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Woran erkennt man eine gute Zooabteilung im Baumarkt?

Mittlerweile gibt es verschiedene Baumarktketten, die Nagetiere zum Verkauf anbieten. Im Großen und Ganzen sollten hier natürlich dieselben Vorraussetzungen gegeben sein wie in guten Zoofachgeschäften. Auch hier muss jemand mit einem Sachkundenachweis anwesend sein, auch hier sollten die Behausungen ausreichend groß, interessant und sauber sein und das Personal sollte natürlich potentielle Käufer ausreichend und korrekt beraten können. Vor allem aber sollte der Verkauf der Tiere, des Futters und Zubehör in einer separaten, dem Baumarkt angegliederten, Zooabteilung stattfinden.

Aber es gibt ein paar Punkte, die beim Baumarkt noch zusätzlich beachtet werden müssen, wenn man mit seinem Tierkauf keine schlechte Haltung finanzieren möchte.

  • Die Behausungen sollten ruhig stehen. In Baumärkten gibt es oft Musik aus Lautsprechern, der Tiere den ganzen Tag ausgesetzt sind. Auch wenn es Ihnen vielleicht nicht laut vorkommt, denke Sie daran, dass Nagetiere alle deutlich besser hören können (oder in dem Fall: hören müssen!) als menschliche Ohren. Im Baumarkt selber kann es ruhig Musik geben, aber nicht in der Zooabteilung.
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Auf welchem Wege sind Sie zum Hamster gekommen?
Auf welchem Wege sind Sie zum Hamster gekommen?*
  • Häufiger als im Zoofachgeschäft, gibt es grade in Baumärkten extrem geruchsintensive Artikel, wie zum Beispiel Dünger, Duftkerzen, Anti-Mücken-Fackeln oder ähnliches. Auch in der Nähe dieser Artikeln haben lebendige Tiere nichts verloren. Die Tiere müssen das aushalten, bis sie ein neues Zuhause finden, Tag und Nacht! Auch haben die meisten Nager einen besseren Geruchssinn als wir Menschen, was Sie vielleicht nur lästig finden oder kaum wahrnehmen, kann für einen Hamster unerträglich stinken.
  • Gifte oder gesundheitsschädigende Stoffe haben ebenfalls nichts in der Nähe von lebenden Tieren verloren. Schon gar nicht solche, die gasförmig sind, wie z. B. Farben, Lacke, Lösungsmittel oder Klebstoffe, denn es geht immer mal eine Dose beim Einräumen kaputt oder wird undicht geliefert.
  • Die meisten Baumärkte haben eine Zuschnittabteilung für Holz, diese sollte auch in ausreichender Entfernung der Zooabteilung sein. Gleiches gilt für andere laute Geräte, die z. B. vorgeführt werden müssen (Motorsägen, Astzerkleinerer für den Garten o .ä.).
  • Es muss immer eine Aufsichtsperson da sein, die ein Auge auf die Behausungen hat, damit nicht Kinder beispielsweise irgend etwas hinein schmeißen können, was der Gesundheit der Tiere abträglich ist. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, die Tiere in Glasbehausungen mit ausreichender Lüftung (!) untergebracht sind, auf die nur das Personal Zugriff hat. Solche Aufsichtspersonen müssen nicht unbedingt etwas von den (bzw. allen) Tieren verstehen, sollte aber in jedem Falle einen kompetenten Kollegen rufen können, der Sie berät.
  • Es versteht sich hoffentlich von selbst, dass Pflanzen, insbesondere giftige Pflanzen, nicht in die Behausungen reichen dürfen (Baumärkte kombinieren ihre Tierabteilungen gerne mit den Gartenartikeln). Auch dürfen von oben keine Blätter von Pflanzen in die Behausungen fallen.
  • Wie im Zoofachgeschäft oder Tierheim sollten Hamster auch im Baumarkt nicht sinnlos geweckt werden. Als Hamsterfreund sollten Sie auch nicht darum bitten, dass man die Tiere für sie weckt, sondern sich nach den Zeiten erkundigen, in denen die Hamster üblicherweise wach sind.

Wichtige Hinweise

Leider erlebt man oft katastrophale Bedingungen in Baumärkten bzw. in deren Zooabteilungen und ein Kauf der Tiere spielt dann auch noch in die Taschen solcher Läden, hat man ein Tier „gerettet“ ist ein Neues da. Besser ist da schon der Versuch gegen solche Bedingungen vorzugehen, indem man sie dem staatlichen Veterinäramt meldet oder den örtlichen Tierschutzverein einschaltet und dort einen Bericht über das Erlebte abgibt, am Besten mit Zeugen. Darin sollte der Tatbesandt stehen, der genaue Zeitpunkt - Datum, Uhrzeit - der Name des zuständigen Verkäufers und evtl. weiter wichtig Einzelheiten. Ob es etwas bringst bleibt natürlich immer abzuwarten, jedoch ist das Veterinäramt dazu verpflichtet solchen Dingen nachzugehen, gerade wenn sie öfter vorkommen.