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Mittelhamster - Herkunft & Allgemeines

DER Hamster unter den Hamstern

Zur Gattung der Mittelhamster gehört eigentlich nur der wohl bekannteste Vertreter seiner Art, der Syrische-Goldhamster (Lat.: Mesocricetus auratus). Eigentlich, weil die drei anderen Mittelhamster, der Rumänische- oder auch Schwarzbrusthamster (Lat.: Mesocricetus newtoni) - dieser steht übrigens sogar unter Artenschutz - und die beiden Arten in Kleinasien sowie in Bulgarien so gut wie überhaupt noch nicht als Heimtier gehalten werden. Neben einigen Daten zur Verbreitung und Biologie ist auch nichts weiter über sie bekannt.

Wie der Name schon sagt, kommt der Syrische-Goldhamster ursprünglich aus Nordsyrien und ist dort eigentlich nur in der Aleppinischen Hochebene zu Hause. Anfang der 30er Jahre wurde er erst nach England, dann auch in die USA gebracht und eroberte kurz nach dem zweiten Weltkrieg die heimischen Wohn- und Kinderzimmer. Mit seinen ca. 15-18 cm Körpergröße ist er schon wesentlich kleiner als der Feld- oder Großhamster.

Herkunftsgebiet der Mittelhamster
Das Herkunftsgebiet der Mittelhamster ist Nordsyrien und dort auch eigentlich nur die Aleppinische Hochebene.

Neben den ganz "normalen" wildfarbenen Syrischen-Goldhamstern gibt es mittlerweile, aufgrund gezielter Kreuzungen, auch verschiedene andere Farb- und Fellvarietäten. Gerade in den USA und im europäischen Ausland (England, Frankreich, Schweden) bestehen sogar schon ganz spezielle Rassestandards und auch Ausstellungen, bei denen die Hamster nach diesen bewertet und prämiert werden. Ob eine derartige Zuchtkontrolle immer im Interesse der Tiere ist, sei erst Mal dahingestellt. Fakt ist jedenfalls, dass auch schon in deutschen Zuchtkreisen die Goldhamster nach ihren Farb- und Fellvarietäten unterschieden werden.

Junger Syrischer-Goldhamster
Junger Syrischer-Goldhamster
Einfarbiger Mittelhamster, schwarz
Auch dieser einfarbig schwarze Hamster ist ein Goldhamster.

Die Einfarbigen-Goldhamster, beispielsweise in den Farben schwarz, blau, grau, braun oder zobelfarben (wenn auch nicht ganz so oft). Oder in beige bzw. cremefarben (Cremefarbener-Goldhamster), sie findet man auch bei uns schon etwas häufiger als Heimtier. Die mehrfarbigen Goldhamster, in den Formen gescheckt (Schecken-Goldhamster), gebändert (weißband) oder schildpatt (gefleckt). Außer der Differenzierung nach Farben, unterscheiden sich die verschiedenen Züchtungen noch durch die Art und Länge des Fells. Da finden sich dann neben den eigentlichen kurzhaarigen Hamstern noch die langhaarigen Arten (Teddyhamster) und Hamster mit Satin- (Seiden- oder Russenhamster) oder auch mit dem sogenannten Rexfell (Angora-Goldhamster).

Die Entstehung der Unterarten ist zum einen auf die Vielfalt der Natur zurückzuführen (Mutationen) und zum anderen entspringen diese Arten einer Fülle von ganz gezielten Zuchtformen. Da meist versucht wird, gerade die Tiere aus einer Linie immer wieder zu paaren, bei denen die jeweiligen Merkmale extrem ausgeprägt sind, ist meist auch eine höhere Anfälligkeit dieser Tiere gegen allerlei Krankheiten zu beobachten.

Wie erwähnt ist diese Fülle von Abarten und Kreuzungen bei uns nicht unbedingt in jeder Zoohandlung oder auch bei Züchtern zu erhalten. Doch wird es wahrscheinlich nur noch eine Frage der Zeit sein, bis sich auch bei uns in Deutschland die ersten Rassestandards für Hamster durchsetzen.