Sie sind hier: Startseite - Haltung - Gesunde Ernährung - Saft-/Frischfutter

Informationen zum Saft- bzw. Frischfutter für Hamster

Unverzichtbar für jeden Hamster

Neben dem Trockenfutter ist auch das Frisch- oder Saftfutter ein unverzichtbarer Bestandteil einer gesunden und ausgewogenen Hamsternahrung. Hiermit deckt der Hamster seinen Bedarf an Vitaminen und Mineralien ab, außerdem dient es auch als Flüssigkeitslieferant. Pro Woche nimmt ein ausgewachsener Mittelhamster davon ca. 80 gr. zu sich, also in der Regel ein Stückchen Obst (z. B. einen Apfelschnitz oder eine Weintraube oder eine kleine Erdbeere) und Gemüse (z. B. Karotten- oder Gurkenscheibe oder ein Salatblatt) pro Tag. Zwerghamster kommen mit ungefähr der Hälfte hin. Es sollte allerdings darauf geachtet werden, dass die vergängliche Nahrung täglich erneuert wird und Reste aus der Behausung entfernt werden. Schauen Sie auch regelmäßig ins Häuschen, gerade Mittelhamster sind dafür bekannt, auch schon mal frisches Obst und Gemüse mit in ihre Vorratskammer zu schleppen und dort ensteht dann schenll ein ideales Klima für Pilze und Bakterien. Daher sollte das Saftfutter auch nie im selben Napf wie das Trockenfutter und immer nur frisch und in kleinen Mengen angeboten werden, denn ein übermäßiger Genuss kann beim Hamster Verdauungsprobleme hervorrufen. Gerade Steinobstarten wie Kirschen, Pfirsich, Pflaume, Quitte, Nektarine, Mirabelle o. ä. enthalten sehr viel Fruchtzucker und können in größeren Mengen zusammen mit Wasser schnell zu starkem Durchfall führen, daher wenn, dann immer nur in sehr kleinen Mengen verfüttern und bitte auch immer die Kerne entfernen, denn diese enthalten ein gefährliches Gift (siehe auch: Gefahren für Hamster - giftige Pflanzen)!

Bei gekauftem Obst- und Gemüse ist eine sehr gründliche Wäsche nötig, da die diversen Spritzmittel extrem schädlich für die kleinen Nager sein können, auch in Konservierungsmittel eingelegte Nahrungsmittel dürfen nicht verfüttert werden. Einige der Obst- und Gemüsesorten bzw. Kräuter oder Blüten lassen sich sogar selber anpflanzen oder auch in der freien Natur einsammeln. Dabei sollten keine direkt vom Straßenrand gepflückten Pflanzen oder auch Kräuter verwendet werden und auch die Pflanzen auf Wiesen, die als Hundetoilette dienen, sind nicht als Frischfutter geeignet.

Hamster mit Frischfutter
Hamster im Schlaraffenland

Aber nicht nur das Obst, auch die Äste und das Laubwerk von Fruchtbäumen (nie Tannen- bzw. Nadelhölzer, deren Harze und Öle sind giftig für Hamster!), Erlen, Eschen, Buchen, Pappeln, Linden, Birken, Weiden oder Haselnuss sind sehr begehrt bei den kleinen Nagern und dienen zusätzlich der Zahn- und Krallenpflege. Achten Sie aber bitte immer darauf, dass diese Äste dann gut mit heißem Wasser und einer Bürste abgeschrubbt werden.

Bei den verschiedenen Kohlarten möchten wir darauf hinweisen, dass diese nur in geringen Maßen angeboten werden sollten. Da Kohl ebenso wie auch bei uns Menschen, bei Hamstern zu Blähungen und Verstopfungen führen kann. Bei Blattgemüse wie Spinat, Salat und Gemüse mit Speicherknollen (z. B. Kohlrabi, Rote Beete oder Radieschen) kann es zu einer hohen Nitratbelastung kommen. Vor allem bei Treibhausware kann es hier zu Verdauungsstörungen kommen, daher sollten an sich nur unbehandelte Freilandpflanzen in kleinen Mengen verfüttert werden. Auch Zitrusfrüchte (Mandarinen, Orangen) sollten Hamster nur in sehr kleinen Mengen bekommen, da der relativ hohe Gehalt and Fruchtsäure zum Problem werden kann.

Hamsterbabys bzw. -jungtiere sollten in den ersten 6-8 Wochen kein Frisch- bzw. Saftfutter und auch kein Wasser bekommen, da das Magen-Darm System der kleinen Nager in dieser Zeit noch nicht vollständig entwickelt ist, kann es zu Durchfallerkrankungen kommen. Daher ist es ratsam die Kleinen statt dessen nur mit Möhren und kleinkörnigem Trockenfutter zu versorgen.

