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Übersicht - Anatomie- und Sinnesleistungen - Hamsterkörper
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Der Hamsterkörper im Überblick
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Das Bauchfell eines Hamsters ist weich und hell, Ausnahmen sind hier die
Groß- bzw. Feldhamster, bei dieser Art ist der Bauch sehr dunkel, fast schwarz.
Bei den weiblichen Tieren befinden sich an der Bauchunterseite auch die bis zu 16,
rosafarbenen, runden Brustwarzen, an denen dann, wenn nötig, eine ganze Schar junger
Hamsterbabys gesäugt werden können.
Dsungarische-Zwerghamster haben übrigens ein besonders dichtes Bauchfell, dieses
schützt die kleinen Nager dann in den kalten Wintermonaten auch vor vereistem Untergrund.
Der Hamstermagen besteht aus zwei Kammern, ähnlich der einer Kuh. Durch eine muskulöse Verengung wird
er in zwei Teile geteilt, in einen Vor- und einen Hauptmagen. Diese Anpassung ermöglicht die
Verdauung von Pflanzenteilen, die für einen Menschen z. B. gar keinen Nährwert hätten. Daher ist
nicht alles, was für uns gut ist, auch für einen Hamster gesund. Eher das Gegenteil ist der Fall,
denn die spezialisierte Verdauung kann durch menschliche Nahrung empfindlich gestört werden. Daher
sollten dem Tier keinerlei Reste vom Tisch zukommen.
Die
Nahrung bzw. der Speisebrei wird vom Vor- in den Haupt- bzw. Drüsenmagen - hier wird das ganze
dann mit Hilfe verschiedener Enzyme gespalten - dann über den Blind- und Dünndarm, in den Dickdarm,
transportiert. Im Dünndarm wird, mit Hilfe der Leber bzw. Gallenflüssigkeit und auch der
Bauchspeicheldrüse (=Verdauungsferment), die Hauptverdauung erledigt. Diese verwertete Nahrung
wird dann resorbiert und abschließend noch, durch den weiteren Abbau der Flüssigkeit im Dickdarm
entsprechend eingedickt und ausgeschieden.
Hinweis: Gerade bei den jüngeren Tieren kommt es vor, dass sie den Kot der Mutter oder auch ihren
eigenen fressen. Dies ist nicht weiter beunruhigend, da ein Hamstermagen in den ersten
Wochen noch nicht in der Lage ist alle Nährstoffe aus dem Futter zu holen. Daher wird
dann zum Aufbau der eigenen Darmflora der Kot gefressen.
Die Harnorgane beim Hamster bestehen aus Nieren, Harnleiter, Harnblase und -röhre
und dienen, ebenso wie auch bei uns Menschen oder anderen Tieren beispielsweise,
der Flüssigkeitsverwertung und -entsorgung.
Weibliche Hamster haben zwei Eierstöcke, einen Eileiter, eine Gebärmutter und eine
Scheide. Sie sind alle 4-6 Tage für ca. 12-20 Stunden
paarungsbereit. Zusätzlich besitzen sie an der Unterseite bis zu 16 rosafarbene,
runde Brustwarzen, die zum Säugen dienen.
Männliche Hamster haben zwei wulstartig hervortretende Hoden mit den dementsprechenden Samenleitern, diese
münden dann im Bereich der Vorstehdrüse in der Harnröhre. Bei männlichen
Mittelhamstern sind die Hoden direkt nach dem Aufstehen immer ein wenig angeschwollen,
dieses Phänomen hängt mit der Nestwärem zusammen. Die Schwellung nimmt mit zunehmender
Aktivität des Hamsters wieder ab.
Die Drüsen dienen den Hamstern zum Markieren ihres Reviers, hauptsächlich um Artgenossen
fernzuhalten, aber auch, um sich zu orientieren. Deshalb sind sie stets ziemlich aufgeregt, wenn sie
nach einer Reinigung in die
Behausung gesetzt werden. Denn dort fehlen plötzlich alle Duftmarken und sie müssen ihr Revier
wieder neu "erobern". Am Geruch kann ein Hamster aber auch Artgenossen identifizieren, deren
Geschlecht erkennen und sogar Botschaften übermitteln. So legen z. B. paarungsbereite Weibchen
lockende Duftspuren zu ihrem Bau. Für Menschen sind die Sekrete aus diesen Drüsen, zwar nicht zu
riechen, aber mitunter auf glatten Oberflächen deutlich zu sehen.
