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Übersicht - Hamster-Forum - Hamster-FAQ
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Frequently asked questions, häufige Fragen zum Thema "Hamster"
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Wie alt werden Hamster normalerweise?
Ca. 2-4 Jahre. Allerdings erreichen wenn überhaupt nur extrem robuste
Mittelhamster ein Alter von mehr als 3 Jahren, bei den kleineren
Zwerghamstern wird es kaum ein Exemplar geben, das wesentlich älter als 2 Jahre wird.
Aber auch Hamster - egal welcher Art - mit 1,5 Jahren können an Altersschwäche sterben,
ohne dass sich der Pfleger einen Vorwurf machen muss. Genaue Altersvorhersagen sind so
wie bei allen Lebewesen unmöglich.
Halten Hamster Winterschlaf?
In Gefangenschaft gehaltene Tiere halten keinen Winterschlaf, außer die Temperatur wird
gedrosselt und sinkt unter 10°. Dies kann aber für die Tiere gefährlich sein, da sie
sich in der Heimtierhaltung gar nicht darauf einstellen können und das nichts mit dem
eigentlichen Winterschlaf ihrer wilden Verwandten zu tun hat. Es ist dann eher eine
Winterstarre, die nicht immer direkt tödlich, aber auch nicht gerade förderlich für die
Gesundheit der kleinen Nager ist. In Freier Wildbahn, fangen die Hamster im Sommer an,
Vorräte zu sammeln. Diese lagern sie in ihren Gängen ein und wenn es dann kälter wird,
fangen die Hamster an, ihre Bauten abzudichten und Winterschlaf zu halten. Der dauert im
Durchschnitt 3-6 Monate (je nach Temperatur). Während des Winterschlafs wacht der
Hamster ab und zu auf und nimmt
Nahrung auf, dann schläft er weiter. Jedoch geht das alles in der Heimtierhaltung
nicht. Hier zeigt sich höchstens ein etwas ruhigeres Verhalten in den Herbst- und
Wintermonaten, und manchmal horten die Kleinen ein wenig mehr Vorräte. Aber ansonsten
sind sie 12 Monate im Jahr aktiv und legen keinen Winterschlaf ein. Man sollte darauf
achten, dass im Winter die nötigen Temperaturen und klimatischen Bedingungen im
"Hamsterzimmer" eingehalten werden.
Welches Gewicht ist für einen ausgewachsenen Hamster normal?
Mittelhamster haben ein Gewicht von 85-160 gr.,
Zwerghamster wiegen im Durchschnitt ca. 30-80 gr., das hängt natürlich auch immer mit
der jeweiligen Art und dem Alter des Tieres zusammen. Gerade mit zunehmendem Alter nehmen
viele Hamster radikal ab.
Wie alt sollte ein Hamster beim Kauf sein?
Ein
Mittelhamster sollte mindestens 4 Wochen alt sein, bevor er ein neues Zuhause
bekommt. Noch besser wäre es, wenn er 6-8 Wochen bei der Mutter bleiben kann, aber dem
steht im Allgemeinen die einsetzende Geschlechtsreife im Weg und in der Regel vertragen sich die
Tiere auch gar nicht so lange. Zwerghamsternachwuchs braucht die Nestwärme und
Fürsorger der Mutter ca. 6-8 Wochen, gerade aber bei den kleinen Robos bietet sich
teilweise sogar an Jungtiere und Mutter bis zur 10. oder 12. Woche zusammen zu lassen (je nach Wurfgröße und Entwicklungsstand).
Probleme mit der Geschlechtsreife bestehen kaum, da
Zwerghamster selten vor der 15. Woche beginnen ihrem Geschlechtstrieb zu folgen.
Außerdem vertargen sie aich oft auch eine längere Zeit in einer Gruppe. Egal aber, ob
Mittel- oder Zwerghamster, für alle Arten gilt auf jeden Fall immer, je länger die
Jungtiere bei der Mutter bleiben, umso besser ist es für ihr gesamtes Immunsystem und
das weitere Hamsterleben.
Mit wie viel Wochen sind Hamster ausgewachsen?
Mittelhamster sind normalerweise mit einem Alter von 12-15 Wochen ausgewachsen,
Zwerghamster dagegen wachsen noch bis ins hohe Alter, allerdings nur um ein paar
Millimeter, das eigentlich sichtbare Wachstum dauert auch bei ihnen ca. 15 Wochen.
