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Übersicht - Krankheiten - Durchfallerkrankungen
Bei Durchfall muss davon ausgegangen werden, dass sich der kleine Nager eine Darminfektion durch verdorbenes Futter, zu einseitige Maisernährung oder feuchtes Nistmaterial zugezogen hat. Es kann aber auch hier mit einer zu kalten, feuchten oder zugigen Umgebung zusammenhängen. In einem solchen Fall ist es ratsam, dem Hamster eine strenge Diät zu verordnen, die nur aus Trockenfutter besteht. Zusätzlich kann man noch leicht abgekochten und abgekühlten Kamillen-, Ringelblumen-, Pfefferminz- oder Schwarzen Tee (ohne Zucker) anstelle des Wassers in die Trinkflasche geben. Auch die Gabe von getrockneten Heidelbeeren hat sich bei chronischem Durchfall schon gut bewährt.
Da es sich allerdings bei sämtlichen Durchfallerkrankungen doch um meist recht ernstzunehmende Krankheitsbilder handelt und die kleinen Hamster einen solchen Flüssigkeitsverlust auch nicht lange kompensieren können, sollte auf jeden Fall immer noch ein Tierarzt konsultiert werden. Beispielsweise könnte es sich um die sogenannte "Wet Tail"- oder die gefürchtete "Tyzzer´sche Krankheit" handeln.

Gestörtes Allgemeinbefinden, Futterverweigerung und unstillbarer Durchfall können beispielsweise auch auf eine Salmonelleninfektion hinweisen. Diese Art gehört mit zu den gefürchtetsten Erregern von Darminfektionen. Die Ansteckung erfolgt häufig durch kotverschmutztes Futter und durch unsaubere Einstreu bzw. unhygienische Haltungszustände. In einem solchen Fall muss das Tier sofort(!) zum Arzt, denn Salmonelleninfektionen führen beim Hamster meist innerhalb weniger Tage zum Tod. Natürlich müssen auch die gesamten Haltungsumstände verbessert werden!

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Mastdarmvorfall
Nassschwanzkrankheit
Mastdarmvorfall bzw. Nassschwanzkrankheit beim Hamster
Verklebungen im Analbereich, wässriger Durchfall oder ein Mastdarmvorfall sind Hinweise auf eine Darmkrankheit die sich Nassschwanzkrankheit nennt und vor allem bei Junghamstern im Alter von 3 bis 8 Wochen zu beobachten ist. Die Ursachen dieser Krankheit sind verschiedene Stressauslöser, wie das Trennen von der Mutter, Umquartieren in einen neue Behausung, Transport, Futterumstellung oder ein zu kalter Käfigstandort. Diese Dinge führen zu einer Störung im Bereich der Darmflora und es kommt dann zu einer Kolibazillose. In diesem Fall muss das Tier sofort(!) zum Tierarzt, denn bei akutem Verlauf verenden die Hamster innerhalb von 2 Tagen, bei einem nicht ganz so akutem Verlauf, der sich meist über mehrere Tage erstreckt, kann der Tierarzt helfen. Auf keinen Fall sollte man selbst mit Tee, Tierkohle oder anderen Hausmittel einen Behandlungsversuch unternehmen. Jeder Tag ohne tierärztliche Hilfe, kann über Leben und Tod entscheiden!

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Eine weitere, sehr gefährliche und auch gefürchtete, bakterielle Infektion vor allem bei Jungtieren und auch auch bei den Müttern, ist die sogenannte "Tyzzer´sche Krankheit". Bei den älteren Tieren kann diese Krankheit chronisch und langsam schleichend verlaufen. Betroffenen Tiere sitzen völlig zusammengekauert in einer Ecke und bewegen sich kaum noch. Ihr Fell steht struppig ab und sieht erbärmlich aus. Oft macht sich diese Infektion auch noch durch Durchfall bemerkbar und hat gerade bei jungen Hamstern einen tödlichen Ausgang. Wobei bei den Jungtieren die Krankheit teilweise derart akut verläuft, dass die Tiere verenden ohne besondere sichtbare Symptome zu zeigen.
Es fällt außerdem auf, dass häufiger Tiere in Gruppenhaltung betroffen sind, als einzeln gehaltenen Exemplare und nur bei einer frühzeitigen Behandlung mit Antibiotika ist ein Heilungsversuch von Erfolg gekrönt, daher muss umgehend ein Tierarzt aufgesucht werden!
Nachgewiesen werden, kann die Infektion allerdings nur durch eine Obduktion, bei der wird dann hauptsächlich die Leber auf Bakterien untersucht.
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Das Thema im Überblick
Der Hamster ist krank - was nun?
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Abmagerung und Verfettung
Durchfallerkrankungen und Infektionen
- Salmonelleninfektion
- Wet Tail
- Tyzzer´sche Krankheit
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Wichtige Hinweise
Überraschende Todesfälle bei jungen Hamstern können an einer Degeneration des Herzmuskels liegen (Erbdefekt), es sollten keine weiteren Zuchtversuche, mit Tieren aus dem gleichen Wurf, unternommen werden. Außerdem könnte es auch die Tyzzer´schen Krankheit sein. Gerade bei Jungtieren verläuft diese Krankheit derart schnell, dass man kaum Anzeichen oder Symptome feststellen kann.
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