Neben den verschiedenen Obst und Gemüsesorten ist es auch möglich, heilende Kräuter und Blüten anzubieten, da Hamster ja auch in freier Wildbahn gerne Wildkräuter verzehren, sind sie bei vielen Hamster sehr beliebt. Wichtig ist hier nur, dass schon gesunde Tiere an die Kräuter gewöhnt werden, da sich so nicht nur Krankheiten heilen, sondern auch vorbeugen lassen. Löwenzahn oder Gänseblümchen stärken beispielsweise die Nierenfunktion und Magendarmtätigkeit und sind so, bei Erkältungskrankheiten, eine zusätzliche Hilfe. Appetitlosigkeit kann eventuell mit der Gabe von Beifuss gelindert werden, aber auch die blutstillende Schafgarbe, entzündungshemmende Ringelblume oder Spitzwegerich gegen Magen-Darm-Infektionen, sind bei Hamstern sehr beliebte Kräuter. Natürlich ersetzen sie niemals den Weg zu einem kompetenten Tierarzt, sie können dann aber zur Unterstützung eingesetzt werden.

Auch Trockenfrüchte können verfüttert werden. Allerdings sollten diese im Reformhaus gekauft werden und dürfen nicht geschwefelt sein. Von vielen Hamstern begehrt sind hier Rosinen, Korinthen, Aprikosen, Datteln, Feigen, Pflaumen oder Hagebutten.

Hier eine Liste der möglichen Obst-/Gemüsesorten für die kleinen Nager:
  • ÄpfelÄpfel (süß)
  • Apfel- und Kirschbaumblüten (sehr beliebt bei Zwerghamstern)
  • BananenBananen
  • Orange und Mandarine
  • BirneBirnen
  • ErdbeereErdbeeren
  • Löwenzahnblüten, -blätter und -wurzeln (sehr beliebt bei Zwerghamstern)
  • Kartoffeln (Keimlinge und Grün entfernen, giftig)
  • KürbisKürbis
  • Spitzwegerich
  • Bärenklau
  • TomateTomaten (Grün entfernen, giftig)
  • frischer Mais (auch aus der Dose)
  • Blumenkohl
  • Sellerie
  • PaprikaPaprika (gelbe)
  • Rote Beete
  • Sojasprossen
  • Vogelmiere
  • Weißkohl
  • Katzengras
  • TraubenTrauben (süß)
  • Ananas
  • Mango
  • Melone
  • Schlangengurken
  • Kohlrabi
  • BroccoliBroccoli
  • Zucchini
  • SalatSalate (Feld-, Eisbergsalat, Endivie, Chicoree)
  • Möhren (Kraut beliebt bei Zwerghamstern)
  • Spinat
  • Petersilie
  • selbst gepflanzte Wiesenkräuter
    (im Topf)
  • Schnittlauch
  • Kresse
  • Klee
  • Gänseblümchen

Hinweis: Grundsätzlich gilt für Saft- bzw. Frischfutter: Täglich frisch und immer nur in kleinen Mengen! Vor allem Kohl oder Zitrusfrüchte können in zu großen Mengen zum Problem werden!

Speedy´s Hamster-Forum

12 % Preisnachlass auf Futter bei Zooroyal

Hey Zusammen, bei https://gutscheinlike.de/zooroyal gibt es gerade einen Promocode für Zooroyal. Damit bekommt man einen Preisnachlass in Höhe von ...

Rotklee für Hamster?

Hallo, wir haben hier in unserem Garten recht viel Rotklee. Nundachte ich daran, dass man den Rotklee auch den Hamstern anbieten kann. Laut http://...

Dschungarisches Zwerghamster Futter?

Hallo liebe commi, ich habe mal eine frage ich habe mir über ebay Kleinanzeige von einer ehemaligen dschungaren Halterin fütter gekauft. Laut ihr h...

Jede Menge weitere Themen und
Beiträge rund um Hamster

Wichtige Hinweise

Frischfutter das verderben kann, muss täglich entsorgt werden. Vorräte an Trockenfutter sollten wenn möglich im Häuschen bleiben.

Grundsätzlich gilt für jedes Saft- und Frischfutter, immer nur in kleinen Mengen!

In den ersten 6-8 Wochen sollten Hamsterjunge noch kein Wasser oder Saftfutter bekommen, dies kann zu Durchfall führen und den Tod für das Tier bedeuten.

Ein Foodball ist für Hamster absolut ungeeignet!Vorsicht vor sogenannten Food-Balls oder Futterkugeln, diese Drahtkostruktionen sind schon etlichen Hamstern zum Verhängnis geworden. Schnell sind sie mit dem Köpfchen durch die Zwischenräume geschlüpft, kommen dann aber oftmals nicht wieder raus und geraten in Panik. Verstörte Tiere, schwere Verletzungen und sogar Todesfälle hat es schon gegeben.

Damit das Frisch- bzw. Saftfutter nicht direkt in der Einstreu oder auf einem Häuschen liegt, ist es besser einen eigenen kleinen Napf dafür zur Verfügung zu stellen. Reste die vom Hamster zu seinen Vorräten geschafft werden, sollten täglich entfernt werden.

Weitere Hinweise, Tipps und Tricks zur richtigen Ernährung

Tipps & Tricks

Nicht nur das Obst, auch die Äste von unbehandelten Obstbäumen aus dem Garten - ruhig mit Laubwerk - sind sehr beliebt bei den kleinen Nagern.

Kräuter und Blüten können durchaus vorbeugende und auch ein gewisses Maß an heilender Wirkung haben. Natürlich ersetzten sie nicht den Weg zum Tierarzt!