Kann man Hamster kastrieren oder sterilisieren lassen?
Nein, normalerweise kann man Hamster nicht sterilisieren oder kastrieren lassen, das
Risiko ist zu groß, dass die kleinen Tiere die OP bzw. die Narkose nicht überleben. Wenn
überhaupt, werden derartige OP´s bei Hamstern mit Hodenkrebs oder anderen, ohne OP
unheilbaren
Krankheiten, im Genitalbereich von kompetenten Tierärzten durchgeführt. Kastration
oder Sterilisation ist kein geeignetes Mittel gegen unerwünschten
Nachwuchs. Einen Hamster ohne zwingende medizinische Gründe kastrieren zu lassen ist
absolut unverantwortlich. Ganz davon abgesehen, müsste z. B. ein
Pärchen ja auch zur OP getrennt werden und danach würden sich die Beiden eh nicht
mehr vertragen, zumal Er nicht mehr "kann". So etwas ist unter Tieren in vielen Fällen
sein Todesurteil. Hier ist es immer ratsam ein zweites
Hamsterheim zu besorgen, um Nachwuchs zu vermeiden.
Hamster dürfen niemals gebadet oder nass abgewaschen werden. Dies kann sehr leicht
eine Erkältung oder eine Lungenentzündung zur Folge haben - und das wäre für die meisten
Tiere das Todesurteil. Auch der ganze Streß, den das Tier durch diese Tortur mitmachen
muss, hat sehr negative Auswirkungen und bedeutet eine verkürzte Lebenserwartung.
Shampoo oder Seife sind zusätzlich eine Quälerei für den kleinen Nager, denn die nehmen
dem Fell seine Fettschicht und reizen unnötig die Haut des Tieres. Wenn dann noch Schaum
in die
Augen kommt, ist es ganz vorbei, denn Hamsteraugen sind sehr empfindlich. Hamster
reinigen ihr Fell mit ihren
Pfötchen und auch gerne mal in einem ausgiebigen Sandbad. Bei den
langhaarigen Arten kan man ggf. mit einer Zahnbürste oder einem groben Kamm bei der
Fellpflege helfen.
Kann ich meinen Hamster einen oder zwei Tage allein lassen?
Ein oder zwei Tage sind eigentlich kein Problem, drei Tage ist dann aber schon die
Grenze. Es muss natürlich für ausreichend
Futter gesorgt werden. In der kalten Jahreszeit kann auch mal eine Karotte oder ein
Stück Apfel ins
Hamsterheim gelegt werden, im Sommer würde ich davon abraten, da
Saftfutter doch schnell verdirbt. Das Wasser in der
Trinkflasche sollte direkt vor der Abreise gewechselt und aufgefüllt, damit es
möglichst lange frisch bleibt. Außerdem würde ich empfehlen die Kloecke zu säubern. Zu
oft sollte es allerdings auch nicht vorkommen, dass der Hamster alleine ist. Aber wie
gesagt, zwei oder drei Tage sind an sich kein Problem.
Kann man mehrere Hamster zusammen halten?
Eigentlich nicht, denn grundsätzlich sind Hamster Einzelgänger, alle Hamster. Ausnahmen
sind ab und zu einige Zwerghamsterarten. Bei
Dsungaren,
Campbells und
Robos kann man evtl. gleichgeschlechtliche Wurfgeschwister, die noch nie voneinander
getrennt waren, in einer Behausung halten. Allerdings gibt es niemals eine Garantie
dafür, dass es auf Dauer gut geht und man muss immer damit rechnen, dass die Tiere evtl.
aufgrund heftiger Streitereien getrennt werden müssen. Wenn man es versucht, gilt es auf
einiges zu achten, die Tiere müssen von
Geburt an zusammen sein, also Mutter und Tochter oder Geschwister aus dem gleichen
Wurf. Man braucht aber immer pro Hamster ein ausreichend großes
Hamsterheim, damit die Tiere bei ernsthaften Streitereien sofort getrennt werden
können. Die Gruppe darf niemals getrennt werden, wenn z. B. einer zum Tierarzt muss, müssen
die anderen im selben Transportgefäß mit, bei der
Reinigung der Behausung müssen die Tiere immer gemeinsam ausquartiert werden,
Auslauf (wenn überhaupt) nur gemeinsam. Schon eine Trennung von einer halben
Stunde oder weniger kann dazu führen, dass der gemeinsame "Gruppengeruch" verloren geht
und die Tiere sich beim Zusammensetzen als Rivalen ansehen und entsprechend behandeln.