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| Bei hellem Fell und alten Tieren gut zu erkennen, die seitl. Duftdrüsen beim Mittelhamster |
Die Durftdrüsen beim
Mittelhamster sind relativ große, schwarze Talgdrüsen (werden häufig mit ekzemalösen
Erkrankungen oder Tumoren verwechselt!), im Flankenbereich der Tiere. Bei den Böcken sind
diese noch wesentlich stärker ausgeprägt, als bei den weiblichen Tieren, dies liegt auch mit an der
größeren Markierungsaktivität.
Feldhamster und auch
Chinesischen-Streifenhamster haben ebenfalls Duftdrüsen im Flankenbereich. Zusätzlich haben
Letztere aber auch noch welche an der Unterseite, im Bereich der Bauchmitte. Die anderen
Zwerghamster haben jeweils nur die eine, wesentlich kleinere Drüse im Bauchbereich, die
sogenannte Ventraldrüse. Auch hier kann man die Stelle, vor allem bei den Männchen, besonders gut
erkennen. Bei ihnen kommt es auch häufiger Mal zu einer Duftdrüsenentzündung, diese muss dann von
einem Tierarzt behandelt werden. Leicht verkelbtes Fell im Umfeld der Duftdrüse ist aber, vor allem
bei den männlichen Zwergen, nicht weiter ungewöhnlich oder besorgniserregend.
Neben diesen, auch für uns Menschen sichtbaren, Hauptdrüsen besitzt jeder Hamster, egal ob Mittel-
oder Zwerghamster auch noch weitere kleinere Duftdrüsen am Kopf, an der Bauchunterseite und an den
Geschlechtsöffnungen. Diese kommen vor allem dann zum Einsatz, wenn die Tiere sich gegenseitig
beschnuppern, z. B. vor einer
Paarung.
Die Vorderbeine der kleinen Nager sind sie kurz, besonders kräftig und dienen zum
Graben und Klettern. An diesen befinden sich jeweils kleine Pfötchen mit vier Zehen
und einem zurückgebildeten Daumen - dieser wäre beim Graben nur im Wege. Die Hamster
benutzen ihre Vorderpfötchen wie kleine Hände, beispielsweise um
Futter zu halten und in die
Backentaschen zu stecken. Aber auch das Gesicht wird mit ihnen geputzt
und die Backen wieder entleert.
Hinten sind die Beine bei den Hamstern länger und haben jeweils fünf Zehen an den
Pfötchen und sorgen durch die wesentlich dickeren Fußballen für einen festen Halt.
Zusätzlich werden sie ebenfalls zur
Fellpflege eingesetzt. Teilweise wirken die Tiere dabei wie ein Hund der sich
kratzt. Außerdem wird mit den Hinterpfötchen das beim Höhlenbau abgegrabenen Material
nach hinten bzw. draußen geschafft.
Abschließend noch der Hinweis, dass die zarten Hamsterpfötchen nicht richtig in der
Lage sind zu greifen bzw. zu packen. Auch beim sogenannten "Halten" von Futter,
werden lediglich die zwei Vorderpfötchen gegen die Nahrungsbrocken gepresst. Daher
brauchen Hamster immer einen ausreichend großflächigen Laufuntergrund. Neben den
viel zu dünnspeichigen Metallaufrädern die doch immer wieder für Hamster angeboten
werden, sind aus diesem Grund natürlich auch Drahtgitter, z. B. als Bodenfläche oder
als Zusatzebene, völlig ungeeignet und bergen eine Menge
Gefahren für die Tiere! Neben
Kannibalismus, hat die ständige Unsicherheit und Stressbelastung, oftmals auch
Selbstverstümmlung zur Folge.
Außerdem machen die kurzen Beinchen den Hamster sehr anfällig für
Verletzungen. Schon ein Sturz aus geringer Höhe kann tödliche Wirbelsäulenverletzungen zur Folge
haben.
Das Rückenfell der Hamster ist je nach Rasse verschieden lang und natürlich auch
unterschiedlich gefärbt. Außerdem dient es den Tieren als Schutz vor Hitze oder
Kälte und ist meist in der Natur so gefärbt, dass es zusätzlich noch als eine Art
Schutzvorrichtung dient.
Hamster haben kleine Stummelschwänzchen, je nach Art etwas länger oder kürzer. Bei einem
Mittelhamster wird dieser "Stummel" so ca. 1 cm lang, bei
Zwerghamstern höchsten 0,5 cm. Die Ausnahme bildet hier der
Chinesische-Streifenhamster und die verwandten
Graue- oder Balkan-Zwerghamster. Diese Tiere besitzen ein kleines Schwänzchen von 2-3
cm Länge. Daher bezeichnet man sie auch als Langschwänzige-Zwerghamster.
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Jungtiere fressen häufig den Kot der Mutter und auch ihren eigenen. Dies dient zum Aufbau
der Darmflora und ist nicht weiter beunruhigend.
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