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Hinweise, Tipps und Tricks zur Hamsterzucht
Sollte es darum gehen, einen geeigneten Partner für einen bereits vorhandenen Hamster zu besorgen, ist es in einigen guten Zoofachgeschäften möglich auszutesten, ob sich das Pärchen auch wirklich versteht. Werden die Beiden dann zusammengesetzt, kann man sie auch jeweils mit der Einstreu des Anderen einreiben, so werden die Gerüche vertrauter und eine gewisse Revierzugehörigkeit simuliert.

Bei einem Paarungsversuch, sollte man immer das Weibchen zu dem Männchen in Heim setzen oder den Paarungsversuch auf neutralen Boden versuchen, auf keinen Fall darf das Männchen zu dem Weibchen gesetzt werden. Weibchen sind nur alle fünf bis sechs Tage Paarungsbereit an den restlichen Tagen beisst das Weibchen das Männchen energisch weg.

Die Ernährung der Hamstermutter ist vitamin- und eiweißreicher als sonst zu gestalten (am besten mit Mehlwürmern). Vor allem junge Weibchen benötigen viel Eiweiß. Hier hat sich auch schon die Gabe von Milch bewährt. Allerdings ist es völlig ausreichend, wenn man einen halben Teelöffel pro Tag zur Verfügung stellt, beispielsweise in einem flachen Eierbecher. Das Verhindert, dass das Weibchen die Jungen auffrisst.

Immer besonders ruhig und freundlich mit dem Tierchen umgehen, denn manche Weibchen sind in dieser Zeit schreckhafter und nervöser als sonst. Unruhe wie Lärm oder fremde Personen sind in dieser Zeit zu vermeiden.

Die Mutter darf auch auf keinen Fall während des Geburtsvorganges und auch einige Stunden nach der Geburt gestört werden. Daher sollte auch die Reinigung der Behausung auf ein Mindestmaß zurückgefahren werden und nur noch die Kloecken erneuert werden.

Es ist auch immer für genügend frisches Nistmaterial zu sorgen, damit das Weibchen alles immer wieder auspolstern kann. Dieses wird dann ca. 2 Tage vor dem voraussichtlichen Geburtstermin nochmals gewechselt (jedoch nie das Nest!). Danach sollte man das Tier vollkommen in Ruhe lassen, nur noch füttern und ggf. das Wasser wechseln. Notieren Sie sich auch den Tag der Paarung, so ist es recht leicht, den voraussichtlichen Termin für die Niederkunft zu errechnen.

Um eine verträglich Gruppe von Hamstern zu bilden, ist es am besten, wenn man mit einem Paar beginnt und die Jungtiere nach dem Heranwachsen bei den Eltern lässt. Achten Sie aber auf ein rechtzeitiges Trennen nach Geschlechtern (ca. nach 6-8 Wochen), da sonst mit einer unkontrollierten Vermehrung zu rechnen ist. Aber selbst bei einem eigentlich harmonischen Zusammenleben muss immer mit der evtl. Trennung gerechnet werden. Denn die eigentliche Dominanzphase beginnt erst mit ca. einem halben Jahr, und dann fangen die Einzelgänger doch heftiger an, ihr Revier zu verteidigen. Auch bei den an sich verträglicheren Zwerghamstern kommt dies immer wieder vor.

Außerdem ist auf jeden Fall von der Haltung eines trächtigen Weibchens auf einem Gitterboden abzusehen, da dies zwangsläufig zum Kannibalismus führt.

Überraschende Todesfälle bei jungen Hamstern können ein Zeichen für die Degeneration des Herzmuskels sein (Cardiomyopathie), hierbei handelt es sich um einen Erbdefekt und daher sollten in einem solchen Falle auch keinerlei weiteren Zuchtversuche, untereinander, mit Tieren aus dem gleichen Wurf, unternommen werden.

Eine ganz gute Möglichkeit herauszufinden, ob ein Hamsterweibchen paarungsbereit ist, sprich sich in ihrer "heißen Phase" befindet, ist ihr vorsichtig über den Rücken zu streichen. Stellt das Weibchen ihr Schwänzchen in die Höhe und bleibt stehen, ist sie paarungswillig.

Man kann den kleinen Rackern so ab dem 12.-14. Tag schon ein wenig Vollkornbrot in Milch (Milch abschütten!) aufweichen und in einem flachen Schälchen in die Behausung stellen, so wird ihnen zusätzlich die Umstellung auf feste Nahrung erleichtert.

Achten Sie darauf, dass sie zur Aufzucht am besten keinen herkömmlichen Gitterkäfig verwenden, denn selbst durch Gitterstäbe die einen geringeren Abstand als 1 mm haben sind schon junge Hamsterbabys entwichen und wurden dann leider häufig erst zu spät, einige Meter vom Käfig entfernt, verhungert oder erfroren von ihren Besitzern gefunden. Um einem solchen Szenario vorzubeugen, bietet sich ein sogenanntes Cricetinarium an oder man sichert die unteren 15-20 cm des Käfigs mit dünnen Sperrholzplatten, die von innen ans Gitter geklemmt werden, ab.

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