Mein Hamster schläft so lange, darf ich ihn wecken?
Nein, ein Hamster darf nur im Notfall (z. B. wenn ein Tierarztbesuch ansteht) geweckt
werden, denn alles andere ist für ihn unnötiger Stress und eine sehr große Belastung für
die kleinen Nager. Weckt man das Tiere, verkürzt sich nicht nur seine Lebenserwartung,
sondern der Hamster wird auch aggressiv und verliert das Vertrauen zu seinem Besitzer.
Mein Hamster gibt komische Laute von sich, träumt er?
Hamster geben im Schlaf immer wieder mal komische Geräusche von sich (gerade
Mittelhamster sind dafür bekannt), das ist völlig normal und kein Grund zur Besorgnis.
Jedes Lebewesen welches ein lernfähiges Gehirn hat und somit über ein gewisses Maß an
Intelligenz verfügt, verarbeitet Erlebtes im Schlaf. Ob diese Art der Träume mit denen
von Menschen vergleichbar sind, kann man schwerlich sagen (bisher sind noch keine
Hamster in Schlaflaboren untersucht worden), aber es kommt eben durchaus vor, dass
die Tiere dabei
diverse Laute von sich gegeben werden.
Wie groß muss ein Hamsterheim mindestens sein?
Ein geeignete
Behausung für einen Hamster ist mindestens 100x40x40 cm (LBH) groß.
Die Gitterstäbe sollten einen Abstand von nicht mehr als 10 mm haben, damit der Hamster
sich nicht hindurchquetschen kann. Für
Zwerghamster wäre noch weniger (5-6 mm) besser. Außerdem gehört eine zweite
Ebene in jedes Hamsterheim, damit genug Bewegungsmöglichkeiten da sind. Auf dieser
zweiten Ebene sollte genug Platz sein, dass der Hamster sich aufrichten kann, d. h. für
Mittelhamster ca. 20 cm. Ein Aquarium sollte etwas größer sein, denn es muss mit
mehr Klettermöglichkeiten ausgestattet werden - das Gitter als Klettermöglichkeit
entfällt ja. Wichtig ist aber vor allem, dass es nicht höher als breit bzw. lang ist,
damit eine ausreichende Luftzirkulation gewährleistet ist.
Kann ich meinem Hamster Erde zum Buddeln geben?
Blumenerde sollte unter keinen Umständen benutzt werden. Geeignet ist ungedüngte und
nichtbehandelte Gartenerde (aus dem Gartenmarkt), die kann man dann bei ca. 200°
im Backofen (einfach eine lockere Schicht pro Blech) ca. 20 Min. richtig trocknen
und gleichzeitig damit (das ist im übrigen noch viel wichtiger und der eigentliche
Sinn) sämtliche Keime abtöten. Es ist auch möglich, Terrariumerde zu
verwenden. Diese gibt es meist in großen Terraristikfachgeschäften, aber auch
hier muss auf die nicht zu feinstaubige Konsistenz geachtet werden, denn es gibt
verschiedene Varianten. Wenn also mit dem richtigen Material gearbeitet wird,
ist nichts gegen derartige Buddelparadiese einzuwenden, denn in freier Natur
bauen sich die Hamster ja schließlich auch ihre Höhlen in 2 m Tiefe.
Natürlich ist so etwas nicht als Dauerbehausung zu verwenden, sondern lediglich
mal ab und an, um den Freilauf ein wenig angenehmer zu gestalten.
Mein Hamster schläft nicht in seinem Häuschen, was ist los mit ihm?
Kein Grund zur Sorge, Hamster wechseln öfter mal ihren Schlafplatz, von daher sollte man
dem Hamster auch mehrere Unterschlupfmöglichkeiten zur Verfügung stellen und es kommt
eben auch wieder vor, dass der Hamster sein Nest außerhalb eines
Häuschens baut. Dies ist nicht schlimm, sondern eher ein Zeichen von Vertrauen und
Sicherheit, denn so "ungeschützt" liefert sich der Hamster nicht jedem aus.
Warum nagt mein Hamster am Gitter von seinem Käfig?
