzlich noch BirdBeneBac-Paste
(beim Tierarzt erhältlich) verabreicht wird. Das sind Bakterien, die die
Darmflora schützen, denn diese wird bei den klein Nagern grundsätzlich durch
Medikamentengabe angegriffen! Kleiner Tipp, sollte Ihr Tierarzt diese Paste
nicht kennen, scheint es mit seiner Erfahrung auf dem Gebiet der Kleintierbehandlung nicht weit her zu sein.
Bei Fellproblemen bzw. Parasitenbefall kann als unterstützende Therapie auch ein
wenig Hanffutteröl mit unter das Futter gemischt werden, einen halben Teelöffel
pro kg Tiergewicht. Aber auch vorbeugend bietet sich ab und zu die Gabe von
Hanffutteröl an, denn die Vitamine, Spurenelemente, mehrfach ungesättigten
Fettsäuren und auch der Gehalt an Gamma-Linoleinsäuren machen dieses Öl sehr
wertvoll. Es stärkt so die Vitalität und das Immunsystem.
Wenn man nicht sicher ist ob der Hamster tatsächlich krank ist, kann man auch in
einer Tierarztpraxis anrufen dort das Verhalten des Hamsters schildern und so
schon mal vorab abklären ob ein Tierarztbesuch notwendig ist oder nicht.
Hamster klettern zwar gerne, sind jedoch nicht so elastisch wie z. B. Mäuse, von
daher können sie sich schon durch einen Sturz aus geringer Höhe schwer verletzen.
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