Hamster sind Nagetiere und von daher ist es völlig normal, dass sie an sämtlichen Dingen
nagen, das können auch die Gitterstäbe der
Behausung sein. Solange der Hamster eine geräumige Behausung hat, im Falle eines
Mittelhamsters, genügend
Auslauf bekommt und auch noch andere Möglichkeiten zum Nagen hat, wie Hundekekse,
Nagestangen oder Obstbaumäste, besteht auch kein Grund zur Sorge. Manche Nager sind
allerdings sehr hartnäckig und obwohl artgerecht gehalten, lassen sie sich nicht vom
ständigen Gitternagen abbringen, teilweise hat es hierbei auch schon die ein oder andere
blutige
Nase gegeben, hier muss dann natürlich eingeschritten werden und evtl. kann man die
Gitterstäbe mit Pappröhren verkleiden (z. B. von Klopapier oder Küchenrolle).
Hilft auch dies nicht, bleibt an sich nur noch den Gitterkäfig durch eine Glasbehausung
zu ersetzten. Aber wie gesagt, solche Extremfälle sind eher selten und in den meisten
Fällen liegt verstärktes Gitternagen, an falschen Haltungsbedingungen (zu kleine
Behausung, keine natürlichen Nagemöglichkeiten o. ä.).
Mein Hamster küttelt in sein Häuschen, was kann ich dagegen tun?
Im Prinzip nicht viel. Hamster sind zwar sehr reinliche Tiere, dennoch kütteln die
meisten Hamster in ihr
Häuschen und teilweise auch auf die Futtervorräte. Dies ist eine Art der Markierung
und hat weniger etwas mit Unhygiene zu tun. "Überschüssige" Küttel transportieren die
kleinen Nager in ihrem
Maul und verteilen sie im
Hamsterheim, dort kann man sie recht leicht entfernen, das Schlafhäuschen an sich
sollte ca. einmal pro Woche gereinigt werden und ausgemistet werden.
Wie gewöhne ich meinem Hamster das Pinkel in sein Häuschen ab?
Grundsätzlich ist es normal, dass Hamster in ihr
Häuschen und teilweise auch auf ihre Futtervorräte pinkeln. Dies ist eine Art der
Markierung und hat weniger etwas mit Unhygiene zu tun. Aber man kann Hamster manchmal
auch dazu bringen ein "Klo" (z. B. einen Blumentopfuntersetzter mit Sand) zu
benutzen - gerade bei
Mittelhamstern klappt dies ganz gut. In dieses
Hamsterklo legt man dann nach der Reinigung immer wieder etwas der alten
Einstreu, oft versteht der Hamster dann den Wink mit dem Zaunpfahl. Bei
Zwerghamstern ist dies meist etwas schwerere, diese haben in der Regel kaum eine feste
Toilettenecke, allerdings benutzen manche Zwerghamster gerne eine Papprolle zum
Urinieren, dies erleichtert dann ebenfalls die
Reinigung des Hamsterheims.
Mein Hamster liebt seine Laufkugel, er geht sogar freiwillig hinein, dass kann doch dann nicht schädlich sein, oder?
Klar wird fast jeder Hamster in die geöffnete Kugel hüpfen, denn schließlich ist es ein
Hohlraum und die werden grundsätzlich immer von allen Hamster mit Vorliebe erkundet. Den
Deckel würde allerdings kein Hamster freiwillig draufsetzen, dies macht nun mal der
Mensch und was dann folgt, ist der reine Stress für die Kleinen. Denn die anscheinende
Begeisterung ist die pure Angst, die Tiere suchen panisch nach einem Ausgang, was
natürlich dann für den Vortrieb der Kugel sorgt. Daneben hat es schon etliche
ausgerissene Beinchen gegeben, da sich die Tiere in den Luftschlitzen verfangen haben,
Tierärzte können ein Lied davon singen. Ganz abgesehen von der nicht ausreichenden
Belüftung und der damit zusammenhängende Gefahr auf Pilze oder andere
gesundheitsschädliche Erreger. Hier gibt es nur eins, solche Gerätschaften gehören
verboten!
Kann ein Hamster laufradsüchtig werden?
Gerade in der Anfangszeit kommt es häufiger vor, dass ein Hamster viel in seinem neuen
Laufrad läuft, allerdings sollte dies nicht auf Dauer sein und schon gar nicht sollten
darüber fressen, trinken und/oder schlafen vergessen werden. Wenn auch auch nicht oft,
aber solch eine extreme Sucht kann vorkommen. Um eine Laufradsucht zu vermeiden kann das
Laufrad z. B. nur Wochenweise oder einen über den anderen Tag/Nacht zur Verfügung
stellen.
Darf ich meinen Hamster im Garten laufen lassen?
Das ist auf keinen Fall zu empfehlen, draußen können sich Hamster
Krankheiten holen, die jedem Tierarzt Rätsel aufgeben. Das fängt bei Würmern an und hört bei anderen Parasiten
noch lange nicht auf. Davon abgesehen ist das Klima bei uns in Mitteleuropa nicht
hamstergerecht, selbst im Hochsommer nicht, es ist meist zu kalt draußen. Denn Hamster
sind nachtaktiv und wollen tagsüber in keinem Fall draußen an der Sonne sein, sondern in
ihrem schönen dunkeln
Häuschen und bei Dämmerung bzw. in der Nacht ist es eben in unseren Breiten viel zu
kühl. Selbst wenn das Thermometer 20° oder mehr anzeigt, ist der Boden, auf dem das Tier
läuft, wesentlich kälter. Dazu kommt die Gefahr durch Katzen, Marder etc. und eventuell
auch durch freilaufende Hunde. Dann sind Hamster ja auch findige Kletterer und wenn sie
draußen abhauen, sind sie weg. Das bedeutet unweigerlich das Todesurteil. Da öffnet man
lieber mal das Fenster und lässt so frische Luft für den Hamster rein (natürlich
darauf achten, dass der Kleinen keinen Zug bekommt) und mit Löwenzahn, Gänseblümchen
o. ä. (gut abwaschen und von Wiesen ohne Pestizidbehandlung und Düngereinsatz)
kann man die Natur ja auch zum Hamster bringen.
Mein Hamster frisst seinen Kot, was fehlt ihm?
Dem Hamster fehlt gar nichts. Es ist für ein Hamster (kommt vor allem bei
Jungtieren vor) normal seinen bzw. den Kot der Mutter zu fressen. Dieser enthält
noch sehr viele Vitamine und Mineralstoffe und dient außerdem dem Aufbau der eigenen Darmflora.
Also ein völlig normales Verhalten für einen Hamster.
Braucht man Hamster wirklich Mehlwürmer?
Die Verfütterung von Mehlwürmern ist auf jeden Fall wichtig, denn sie liefern das beste
und frischeste Eiweiß. In freier Wildbahn ernähren sich Hamster auch von Heimchen und
Würmern, denn sie sind keine reinen Vegetarier.
Zwerghamster nehmen in freier Natur teilweise bis zu 50% ihrer Nahrung in Form von
Lebendfutter zu sich. Bei der Heimtierhaltung ist es allerdings völlig ausreichend, wenn
alle zwei bis drei Tage
tierische Nahrung an die kleinen Leckermäulchen verfüttert wird, denn zuviel
Eiweiß kann bei Hamstern zu Gicht führen.
Ich habe in einem Buch gelesen das man anstatt Mehlwürmer auch Hundekauknochen nehmen kann ( Eiweiß). Nun steht hier aber drauf Aus Rinderhaut, mit Proteinen, nicht für Wiederkäuer geeignet. Darf man so etwas an Hamster verfüttern?
Viele Hundekauknochen bestehen aus Rinderprotein. Da wegen der Gefahr der Verbreitung
von BSE grundsätzlich kein Rinderprotein an Wiederkäuer (Rind, Schaf, Ziege)
verfüttert werden darf, muss dieser Vermerk auf dem Kauknochen angebracht sein. Hamster
sind keine Wiederkäuer, daher dürfen sie diese fressen. Allerdings ist das Rinderprotein
dieser Kauknochen in der Qualität nicht zu vergleichen mit dem Proteinen von
Mehlwürmern. Aus diesem Grund sind Mehlwürmer und andere Kerbtiere für Hamster
wesentlich geeigneter als Kauknochen.
Wo bekomme ich Mehlwürmer?
In Zoofachhandlungen, Futterfachgeschäften, in Terraristikgeschäften und auch in
Anglerläden kann man Mehlwürmer beziehen.
Welche Nahrung enthält Eiweiß die mein Hamster verträgt?
Neben Mehlwürmer und Heimchen kann man den Eiweißbedarf des Hamsters auch mit Joghurt
oder Quark (auf den Fettgehalt achten - z. B. fettarmer Naturjohurt), Hüttenkäse,
fettarmen Hartkäse, gekochten Hühner oder Lammfleisch sowie mit gekochtem Eigelb (nicht
das Eiweiß) decken. Hundekuchen oder Katzenfutter (ohne Melasse!) wie Whiskas Kitbits
gehen auch. Harte Hundekuchen sind obendrein gut für die
Zähne. Außerdem findet man gelegentlich Trockeninsekten, die sind ebenfalls gut
geeignet, wenn der Hamster sie mag. Manche Hamster sind ganz versessen auf Fischfutter,
Tetra TabiMin. Allerdings nicht zu viele davon, weil die sehr eiweißhaltig ist.
Grundsätzlich aber gibt es viele Möglichkeiten, die Eiweißversorgung abwechslungsreich
zu gestalten.
Warum soll man Hamstern kein Futter geben, in dem Melasse drin ist?
Melasse ist eine zähflüssige, braunschwarze Masse mit 45-50% Zuckergehalt. Deswegen ist
sie für Hamster nicht gesund, weil sie Zahnschäden verursachen kann. Es ist natürlich
auch eine Frage der Menge. Wenn z. B. in ansonsten hamstertauglichem Katzenfutter
geringe Anteile (unter 1%) Melasse drin sind, ist das für einen Hamster nicht
schädlich - Obst und Gemüse enthalten deutlich mehr als das.
Ich habe gelesen, dass Hamster gelbe Paprika fressen dürfen. Nur gelbe Paprika, oder auch rote und grüne?
Hamster sollen in der Tat nur gelbe Paprika fressen. Das hat mit dem Reifegrad der
Paprika zu tun: Die gelben sind am weitesten ausgereift (daher auch am teuersten), und
daher am besten bekömmlich für das empfindliche
Verdauungssystem des Hamsters. Grüne oder rote Paprika werden zwar unter Umständen
in geringen Mengen auch vertragen, allerdings können sie auch zu Durchfall und/oder
anderen
Darm- bzw. Verdauungsproblemen führen. Deshalb sollte nur gelbe Paprika
verfüttert werden.
Ich habe gelesen, dass Kopfsalat sehr nitrathaltig ist. Darf mein Hamster ihn trotzdem essen?
Bei Tieren verhält sich die Sache mit dem Nitratgehalt im Gemüse, ebenso wie bei uns
Menschen, er ist zwar in den aufgenommenen Mengen nicht tödlich giftig, jedoch auch
nicht wirklich gesund. Aus diesem Grund sollte man, ebenso wie bei anderen Nagetieren
auch, wenn es um
Hamsterfutter geht, Abstand nehmen von Sachen die viel gedüngt werden
bzw. aus dem Treibhaus kommen, denn dort wird nur gedüngt, die Erde so gut wie nie
erneuert und dadurch wiederum steigt der Nitratgehalt im Gemüse rapide an. Vor allem
Gemüsesorten wie Kopfsalat und Spinat (Spinat speichert zusätzlich auch sehr gut
Nitrate) haben einen sehr hohen Nitratgehalt, da sie eben das ganze Jahr bei uns zu
haben sind und aus Treibhäusern kommen. Am besten ist es für die Tiere (egal ob Hamster
oder anderen Kleintieren) und natürlich auch für Menschen, Gemüse der Saison vom
Biobauern oder eben vom Eigenanbau zu nehmen, denn nur dann kann man sicher sein, dass
es nicht zu viele Nitrate enthält.
Braucht mein Hamster Wasser?
Ja, die Gabe von Wasser ist schon ratsam, auch wenn es im Prinzip möglich ist
einen Hamster nur durch die Gabe von
Frischfutter mit der nötigen Flüssigkeit zu versorgen. Grundsätzlich ist dies aber
nicht zu empfehlen, denn zuviel Frischfutter schadet dem empfindlichen
Magen-Darm System und auch wenn der Hamster einmal
krank werden sollte, ist es oft nötig Medizin in Form von Tropfen zu verabreichen.
Hier ist es dann wesentlich besser diese mit dem Trinkwasser zu vermischen, als sie über
das Futter zu träufeln. Von daher bietet sich in jedem Fall an, eine
Wasserflasche im Hamsterheim zu installieren. Hierbei sei allerdings darauf hingewiesen,
dass die kleinen Nager in den ersten Lebenswochen vereinzelt mit
Durchfall (führt schnell zum Tod) auf die Gabe von Wasser oder auch Früchten
reagieren. Deshalb ist es ratsam in den ersten 6-8 Wochen auch ganz darauf zu verzichten
und statt dessen nur Möhren und
Trockenfutter zu verfüttern.
Wir haben sehr kalkhaltiges Wasser, darf mein Hamster das trinken?
Grundsätzlich müsste man genau wissen wie kalkhaltig das Leitungswasser in der Tat ist,
den Härtegrad bzw. Kalkgehalt des Wasser kann man bei den zuständigen Wasser- bzw.
Stadtwerken erfahren. Einen Kalktest gibt es in der Apotheke. Im Notfall, sprich bei
sehr kalkhaltigem Wasser (das kann in bestimmten Regionen durchaus vorkommen), bietet
sich dann ein Wasserfilter zur Entkalkung an (erhältlich in jedem Kaufhaus,
kostet um die 15 Euro und ist auch für den Privatgebrauch geeignet) oder man benutzt
einen Nagertrunk, dann ist man in jeden Fall auf der sicheren Seite. Klar
stirbt ein Hamster nicht gleich, wenn er kalkhaltiges Wasser bekommt, manchen macht es
vielleicht gar nichts. Allerdings ist es schon so, dass auf Dauer zu kalkhaltiges Wasser
den Hamster
krank machen kann. Die Folgen sind dann z. B. Nierenprobleme.
Mein Hamster ist lustlos und schläft nur noch, was fehlt ihm?
Vor allem in der kalten Jahreszeit und auch wenn es zu heiß ist, sind Hamster recht
lustlos, dies ist nicht unbedingt ein Grund zur Sorge, denn meist werden sie mit dem
nächsten Klimawechsel wieder aktiver. Auch im Alter lässt die Aktivität bei einem
Hamster nach. Allerdings kann es natürlich auch sein, dass der Hamster krank ist. Gerade
wenn er nicht nur lustlos ist, sondern auch weniger frisst und evtl. noch andere
Anzeichen für eine
Krankheit aufweist (struppiges Fell, verklebter Analbereich oder tränende
Augen), sollte man in jedem Fall einen Tierarzt aufsuchen.
Der Hamster hat an beiden Seiten im hinteren Drittel oberhalb der Hinterbeine im Fell eine kahle, dunkle, manchmal verklebte Stelle. Was kann das sein?
Bei dem Hamster dürfte es sich um einen Mittelhamster handeln, diese haben in der Flanke
Duftdrüsen, mit denen Sie ihr Revier markieren. Bei Aufregung bildet sich vermehrt
Sekret, wodurch die Haare verklebt und auch ein wenig nass sein können. Die Haut ist an
dieser Stelle dunkler gefärbt. Ich nehme an, es handelt sich bei der Beschreibung um
diese Drüsen. Bei Männchen sind diese noch auffälliger als bei Weibchen.
Müssen Hamster geimpft werden?
Nein, Hamster müssen nicht geimpft werden - warum auch? Sie haben keinen Kontakt nach
draußen oder zu anderen Tieren. Wenn der Hamster allerdings mit in ein anderes Land
genommen wird, könnte es sein, dass er eine Schutzimpfung braucht, um einreisen zu
können, so etwas erfährt man bei den zuständigen Behörden (Konsulat).
Mein Mittelhamster ist gerade aufgestanden und hat ganz angeschwollene Hoden, was kann das sein?
Es ist völlig normal, dass männliche
Mittelhamster nach dem Aufstehen, teilweise enorm geschwollene und hervorstehende
Hoden haben, dies liegt an der Nestwärme. Der Umfang der Hoden nimmt nach einiger Zeit
wieder ab. Aber selbst dann, ist er bei ausgewachsenen Mittelhamstern deutlich zu sehen.
Sind die Hoden ständig angeschwollen, kann es sich auch um eine Hodenentzündung handeln,
diese wird meist von zu viel Hormonen oder durch einen Infekt ausgelöst. Dann sind die
Hoden, manchmal auch nur einer, ständig stark geschwollen, meist auch sehr warm, diese
Schwellung legt sich auch nicht wenn der Hamster schon 2-3 Stunden richtig wach ist.
Dann sollte man natürlich in jedem Falle einen Tierarzt zu Rate ziehen.
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